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Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030

Am 10. November 2010 hat die Bundesregierung die „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ beschlossen. Die Bundesregierung fördert, das auf sechs Jahre angelegte Programm, mit einer Gesamtsumme von 2,4 Mrd. Euro, davon entfallen 1.457,6 Mio. EUR auf die Projektförderung und 976,8 Mio. EUR. auf die institutionelle Förderung. 1,1 Mrd. € stehen für die Ernährungsforschung zur Verfügung.

Mit diesem Programm sollen die Grundlagen für die Vision einer nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft bis zum Jahr 2030 gelegt werden und das BMBF-Rahmenprogramm zur Gesundheitsforschung komplementär begleiten. Im Rahmen des Programms werden die folgenden fünf Schwerpunkte gesetzt:

  • Weltweite Ernährung sichern
  • Agrarproduktion nachhaltig gestalten
  • Gesunde und sichere Lebensmittel produzieren
  • Nachwachsende Rohstoffe industriell nutzen
  • Energieträger auf Basis von Biomasse ausbauen

Mit Hinblick auf die Zunahme von ernährungsassoziierter Krankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herz- und Kreislaufkrankheiten und sich ändernder Lebensgewohnheiten und – umstände liegt das Augenmerk des Schwerpunktes „gesunde und sichere Lebensmittel“ auf der Entwicklung und Unterstützung von verbraucherorientierten Produkt- sowie Prozessinnovationen für gesunde, qualitativ hochwertige, preiswerte und sichere Lebensmittel.

Zur Umsetzung dieser Ziele werden folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Gesundheitsförderliche Lebensmittel sollen entwickelt werden
  • Zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit sind die Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen und Produktionstechniken bei Tier und Pflanzen weiter aufzuklären und zu optimieren.
  • Für die ökologische und konventionelle Lebensmittelverarbeitung sollen schonende Methoden weiterentwickelt werden.
  • Die Tiergesundheitsforschung muss u. a. durch Untersuchungen zu den Ursachen, zur Verbreitung sowie zum Krankheitsverlauf einschließlich der Entwicklung von geeigneten Präventions-, Bekämpfungs- und Therapiemaßnahmen unterstützt werden.
  • Für die Lebensmittelsicherheit besteht Bedarf an leistungsfähiger Analytik, Monitoring- und Präventionsmaßnahmen, einschließlich Qualitäts- und Risikomanagementsystemen.
  • Notwendig ist die Entwicklung nachhaltiger und qualitätserhaltender Lebensmitteltechnologien.
  • Zu fördern sind technische und organisatorische Innovationen zur Optimierung der Prozesse entlang der Lebensmittelherstellungskette. Besonders wichtig ist die Entwicklung von effektiven und effizienten Zertifizierungssystemen für soziale und ökologische Standards.

Weitere Informationen:

Netzwerk Bioaktive pflanzliche Lebensmittel
Hartmut Welck, Steinbeis-Europa-Zentrum
Tel.: 0711-1234031
E-Mail: welck(at)steinbeis-europa.de

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/nationale-forschungsstrategie-bio-konomie-2030