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Komitee für klinische Ethikberatung hilft bei schwierigen Fragen

Das Ulmer Universitätsklinikum Ulm hat Ende April ein „Komitee für klinische Ethikberatung" eingerichtet. Es folgt damit den Empfehlungen der Bundesärztekammer zur besseren Versorgung von Patienten.

Hilft Klinikpersonal bei ethischen Fragen, Prof. Heiner Fangerau © UK Ulm

Das Komitee orientiert sich unter anderem an den „Standards für Ethikberatung in Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie sie aktuell von der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) erarbeitet wurden“, erläutert Heiner Fangerau. Er leitet das Ende 2008 gegründete Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm. Sein Institut war maßgeblich an der Einrichtung des neuen Gremiums beteiligt und unterstützt es weiterhin fachlich und organisatorisch.

„Damit verfügt die Ulmer Universitätsmedizin jetzt nicht nur bei Bedarf über das Angebot einer an Beratungsstandards gebundenen klinischen Ethikberatung, sondern sie kann über die eigentliche Fallberatung hinaus weitere Angebote zur Fort- und Weiterbildung unterbreiten“, sagt Fangerau. Dazu zählt er die Weiterentwicklung konkreter ethischer Handlungsempfehlungen in Form eines Kriterienkataloges für den Verzicht auf Wiederbelebungsmaßnahmen oder die inhaltliche Ausgestaltung von Patientenverfügungen.

Nach Fangeraus Worten soll das neue Komitee Behandelnden die Entscheidungsbefugnis und -verantwortung nicht abnehmen, sondern bei der Klärung ethischer Konflikte unterstützen. „Darin sehen wir einen überaus praxisrelevanten Beitrag zur besseren Versorgung unserer Patienten.“

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/komitee-fuer-klinische-ethikberatung-hilft-bei-schwierigen-fragen