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Neues Ausbildungs- und Konferenzzentrum für Lebenswissenschaften

Bundesforschungsministerin Schavan eröffnete am 16. März 2010 das neue Konferenz- und Ausbildungszentrum für Lebenswissenschaften auf dem Campus des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg.


Alle Bilder © EMBL Photolab

„Mit diesem neuen Konferenzzentrum hat Heidelberg ein zentrales europäisches Podium erhalten, auf dem sich internationale Wissenschaftler aller Disziplinen und Generationen treffen, um Ideen und Know-how auszutauschen,“ sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. „Mit bis zu 6.000 Kurs- und Konferenzteilnehmern pro Jahr wird das EMBL Advanced Training Centre Europas erste Anlaufstelle für die internationale Forscherelite in den Lebenswissenschaften,“ betonte Iain Mattaj, Generaldirektor des EMBL.

Das EMBL Advanced Training Centre bietet mit dem Auditorium für 450 Zuhörer und den großzügigen Ausstellungsflächen für Posterpräsentationen einen einzigartigen Rahmen für wissenschaftliche Konferenzen und Veranstaltungen. Für die praktische Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses stehen hochmoderne Lernlabore und Computerräume zur Verfügung.

Finanziell unterstützt wurde der Bau vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 14 Millionen Euro, der Klaus Tschira Stiftung mit 10 Millionen Euro und vom Land Baden-Württemberg mit einer Million Euro, ergänzt durch den Beitrag der EMBL Mitgliedstaaten.

Die Architektur des Gebäudes ist in seiner Struktur der Doppelhelix nachempfunden, dem Träger der Erbinformation DNA. Die Gesamtfläche beträgt etwa 17.000 qm und bietet neben der Infrastruktur für Kurse und Konferenzen geeignete Räumlichkeiten für öffentliche Veranstaltungen, Lehrerfortbildungen und Besucher. Die Büroflächen werden von rund 80 Mitarbeitern aus den Bereichen der Administration und der Wissenschaftsverwaltung genutzt.

„Als Wissenschaftler lernt man nie aus,” sagte Klaus Tschira, dessen Stiftung die Naturwissenschaften, Informatik und Mathematik unterstützt. „Deshalb legt die Klaus Tschira Stiftung besonderen Wert auf Weiterbildung und Nachwuchsförderung. Die transparente Architektur bietet dafür nicht nur funktional beste Voraussetzungen, sondern schafft auch eine inspirierende Atmosphäre zum Lernen und Arbeiten, die für Wissenschaftler und Öffentlichkeit gleichermaßen einladend ist.” Klaus Tschira hat den ersten Entwurf des Gebäudes selbst gestaltet, das Darmstädter Architekturbüro Bernhardt + Partner entwickelte daraus das jetzt verwirklichte Konzept.

Wissenschaftlicher Austausch und kontinuierliche Weiterbildung sind fundamentale Kriterien für erfolgreiche Forschung in den Lebenswissenschaften. Daher gehören die Ausbildung von Wissenschaftlern neben der Grundlagenforschung, der Bereitstellung von Forschungsinfrastrukturen und Serviceleistungen für Wissenschaftler in den Mitgliedstaaten zu den Kernaufgaben des EMBL. Das EMBL Advanced Training Centre kann von der jahrelangen Erfahrung und den bereits bestehenden Strukturen des EMBL und seiner Schwesterorganisation EMBO (European Molecular Biology Organization) profitieren, sowie von der ausgezeichneten wissenschaftlichen Infrastruktur und den bestehenden universitären, institutionellen und industriellen Netzwerken der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Rahmen eines Partnerschaftsprogrammes unterstützen künftig auch Industrieunternehmen die Konferenzen und Veranstaltungen des EMBL.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/neues-ausbildungs-und-konferenzzentrum-fuer-lebenswissenschaften