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Innovationen durch Vernetzung - BioLAGO und IHK brachten regionale KMUs zusammen

Bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung vom bodenseeweiten Netzwerk für Lebenswissenschaften BioLAGO und der IHK Bodensee-Oberschwaben trafen sich Vertreter der Life-Science-Branche am Bodensee in Weingarten. Im Zentrum des Fachforums „Technologietransfer & Kooperationen in Life Science – so funktioniert’s“ standen drei Vorträge von regionalen Unternehmen zu Praxis-Beispielen aus der Branche.

Prof. Dr. med. Thomas Decker berichtete über hämatologische Diagnostik. © BioLAGO

Professor Thomas Decker von der Onkologie Ravensburg berichtete über hämatologische Diagnostikverfahren, die anhand von Blut- oder Knochenmarksproben zuverlässigere Diagnose bei Zytopenien erlauben. Durch die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Labor Dr. Gärtner sowie behandelnden Ärzten und Pathologen in der Region konnten sie eine verbesserte, schnellere hämatologische Diagnostik und Therapie für Patienten vor Ort ermöglichen. Manfred Lorenz von der nevoLAB GmbH aus Maierhöfen schilderte anhand einer Fallstudie, wie mit modernem Laborprobenmanagement per Funkwellen Prozesse z.B. in der Pharma-Forschung oder Diagnostik beschleunigt und verbessert werden können. Mittels spezieller Chips können die Proben außerdem mit deutlich mehr Informationen versehen werden als dies bei einer Beschriftung von Hand möglich ist. Dadurch kann ein Gefäß beispielsweise sämtliche Informationen über seinen Inhalt, seine Bearbeiter und eventuell durchgeführte experimentelle Schritte enthalten und die Gefahr der Verwechslung von Proben wird verringert.

In den Networking-Pausen hatten die Teilnehmer Zeit und Raum für weiteren Fragen und Gespräche. © BioLAGO

Wie organische Abfälle entsorgt und gleichzeitig Rohstoffe generiert und Energie produziert werden können erklärte Manfred Rosenkranz von der Firma KWT Rosenkranz GmbH in seinem Vortrag. Das Unternehmen entwickelt Anlagen, die durch das spezielle Verfahren der „Hydrothermalen Carbonisierung“ eine deutlich bessere Energiebilanz haben als es bei konventionellen Verbrennungsanlagen für Biomasse der Fall ist. Generell betonten die Referenten die Bedeutung des richtigen Umfeldes sowie von zufälligen Begegnungen und gezielten Kontaktvermittlungen bei Networking-Veranstaltungen für die Findung von Kooperationspartnern.

Zwischen und nach den Vorträgen fand ein reger Austausch zwischen Referenten und Teilnehmern statt. An Infoständen von Ariso, comes compliance services, SRO executive consultants GmbH und carepaket - Bildung & Beratung für Gesundheit, Pflege und Medizin UG konnten sie sich zusätzlich zu Dienstleistungen für Life-Science Unternehmen informieren.

Die Vortragspräsentationen können bei Interesse über die BioLAGO Geschäftsstelle angefordert werden unter Tel. +49 7531 284 27 22 oder E-Mail: bettina.baumann(at)biolago.org.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/innovationen-durch-vernetzung-biolago-und-ihk-brachten-regionale-kmus-zusammen