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Innovationspreis 2009

Die Technologiestiftung BioMed Freiburg und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau vergeben den Freiburger Innovationspreis 2009: Fünf Unternehmen und Unternehmer aus der Region werden für herausragende Neuerungen ausgezeichnet. Unter den Gewinnern sind auch zwei Medizintechnik-Unternehmen.

Freiburger Innovationspreis 2009. Von links nach rechts: Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Horst Kary, Sensopart-Geschäftsführer Theodor Wanner, Sensopart-Mitarbeiter Marcus Koslik, Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Sensopart-Mitarbeiter Dr. Jens Pannekamp, FWTM-Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann
Das Bild zeigt von links nach rechts: Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Horst Kary Sensopart-Geschäftsführer Theodor Wanner Sensopart-Mitarbeiter Marcus Koslik Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon Sensopart-Mitarbeiter Dr. Jens Pannekamp FWTM-Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann © FWTM

Der Freiburger Innovationspreis ist seit seiner ersten Ausschreibung im Jahre 1991 ein Sinnbild für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Ideenreichtum der Unternehmen in der Region. Er ist eine Auszeichnung, um die sich im Jahr 2008 22 Unternehmen beworben haben. Damit verleiht er der differenzierten und fruchtbaren Wirtschaftsstruktur im Freiburger Raum, verbunden mit der Hochschul- und Forschungslandschaft der Stadt, Ausdruck. Der Innovationspreis wird von der Technologiestiftung BioMed Freiburg und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau vergeben und ist mit 7.500 Euro dotiert. Der Preis wird turnusmäßig alle zwei Jahre ausgelobt.

Sämtliche Bewerbungen wurden von einer Expertenrunde mit Blick auf ihre Praxistauglichkeit begutachtet. Diese Runde setzte sich zusammen aus Dr. Esther Rieger-Fackeldey (Universitätsklinikum Freiburg), Burkhard Peters (IHK Südlicher Oberrhein), Werner Rombach (WVIB), Johannes Burger (Handwerkskammer Freiburg) und Dr. Ralf Kindervater (BIOPRO Baden-Württemberg GmbH).

Die Jury, bestehend aus Dr. Bernd Dallmann und Dr. Michael Richter vom Vorstand der Technologiestiftung BioMed Freiburg und den stellvertretenden Vorstandsmitgliedern der Sparkasse Ingmar Roth und Bernd Rigl, haben die vier Preisträger aus verschiedenen Arbeitsfeldern benannt, die sich den Preis von 7.500 Euro teilen. Die Preisübergabe wurde von Oberbürgermeistermeister Dr. Dieter Salomon, dem Vorstand der Technologiestiftung BioMed Freiburg Dr. Bernd Dallmann und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau Horst Kary am 8. April 2009 in der Sparkasse vorgenommen.

FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann: "Der Freiburger Innovationspreis soll auf die Bedeutung der Innovationen und das Miteinander von Unternehmen und Forschung am Standort aufmerksam machen und damit die besonderen Leistungen der Unternehmen würdigen. Nur durch Innovation kann der Standort die erfolgreiche Entwicklung auch in Zukunft sichern.“ Vorstandsvorsitzender Horst Kary: „Der wertvolle Austausch zwischen Wissenschaft und unternehmerischem Mittelstand wirkt sich direkt auf die erfolgreiche regionale Wirtschaft aus. Die Innovationen, die aus dieser Kooperation geschaffen werden, sichern Arbeitsplätze und stärken unsere Wirtschaft.“

Erster Preis: SensoPart Industriesensorik GmbH, Gottenheim
Das 1994 gegründete Unternehmen entwickelte den FA 45 Codereader für Data-Matrix-Codes und andere 2D-Codes.
Jeder kennt es von der Supermarktkasse: Der Barcode eines Artikels ist nicht lesbar, sodass die Kassiererin die Produktnummer von Hand eintippen muss. Was im Supermarkt nur ein geringes Ärgernis darstellt, ist in industriellen Produktions- und Logistikprozessen ein ungleich größeres Problem: Ist nämlich einer der in diesen Bereichen gebräuchlichen Data-Matrix-Codes nicht lesbar, kann im Extremfall das damit markierte Produkt unbrauchbar werden.
Der Einsatz des Codelesers FA 45 ermöglicht neben der Lesung der Codes auch die regelmäßige Auswertung von Qualitätsparametern. Diese sind ein Maß für die Lesbarkeit der Data-Matrix-Codes und gewährleisten damit die Lesbarkeit während des gesamten Produktlebenszyklus. Entwickelt wurde der Data-Matrix-Code in den späten 80er Jahren in den USA. Beim Data-Matrix-Code sind die Informationen sehr kompakt in einer quadratischen oder rechteckigen Fläche als Muster von Punkten codiert.

Der zweite Preis, der in diesem Jahr gleich zweimal vergeben wurde, geht einmal gemeinschaftlich an den Freiburger Applikations- und Zubehörspezialisten SUTTER Medizintechnik GmbH und den Umkircher Spezialisten für medizinische Elektronik KLS Martin GmbH & Co. KG für die Entwicklung des elektrochirurgischen Radiofrequenz-Systems CURIS®.
CURIS® zeichnet sich durch spezielle, wieder verwendbare Applikatoren für die minimalinvasive Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie, Neurochirurgie und plastisch rekonstruktive Chirurgie aus. Die Vorteile des Systems liegen in der dokumentierten Mikroinvasivität, der Möglichkeit zur ambulanten Durchführung zahlreicher Eingriffe bei Indikationen, die klassisch einen stationären Eingriff nötig machen (vor allem in der HNO bei der Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen), sowie der Einsparung von Kosten durch kürzere bzw. wegfallende Liegezeiten und das kostengünstigere wieder verwendbare Zubehör.
Zudem handelt es sich um eine beispielhafte Kooperation zweier mittelständischer Unternehmen auf dem Gebiet der Medizintechnik. Bereits vor sieben Jahren wurde SUTTER mit dem Freiburger Innovationspreis für „Bipolare Koagulationspinzetten“ ausgezeichnet.
Der zweite Preis geht darüber hinaus an die paramecc construction & consulting GbR mit Sitz in Bahlingen am Kaiserstuhl. Ausgezeichnet wird das auf innovative Entwicklungs-, Konstruktions- und Dokumentationsarbeiten für Kunden im Maschinenbau, im Kunststoffmaschinenbau, in der Feinwerktechnik und im Anlagenbau spezialisierte Ingenieurbüro für seinen bis zur Serienreife entwickelten „Spindelantrieb mit integrierter Kraftmessung“.
Die Entwicklung des Spindelantriebs mit integrierter Kraftmessung und dessen Einsatz verspricht die Lösung eines zentralem Problems: die kraftgenaue Positionierung von dynamisch angetriebenen Systemen. Für den praktischen Einsatz etwa in der Kunststoffverarbeitung verspricht der Spindelantrieb eine wesentliche verfahrenstechnische Verbesserung des Spritzgießprozesses und damit eine Erhöhung der Qualität der produzierten Teile.

Ein Anerkennungspreis wird der Freiburger Drehleierwerkstatt Sebastian Hilsmann zugesprochen, deren Innovationen im Instrumentenbau – insbesondere das derzeit in der Entwicklung befindliche Tonabnehmersystem für den elektrisch verstärkten Einsatz von Drehleiern – maßgeblich dazu beitragen, ein „altes“ Instrument bühnenfähig zu machen. Die Drehleier wird hierdurch auch für professionelle Konzertmusiker interessanter und vermag so die Variationsvielfalt der modernen Musikszene zu bereichern. Die Entwicklungsleistungen liegen in einer deutlichen Klangverbesserung und in der leichteren Handhabung der konstruierten und gebauten Instrumente. Die Optimierung der Bauweise erlaubt eine Produktion in Kleinserien. Dadurch werden die Instrumente einem größeren Personenkreis zugänglich.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/innovationspreis-2009