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„Junge Innovatoren“: Forschungsministerium fördert Start in die Selbständigkeit mit 1,3 Millionen Euro

„Innovation beginnt mit Forschung. Aber Innovation braucht auch Perspektiven. Wir unterstützen junge Wissenschaftler dabei, sich mit einer innovativen Gründungsidee in Baden-Württemberg selbständig zu machen“, sagt Ministerin Bauer.

Wesentliche Impulse für Innovationen verdankt Baden-Württemberg der Forschung an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land. Mit dem Programm ‚Junge Innovatoren‘ will das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Mut machen, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. „Aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes heraus sollen neue Unternehmen entstehen, die den Markt mit zukunftsträchtigen, innovativen Produkten und Dienstleistungen bereichern“, sagte Ministerin Bauer in Stuttgart.

Das Forschungsministerium fördert daher neun neue Existenzgründungsvorhaben am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an der Hochschule Reutlingen, den Universitäten Freiburg, Konstanz und Ulm sowie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Zudem werden zehn bereits laufende Existenzgründungsvorhaben weitergefördert. Das Programm hat seit 1995 über 200 Unternehmensgründungen aus Baden-Württemberg zu einem gelungen Start verholfen. Die bislang geförderten Initiativen umfassen ein breites Spektrum, das insbesondere zukunftsträchtige Felder umfasst, wie beispielsweise Optoelektronik, Biotechnologie, Medizintechnik, Solartechnik, Automatisierungstechnik und Mechatronik. „Die neun neuen Projekte, deren Förderung wir jetzt beschlossen haben, sollen diese Erfolgsgeschichte fortsetzen“, so Ministerin Bauer.

Voraussetzung für die Unterstützung der Vorhaben ist stets, dass sie die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren in Baden-Württemberg beinhalten. Gefördert wird nicht die Existenzgründung als solche, sondern die gezielte Vorbereitung darauf. Die Gründerinnen und Gründer erhalten eine finanzielle Unterstützung zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes und ein begleitendes Coaching durch praxiserfahrene Personen. Darüber hinaus können sie die Infrastruktur der jeweiligen Hochschule bzw. Forschungseinrichtung nutzen.

Beispiele für neu ins Programm aufgenommenen Vorhaben:

Freiburg - „MPS-Medizinische Planungssysteme“: Das Projekt bietet eine modulare Therapie- und Qualitätsmanagement-Software, die eine fehlerfreie, effiziente und qualitativ hochwertige Planung und Verwaltung von Chemotherapien und Strahlen-Chemotherapien ermöglicht.

Karlsruhe - „da-cons“: Moderne Mikroskope erzeugen bei der hochaufgelösten Aufnahme von 3D Objekten (Zellen, Organe, Blutgefäße etc.) oder dynamischen Prozessen (Bewegungen, Entwicklungen im Raum etc.) enorme Datenmengen. Das da-cons-System (dcs) bietet Kunden eine individuelle und passgenaue Analyse, Visualisierung und Management der Rohdaten. Das umfasst u. a. die Erkennung und Vermessung von Größen, Formen, Volumen und Abständen und dient als Grundlage für die qualitativ bessere Untersuchung von Krankheiten, Medikamenten und Kosmetika. Komplettlösungen von Probenaufnahme, Aufbereitung, Analyse und Visualisierung werden durch Kooperationen mit Spezialisten in Biotechnologie und Datenakquisition sichergestellt.

Konstanz- „Prolago Biotec“: Ein junges Unternehmen, das besonders innovative und anwendungs­freundliche Produkte für die Life Sciences und die medizinische Diagnostik entwickelt. Prolago wird maßgeschneiderte molekulare Werkzeuge anbieten, die schnelle Krankheitserregernachweise oder vereinfachte Erbgutuntersuchungen ermöglichen. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur personalisierten Medizin und zur Senkung der allgemeinen Gesundheitskosten geleistet werden.

Reutlingen - „SeNa Flora“: verfolgt die GlobalFlow GmbH das Ziel, eine neue Entsorgungstechnik für biogene Abfälle zu entwickeln, die im Output standardisierten, qualitätsgesicherten Biodünger produziert. Im Gegensatz zu den Produkten herkömmlicher Biokompost-Anlagen können hierbei insbesondere „problematische“ biologische Abfälle verwendet und durch den Prozess nicht nur recycelt, sondern sogar aufgewertet, also upgecycelt werden. Dazu gehören u.a. Gärreste von Biovergärungsanlagen, Langgras, Tiereinstreu, Holzverschnitt etc. Auf diese Weise werden biogene Abfälle und wichtige Nährstoffe in den Kreislauf zurückgegeben – ohne Geruchsbelästigung oder ähnliche Emissionen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/junge-innovatoren-forschungsministerium-foerdert-start-in-die-selbstaendigkeit-mit-1-3-millionen-eur