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Japanischer Stammzell-Experte wird Gastprofessor

Die Universität Ulm hat dem renommierten japanischen Stammzellforscher Hiromitsu Nakauchi eine Gastprofessur im Rahmen der Internationalen Graduiertenschule für Molekulare Medizin verliehen. Nakauchi, der an der University of Tokyo das Zentrum für Stammzellbiologie und Regenerative Medizin leitet, soll die Graduiertenschule vor allem mit seiner Kompetenz auf den Gebieten Stammzellen, Alterung und Krebsentstehung bereichern.

In Ulm wird der Wissenschaftler nicht nur eine eigene Arbeitsgruppe einrichten, sondern auch Lehrveranstaltungen für die rund 100 Doktoranden der Graduiertenschule anbieten. Bei der Eröffnungsveranstaltung hielt der Direktor des Instituts für Molekulare Medizin, Karl Lenhard Rudolph, die Laudatio auf den japanischen Forscher. Der Leibniz-Preisträger hatte Nakauchi für die Gastprofessur vorgeschlagen.

Der Stammzellexperte Hiromitsu Nakauchi (li.) erhielt vom Ulmer Unipräsidenten Karl Joachim Ebeling die Gastprofessur verliehen. © Uni ULm

In seinem Antrittsvortrag betonte Hiromitsu Nakauchi das große Potential von Stammzellen in der therapeutischen Anwendung und machte auf zukünftige Ziele und Grenzen aufmerksam. „Ich freue mich sehr, mit Professor Nakauchi einen Wissenschaftler begrüßen zu dürfen, der die ohnehin exzellente Forschung und Lehre an der Graduiertenschule weiter stärken wird“, sagte Universitätspräsident Karl Joachim Ebeling. Die Universität hofft, dass die Gastprofessur den kommenden Verlängerungsantrag im Rahmen der Exzellenzinitiative stützen wird. Seit 2007 wird die „International Graduate School in Molecular Medicine Ulm“ durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Die Verleihung der Gastprofessur fand im Rahmen des Herbstkongresses der Graduiertenschule statt. Bei der internationalen Konferenz mit rund 150 Teilnehmern haben Wissenschaftler Forschungsprojekte aus den Bereichen „Entwicklung und Alterung“, „Signalübertragung“, „Therapeutische Ansätze“ und „Tumorbiologie“ präsentiert. Außerdem wurden Absolventen des internationalen Doktorandenprogramms „Molecular Medicine“ verabschiedet.

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