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Neue Klinische Forschergruppe der DFG am Universitätsklinikum Heidelberg

Unter den sechs von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) neu eingerichteten Klinischen Forschergruppen befindet sich die Forschergruppe „Schwerionentherapie in der Radioonkologie“ am Universitätsklinikum Heidelberg.

Die neue Klinische Forschergruppe 214 „Schwerionentherapie in der Radioonkologie“ unter Leitung von Professor Dr. Oliver Jäkel, Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie am Ionenstrahl-Therapiezentrum des Universitätsklinikums Heidelberg, will die Frage beantworten, welchen Stellenwert die Ionentherapie in der Strahlentherapie im Vergleich zu anderen modernen Verfahren hat.

Mit dem Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) stehen ihr zur Beantwortung dieser Frage weltweit einzigartige technische Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören sowohl konventionelle Photonenbestrahlung als auch Protonen-und Kohlenstoffstrahlen. In enger Zusammenarbeit von Physikern, Biologen und Strahlentherapeuten sollen unter anderem neue Technologien für die Strahlführung und Bestrahlungsplanung entwickelt werden. So sollen physikalische und biologische Vorteile einer Teilchentherapie gegenüber herkömmlicher Bestrahlung in Zukunft optimal für die Tumortherapie genutzt werden können.

Als Sprecherhochschule für die neue Klinische Forschergruppe fungiert das Universitätsklinikum Heidelberg. Sprecher ist Prof. Dr. Jürgen Debus, Leiter der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg.

Als eigenständiges Förderinstrument hat die DFG seit 2001 insgesamt 41 Klinische Forschergruppen eingerichtet, darunter allein sechs seit Juli dieses Jahres. Ziel dieses Instrumentes ist es, „herausragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer mittelfristig angelegten, engen Zusammenarbeit an einer besonderen Forschungsaufgabe in der krankheits- oder patientenorientierten klinischen Forschung zu unterstützen, wenn zu erwarten ist, dass die so unterstützte Zusammenarbeit zu Ergebnissen führt, die mit den Möglichkeiten der Einzelförderung im Normal- oder Schwerpunktverfahren nicht erreicht werden könnten.“ Die bisher geförderten Projektgruppen waren so erfolgreich, dass die Senatskommission der DFG die Weiterführung der Fördermaßnahme empfohlen hat, wobei mit einer Neuausrichtung die Effizienz und wissenschaftliche Qualität der Klinischen Forschung in Deutschland weiter gestärkt werden soll. Das überarbeitete neue Merkblatt ist im Internet abrufbar unter: DFG, Klinische Forschergruppen.
Quelle: DFG - 09.09.08 (EJ,P)
Weitere Informationen zum Beitrag:
Prof. Dr. Oliver Jäkel
Universitätsklinikum Heidelberg
RadioOnkologie und Strahlentherapie
Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
E-Mail: oliver.jaekel@med.uni-heidelberg.de


Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/neue-klinische-forschergruppe-der-dfg-am-universitaetsklinikum-heidelberg