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Neue Stiftungsprofessur für Biosensorik in Mannheim

Das Institut für Medizintechnologie in Mannheim erhält eine Stiftungsprofessur für Biosensorik. Dies gab Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 24. März 2010 in Stuttgart bekannt. Der Ministerrat hatte die Einrichtung der Stiftungsprofessur am Tag zuvor beschlossen. Stiftungsgeber ist das Klinikum Mannheim, welches die Kosten für die Professur und die Ausstattung in einer Gesamthöhe von 950.000 Euro für die nächsten zehn Jahre übernimmt.

Minister Prof. Dr. Peter Frankenberg © Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
„Die Professur für Biosensorik ist Teil der Gesamtstrategie zur Stärkung der medizinischen Forschung und Lehre am Standort Mannheim mit insgesamt fünf Professuren. Medizintechnologie ist ein wichtiges Zukunftsfeld, auf dem sich die Kompetenzen des Klinikums, der medizinischen Fakultät und der Hochschule in Mannheim ergänzen. Profitieren werden Forschung und Studium, vor allem aber die Patientinnen und Patienten“, sagte Frankenberg.

Das Institut für Medizintechnologie in Mannheim ist eine hochschulübergreifende wissenschaftliche Einrichtung des Klinikums, der medizinischen Fakultät und der Hochschule in Mannheim. Es verbindet Fachrichtungen aus den Grenzgebieten der Medizin, Biologie und Technik. Für das Institut werden das Klinikum Mannheim und das Land je zwei Professuren zur Verfügung stellen. Das Klinikum hat bereits eine Stiftungsprofessur für molekulare Bildgebung geschaffen. Das Land wird im Rahmen des Programms „Hochschule 2012“ zwei Professuren für den Studiengang Medizintechnik/Medizinische Informatik zur Verfügung stellen. Eine weitere Professur kommt von der Universität Heidelberg. Zusätzlich zu den beiden Professuren stellt das Land für den Ausbau neuer Forschungsfelder am Institut 2,1 Mio. Euro aus Privatisierungserlösen bereit.

Die jetzt beschlossene W2-Stiftungsprofessur soll an der Hochschule Mannheim angesiedelt werden. Die Forschungsaufgabe ist unter anderem die Weiterentwicklung der intravitalen Mikroskopie. Dieses Bildgebungsverfahren erlaubt die Beobachtung von Vorgängen auf Zellebene am lebenden Objekt. Nach Auslaufen der Finanzierung durch den Stifter wird die Hochschule die Stiftungsprofessur weiterführen.

Stiftungsprofessuren werden nicht vom Land, sondern von privaten oder kommunalen Geldgebern finanziert, die den Fachbereich bestimmen und für die Kosten der ersten fünf bis zehn Jahre aufkommen. Derzeit gibt es an den Landeshochschulen über hundert Stiftungsprofessuren.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/neue-stiftungsprofessur-fuer-biosensorik-in-mannheim