zum Inhalt springen
Powered by

HepaRegeniX GmbH erhält €9 Mio. in Serie-A-Finanzierungsrunde für die Entwicklung von Kinaseinhibitoren zur Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen

HepaRegeniX GmbH, eine neue Biotechfirma, die innovative Behandlungen für Lebererkrankungen entwickelt, gab heute bekannt, dass sie im Rahmen einer Serie-A-Finanzierungsrunde neun Millionen Euro eingeworben hat. An der Runde beteiligten sich neben den Lead-Investoren Boehringer Ingelheim Venture Fund GmbH (BIVF) und Novo Seeds auch der High-Tech Gründerfonds und coparion.

HepaRegeniX entwickelt ein neues und einzigartiges therapeutisches Konzept zur Behandlung von Lebererkrankungen, basierend auf einer Entdeckung von Prof. Lars Zender und seiner Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Tübingen. In der gesunden Leber besitzen die Hepatozyten eine nahezu unbegrenzte Fähigkeit sich zu regenerieren. Diese Fähigkeit ist bei Lebererkrankungen blockiert, so dass exzessives Absterben von Hepatozyten nicht kompensiert werden kann, was letztendlich zum Verlust der Leberfunktion, oft auch zum Tod, führen kann.

Das Labor von Prof. Lars Zender identifizierte die Mitogen-Activated Protein (MAP) Kinase Kinase (MKK4) als einen wesentlichen Regulator der Leber-Regeneration. Die Wissenschaftler entdeckten, dass die Unterdrückung der Expression des MKK4-Gens mittels kleiner RNA Moleküle die Fähigkeit zur Regenerierung der Hepatozyten in stark erkrankten Lebern wiederherstellen kann. Diese Ergebnisse ebneten den Weg für die Entwicklung von chemischen Wirkstoffen zur MKK4-Inhibierung, ein einzigartiger und vielversprechender Ansatz zur Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen. Insbesondere besteht nach eingehender präklinischer Charakterisierung des molekularen Wirkmechanismus der Medikamentenkandidaten das Potenzial, die Entwicklung in nicht-alkoholischer Steatohepatitis (NASH) zu beginnen.

HepaRegeniX erwarb die weltweiten, exklusiven Rechte zur Nutzung des entsprechenden Patentportfolios und identifizierte in Zusammenarbeit mit dem Zender-Team sowie der Arbeitsgruppe für Medizinische Chemie an der Eberhard Karls Universität Tübingen (Prof. Stefan Laufer und Prof. Antti Poso) bereits die ersten chemischen MKK4-Inhibitoren.

„Kurz gesagt entwickelt HepaRegeniX ein ‘EPO’ für die Leber“, so Dr. Detlev Mennerich, Investment-Direktor des BIVF. „Prof. Zenders bahnbrechende Entdeckung, dass die Inhibierung von MKK4 zu einer insgesamt größeren Regenerationsfähigkeit von Leberzellen führt, hat ein interdisziplinäres Team mit langjähriger und fundierter F&E-Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie zu HepaRegeniX gezogen.“

Dr. Wolfgang Albrecht, CEO von HepaRegeniX ergänzte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem hocherfahrenen Gründungsteam und diesem starken, internationalen Investorenkonsortium. HepaRegeniX ist in einer exzellenten Ausgangslage, um dieses neue Behandlungskonzept für Patienten mit Lebererkrankungen voranzubringen.”

“Die Arbeit, die zur Gründung der HepaRegeniX geführt hat, ist ein gutes Beispiel für die exzellente Wissenschaft in Deutschland. Der HTGF freut sich sehr darüber Teil des Syndikats starker Partner zu sein, die die präklinische Entwicklung des Moleküles begleiten”, kommentierte Dr. Frank Hensel, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds das Investment.

Diese Serie-A-Finanzierung stellt die Mittel für die laufende medizinalchemische Identifizierung sowie die präklinische Entwicklung bis zur Beantragung der Zulassung für die klinische Prüfung (IND-Filing) zur Verfügung. Die erste klinische Studie zur Behandlung von akutem Leberversagen ist für das Jahr 2019 geplant.

Über HepaRegeniX GmbH

HepaRegeniX, gegründet im Jahr 2015, spezialisiert sich auf die Entdeckung und Entwicklung von klein-molekularen Kinase-Inhibitoren. Das Management-Team unter der Leitung von Dr. Wolfgang Albrecht und die wissenschaftlichen Berater verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie mit einer erwiesenen Erfolgsbilanz in der Arzneimittelentwicklung und decken alle Disziplinen entlang der Wertschöpfungskette ‑ von der frühen Entdeckungsphase bis zum klinischen Machbarkeitsnachweis – ab. Das einzigartige therapeutische Konzept zur Behandlung von Lebererkrankungen entdeckten Prof. Lars Zender und seine Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Tübingen. Zu den Investoren von HepaRegeniX gehören der Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), Novo A/S, coparion und die High-Tech Gründerfonds GmbH sowie die Ascenion GmbH. Ascenion unterstützte den Erwerb der exklusiven IP-Rechte.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/heparegenix-gmbh-erhaelt-9-mio-in-serie-a-finanzierungsrunde-fuer-die-entwicklung-von-kinaseinhibitoren-zur-behandlung-akuter-un