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Mehr Masterstudienplätze für „Pharmazeutische Biotechnologie“

Uni Ulm und Hochschule Biberach können zum Wintersemester mehr als doppelt so viele Studienplätze im gemeinsamen Masterstudiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ anbieten. Möglich machen dies Mittel des Landes (Ausbauprogramm „Master 2016“).

Im Wintersemester stehen 25 Masterstudienplätze, im Sommersemester 15 zur Verfügung. Das Online-Bewerbungsverfahren für das kommende Sommersemester läuft vom 15. Oktober bis zum 15. November.

Prof. Bernhard Eikmanns. © Pytlik

 „Wir freuen uns sehr, dass wir der hohen Nachfrage nach Studienplätzen in diesem zukunftsweisenden Hochtechnologie-Bereich nun besser gerecht werden können“, so Prof. Bernhard Eikmanns, Studiendekan für Biologie an der Universität Ulm.

Bereits die Absolventen des gleichnamigen Bachelorstudienganges der Hochschule Biberach sind in zahlreichen Unternehmen sehr gefragt. Sie werden unter anderem im Projektmanagement, der Qualitätskontrolle, in der pharmazeutischen Produktion sowie in Forschung und Entwicklung eingesetzt. „Mit dem darauf aufbauenden Masterstudiengang werden unsere Absolventinnen und Absolventen noch spezifischer für den Arbeitsmarkt ausgebildet und zudem auch akademisch hervorragend qualifiziert“, versichert die zuständige Studiendekanin der Hochschule Biberach Professorin Chrystelle Mavoungou.

Naturwissenschaftliche Ausbildung und wirtschaftsrelevante Kenntnisse

Studierende im Labor der Hochschule Biberach © Hochschule Biberach

Der gemeinsame Masterstudiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ (PBT) besteht seit dem Sommersemester 2010. Mit seinen Schwerpunkten pharmazeutische Grundlagen, Bioprozessentwicklung und Downstream-Processing, der Toxikologie und Biochemie sowie den interdisziplinären Modulen zu therapeutischen Proteinen und Antikörpern, zur Stammzellforschung und regenerativen Medizin gewährleistet der Masterstudiengang nicht nur eine umfassende naturwissenschaftliche Ausbildung. Ein besonderes Qualifizierungsprofil erhalten die Studierenden nicht zuletzt durch vertiefte Kenntnisse in Bereichen wie der Qualitätssicherung, dem Zulassungs-, Arzneimittel- und Gentechnikrecht.

Eine weitere Besonderheit: die wissenschaftliche Projektarbeit, in der die Masterstudenten eigenverantwortliches wissenschaftliches Arbeiten im Team erlernen. Bestandteil im Lehrplan ist zudem die Teilnahme an einer internationalen Summer-School in Athen.

Durch Auslandspraktika und die Möglichkeit, Abschlussarbeiten auch weltweit an renommierten Forschungseinrichtungen anzufertigen, sammelt bisher etwa ein Viertel der Studierenden internationale Erfahrungen. Darüber hinaus kommen zahlreiche Bewerber aus dem Ausland.

Hochqualifizierte Fachkräfte stark gefragt

Nicht nur bei der Konzeption der Studiengänge wurden Vorschläge und Anregungen von regionalen Biotechnologiefirmen in das Curriculum aufgenommen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur reagierte mit dem Kapazitätsausbau auch auf eine Forderung des Wissenschaftlichen Beirates der Hochschule Biberach, dem zunehmenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften für diese Schlüsseltechnologie besser gerecht zu werden.

„Die Biotechnologie ist ein beträchtlicher Wirtschafts- und Innovationsfaktor für unsere Region. Zahlreiche führende Pharmaunternehmen sind im Großraum Ulm/Biberach ansässig“, so Uni-Präsident Prof. Karl Joachim Ebeling. Über den BioPharMaXX-Cluster der BioRegion Ulm e.V.- als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft - sind die Universität Ulm und die Hochschule Biberach eng mit regionalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen verknüpft. Was den Studierenden nicht zuletzt bei der Anfertigung ihrer Abschlussarbeiten zugutekommt, mit der viele von ihnen bereits die Weichen für ihre weitere berufliche Zukunft stellen.

Nachwuchs für Wissenschaft und Industrie

Die Absolventen des gemeinsamen Masterstudienganges sind sowohl in der Wissenschaft, als auch der Industrie – im In- und Ausland – sehr gefragt. Jeweils die Hälfte eines Jahrgangs wechselt mit dem Masterabschluss in ein Unternehmen oder entscheidet sich für die wissenschaftliche Laufbahn über eine Promotion. „Die Masterabsolventinnen und -absolventen sind sehr gefragt. Und dank der Verdopplung der Kapazitäten werden wir unserem Anspruch, Industrie und Wissenschaft hochqualifizierten Nachwuchs zu garantieren, besser gerecht“, so Rektor Prof. Thomas Vogel von der Hochschule Biberach.

Der gemeinsame interdisziplinäre Master-Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ ist organisatorisch der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Ulm und dort dem Fachbereich Biologie zugeordnet. Die Universität übernimmt die Studienadministration, studiert wird an beiden Studienorten, also an der Hochschule Biberach sowie der Uni Ulm, wo die Studierenden vollberechtigt die jeweiligen Campus-Einrichtungen nutzen dürfen.

Offen ist der Studiengang für Bachelorabsolventen der PBT, der Biologie, Biochemie, der molekularen Medizin aber auch der Biosystemtechnik, Biomedizin, der Pharmazie und anderer verwandter Studienfächer.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/mehr-masterstudienplaetze-fuer-pharmazeutische-biotechnologie