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Innovationsindex 2012: Baden-Württemberg belegt Spitzenplatz

Baden-Württemberg verfügt innerhalb der Europäischen Union mit großem Abstand über das höchste Innovationspotenzial. Ausschlaggebend für die Spitzenposition Baden-Württembergs sind beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, die hohe Bedeutung forschungsintensiver Industriezweige und der große Erfinderreichtum. Baden-Württemberg investierte mit knapp 16,4 Mrd. Euro beachtliche 4,8 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung. Mit seiner FuE-Intensität liegt der Südwesten also deutlich über der Marke von 3 Prozent, die sich die Europäische Union im Rahmen der EU-2020-Strategie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zum Ziel gesetzt hat.

Nils Schmid, Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg © Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

"Baden-Württembergs Innovationskultur ist intakt: Der Südwesten bleibt die Innovationsregion Nummer Eins in Europa. Nirgends auf dem Kontinent wird so intensiv an neuen Produkten und Verfahren getüftelt wie im Südwesten“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am 26. November 2012 in Stuttgart. „Innovationen sichern die Beschäftigung im Land. Daher wird die Landesregierung ihr Engagement für die wirtschaftsnahe Forschung weiterhin auf hohem Niveau halten. Innovationsfähige Unternehmen sind umso wichtiger für die Südwest-Wirtschaft, als dass die weltweiten Konjunkturrisiken gerade hoch sind“, so Schmid.

Baden-Württemberg verfügt über eine exzellente technologische Basis und investierte mit knapp 16,4 Mrd. Euro beachtliche 4,8 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung. Mit diesem Wert liegt Baden-Württemberg im europäischen Vergleich von 86 Regionen in den 27 EU-Staaten auf Platz 1. Mit einer FuE-Intensität von 4,3 Prozent folgt mit deutlichem Abstand die Region East of England.

Auch beim Innovationsindikator FuE-Personalintensität1) erreichte Baden-Württemberg mit gut 2,1 Prozent nach der französischen Hauptstadtregion Île de France (2,5 Prozent) und knapp vor Finnland (fast 2,1 Prozent) einen europäischen Spitzenplatz.

Beim Innovationsindikator Anteil der Erwerbstätigen in forschungsintensiven Industriezweigen führt Baden-Württemberg die Rangfolge an. Zuletzt arbeiteten rund 17 Prozent aller Erwerbstätigen des Landes in industriellen Hochtechnologiebranchen, beispielsweise im Maschinenbau, in der Herstellung von Kraftwagen und -motoren oder im Bereich Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. Hinter Baden-Württemberg sind die Regionen Bayern und Rheinland-Pfalz (knapp 13 Prozent bzw. gut 10 Prozent) platziert. Im europäischen Durchschnitt (EU-27) belief sich dieser Anteil nur auf knapp 6 Prozent. Außerdem wurden - bezogen auf 1 Mio. Einwohner - von baden-württembergischen Erfindern etwa 5-mal so viele Patente beim Europäischen Patentamt angemeldet wie im Durchschnitt aller 27 EU-Länder. Eine ebenfalls hohe Anzahl an Patentanmeldungen sind in Bayern, der Region im Süden der Niederlande (Zuid-Nederland) und in Schweden zu verzeichnen.

Analog zu früheren Berechnungen schneidet der Südwesten beim Innovationsindikator »Anteil der Erwerbstätigen in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen« im EU-Vergleich schwächer ab. Baden-Württemberg liegt hier knapp unter dem Durchschnitt aller 27 Länder der Europäischen Union. Der Anteil der Erwerbstätigen in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen bezogen auf die Erwerbstätigen insgesamt war mit 58 Prozent in London am höchsten. Es folgen Luxemburg, Berlin und die Region Île de France mit einem Anteil von ebenfalls deutlich über 50 Prozent. Beim Innovationsindikator »Erwerbstätige in wissenschaftlich-technischen Berufen« belegte Baden-Württemberg einen Platz im Vorderfeld (48 Prozent) und liegt damit deutlich über dem europäischen (40 Prozent) und dem deutschen Durchschnitt (45 Prozent). London, Luxemburg, die Region Île de France und Berlin liegen im europäischen Ranking bei diesem Innovationsindikator auf den vordersten Plätzen.

1FuE-Personal in Vollzeitäquivalenten insgesamt bezogen auf die Erwerbspersonen.

Innovationsindex
Wo steht Baden-Württemberg im europäischen Innovationswettbewerb? Diese Frage wird mit Hilfe des Innovationsindex beantwortet, der vom Statistischen Landesamt in Baden-Württemberg entwickelt und nun bereits zum fünften Mal berechnet wurde. Der Index bündelt eine Vielzahl von Innovationsindikatoren in einer Kennzahl, die eine vergleichende Bewertung der Innovationsfähigkeit von Regionen in den 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union ermöglicht. Im Spitzenfeld des EU-Rankings (Rang 1 bis 5) sind auch die französische Hauptstadtregion Île de France, Bayern, Berlin und Finnland vertreten. Der Berechnungsstand für die Auswertung des neuen Innovationsindex 2012 ist September 2012.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/innovationsindex-2012-baden-wuerttemberg-belegt-spitzenplatz