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Hochschule Mannheim: Mitarbeiter erhalten Gründerstipendium

Dr. Heiko Flammann und Priv. Doz. Dr. Andreas Lux haben im EXIST-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ein einjähriges Gründerstipendium gewonnen. Beide sind langjährige Mitarbeiter im Institut für Molekular- und Zellbiologie (Leiter: Prof. Dr. Mathias Hafner) in der Fakultät für Biotechnologie an der Hochschule Mannheim.

Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee in einen Businessplan umsetzen möchten. Dabei sollte es sich um technologisch-innovative Gründungsvorhaben mit guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten handeln.

Das Einwerben dieses Gründerstipendiums, das mit rund 80.000 Euro dotiert ist, unterstreicht die Kompetenz der Hochschule Mannheim als Partner des Biotechnologie-Clusters "Zellbasierte & Molekulare Medizin" (BioRN).

Eine Firmengründung zur schnellen und kostengünstigen Produktion von Biomaterialien

Die Idee für die Firmengründung ergab sich aus dem Bestreben am Institut, eigene Forschungsergebnisse zu biotechnologischen Problemen für die schnelle und kostengünstige Produktion von Biomaterialien zu nutzen. Nach Prof. Dr. Hafner ist gerade die dynamische Entwicklung von KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen) für den Fortschritt der Biotech-Branche insgesamt bedeutsam.

Die Hochschule Mannheim ermöglicht als Mitglied im regionalen Gründerverbund den beiden Gründern in der Start-up-Phase in den Räumen des Instituts den operativen Aufbau ihrer Firma.

Im Rahmen der Forschung am Institut arbeitete Dr. Flammann bislang über die Charakterisierung nicht-kodierender DNA-Sequenzen und ihre Verwendung in eukaryotischen Expressionssystemen; Dr. Lux hat sich kürzlich mit Arbeiten zur molekularen Analyse des Morbus Osler habilitiert.

Die Geschäftstätigkeit wird (a) die Produktion und Aufreinigung diagnostisch und therapeutisch nutzbarer Proteine und (b) die "Veredelung" (Derivatisierung) biologischen Materials (z.B. Antikörper) umfassen. Neben der Entwicklung und Produktion von Substanzen für Biotech-Unternehmen werden kundenspezifische Dienstleistungen wie die Konzipierung von Testsystemen (z.B. ELISAs) für den medizinisch-diagnostischen Bereich im Mittelpunkt stehen. In Kooperation mit Prof. Dr. Jürgen Backhaus von der Hochschule Mannheim soll die Infrarot-Spektroskopie mit neuartigen Software-Modellen für diagnostische Anwendungen bei humanen Erkrankungen, die Qualitätskontrolle biotechnologischer Produkte und die Verlaufskontrolle bei Arzneimittelstudien eingesetzt werden.

Fachlich kompetent beraten wird die Arbeit der beiden Neu-Unternehmer sowohl durch Prof. Dr. Hafner, der die laufende Gründungsarbeit der Hochschule Mannheim gegenüber vertritt, als auch durch den 'Coach', Prof. Dr. Dr. Hans Alois Dresel (Profile Life Sciences, Schriesheim) mit besonderer Expertise für die Markteinführung des neuen Unternehmens.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/hochschule-mannheim-mitarbeiter-erhalten-gruenderstipendium