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Ignatius will Bewährtes fortführen, Neues einführen

Das Ulmer Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik leitet Anita Ignatius bereits seit April. Beim akademischen Jahrestag der Universität stellte sie sich jetzt mit einer Antrittsvorlesung der Öffentlichkeit vor.

Die neue Institutschefin, promovierte Fachtierärztin für Pharmakologie und Toxikologie, ist eine „In-house-Lösung“. Die 45-jährige Wissenschaftlerin ist seit 1993 am Institut tätig und verantwortete zuletzt die Forschungsbereiche Biomaterialien, Tissue Engineering und Zellbiologie.

Führen und forschen

Prof. Dr. Anita Ignatius, Direktorin des Instituts für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik © Pytlik

Führen und forschen will Ignatius unter einen Hut bringen. Ihr Spezialgebiet, die Regeneration von Knochengewebe, will Ignatius auch weiterhin erforschen. „Ich will keine reine Forschungsmanagerin werden, sondern weiterhin eng an der Forschung selbst bleiben".

Große Bedeutung misst Anita Ignatius der Integration bei, die „bei einem so interdisziplinär ausgerichteten Institut zweifellos stärker gefragt als bei anderen" ist. Am Oberen Eselsberg arbeiten Ingenieure, Informatiker, Biologen, Molekularbiologen, Human- und Veterinärmediziner zusammen. Den kollegialen Führungsstil ihres Vorgängers Lutz Claes will sie beibehalten und die „bewährte interdisziplinäre Zusammenarbeit im Hause erhalten und ausbauen".

Wissenschaftlich neu ausrichten wird sich das Institut unter Ignatius nicht; dass Schwerpunkte sich verschieben, kündigte sie an, neue wie regenerative Medizin und Traumaforschung würden dazukommen. Im Blickpunkt stehen die Regeneration und Heilung bei degenerativen Erkrankungen und nach Verletzungen, vor allem die Osteoporose. Die Ursachen dieser Krankheit erforscht das Institut im Rahmen einer überregionalen DFG-geförderten Forschungsgruppe und auch vor Ort mit Wissenschaftlern der chirurgischen Klinik um Florian Gebhard.

Trumpf: Kombination von Biologie und Biomechanik

Das Portfolio ihres Instituts umfasst nach Ignatius’ Worten „anwendungsorientierte Grundlagenforschung, translationale Forschung in den Bereichen Biomaterialien, Tissue Engineering, die Biologie von Zellen des muskuloskeletalen Gewebes sowie die Biomechanik von Wirbelsäulen und Gelenken.“

Vor dem harten internationalen Wettbewerb ist der Institutsdirektorin nicht bange und sie verweist auf die seltene Kombination von biologischer und biomechanischer Kompetenz. Gestärkt habe den Ulmer Standort auch die Gründung des Zentrums für Muskuloskeletale Forschung.

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