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Neuer Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg schließt im Rahmen seiner Gründeroffensive eine Lücke bei der Finanzierung von jungen Unternehmen. Der neue Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg kann ab sofort für junge, innovative Unternehmen im Land Mittel von bis zu 20 Millionen Euro bereitstellen. Das Geld wird in Form von Minderheitsbeteiligungen in technologieorientierte Unternehmen investiert, die sich in der schwierigen Start-up-Phase nach ihrer Gründung befinden. In dieser sind die nötigen Investitionen und gleichzeitig die operativen Verluste oft noch besonders hoch.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bringt mit einem Kapitalanteil von 50 Prozent vier Millionen Euro in den Fonds ein. Die SV SparkassenVersicherung Lebensversicherungs AG und die Württembergische Versicherung AG beteiligen sich mit jeweils zwei Millionen Euro. Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg managt den Fonds und ist vertraglich verpflichtet, zusätzlich immer im Verhältnis 1:4 zu investieren.

Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid (Mitte) stellte gemeinsam mit (v.l.n.r.) Alexander Mayer, Generalbevollmächtigter der Württembergische Versicherung AG und Geschäftsführer der W&W Asset Management, Dirk Buddensiek, Geschäftsführer der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg, Dr. Michael Völter, Finanzvorstand der SparkassenVersicherung, und Feliks Eyser, Geschäftsführer der Regiohelden den neuen Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg vor. © Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Signalwirkung an private Investoren

Der Fonds selbst startet mit einem Fondsvolumen von acht Millionen Euro. Zwei Millionen bringt die MBG Baden-Württemberg als Parallelinvestor ein. Darüber hinaus kann die MBG in Form von offenen oder in einer späteren Phase von stillen Beteiligungen das Finanzierungsvolumen auf insgesamt rund 20 Millionen Euro ausweiten. Erfahrungen zeigen, dass ein solches Engagement durch die öffentliche Hand auch eine Signalwirkung an private Investoren entfaltet.

Gründerland Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat 2011 mit verschiedenen Maßnahmen eine neue Gründeroffensive gestartet. Es will so den Ruf des Landes als Gründerland wiederbeleben. Im Vordergrund stehen dabei vor allem nachhaltige Hightech-Gründungen. So steht das Land zusammen mit Bayern bei der Gründungsintensität im Bereich der forschungsintensiven Industrie im Vergleich zu allen Bundesländern an der Spitze. Gleichzeitig hat Baden‐Württemberg die modernste Struktur der industriellen Gründungen (den höchsten Anteil von Gründungen in forschungsintensiven Branchen an allen Gründungen im verarbeitenden Gewerbe). Zudem überleben Neugründungen deutlich länger als in anderen Bundesländern. So steht Baden-Württemberg laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sowohl bei der 5-Jahres-Überlebensquote von Neugründungen im Hightech-Sektor als auch bei der 5-Jahres-Überlebensquote von Neugründungen über alle Branchen hinweg an der Spitze.

Land greift jungen Unternehmen unter die Arme

Zum Start des neuen Fonds erklärte Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid: "Mit dem heutigen Fondsstart wollen wir ein Signal setzen: Das Land unterstützt den Mut und die Risikobereitschaft von Gründerinnen und Gründern. Unser Land soll Schrittmacher bei der technologischen Entwicklung sein – nicht bloß Schritt halten. Wir erweitern damit die Finanzierungskette für innovative Unternehmen und ergänzen bestehende Finanzierungsangebote sinnvoll. Gleichzeitig fügt sich der Fonds nahtlos in unsere Gründeroffensive ein. So haben wir unter anderem die Gründungsberatungen im Land deutlich ausgebaut, ebenso das Instrument der Innovationsgutscheine, durch das kleine und mittelständische Unternehmen einen besseren Zugriff auf Forschungsleistungen erhalten. Ziel unserer Gründeroffensive sind nachhaltige Unternehmensgründungen, die sich gut entwickeln und Jobs schaffen."
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/neuer-venture-capital-fonds-baden-wuerttemberg