zum Inhalt springen
Powered by

Norbert Feldhaus über seine Arbeit als Personalchef bei der Aesculap AG

Das Büro von Norbert Feldhaus strahlt Gediegenheit aus. Zeitlos moderne Möbel in gedeckten Farben, zwei Drucke von abstrakten Werken des Malers Joan Miró, ein runder Besprechungstisch, ein Stehpult neben dem ziemlich aufgeräumten Schreibtisch. Der vornehme Gesamteindruck des Raumes passt perfekt zum Unternehmen, für dessen Mitarbeiter Feldhaus die Verantwortung trägt. Die Tuttlinger Aescluap AG steht für Tradition, gepaart mit Innovation und wirtschaftlichen Erfolg, verbunden mit sozialem Bewusstsein.

Der Medizintechnik-Hersteller beschäftigt weltweit 9500 Mitarbeiter, davon 3000 am Stammsitz in Tuttlingen. Viel Verantwortung also für Norbert Feldhaus, den „Leiter Personal- und Sozialwesen“, wie sein Titel lautet. Seit 1997 hat er diese Funktion inne. Doch die Schwerpunkte der Arbeit haben sich immer wieder verändert. „Heute geht es mehr denn je darum, die demographischen Herausforderungen zu bewältigen“, sagt er. Unternehmen müssen nach seiner Meinung dafür sorgen, dass die Mitarbeiter Familie und Beruf vereinbaren können. Dass sie etwa zur Pflege eines Angehörigen die Arbeitszeit verringern können, oder dass ein gutes Angebot zur Kinderbetreuung existiert. Auch die Gesunderhaltung der Mitarbeiter wird hohen Stellenwert gewinnen, ist Feldhaus überzeugt. „Wir machen diese Dinge schon immer – aus sozialer Motivation. Das ist der Vorteil eines Familienunternehmens. Wir können in soziale Belange investieren, ohne uns am Kapitalmarkt rechtfertigen zu müssen.“

Diese Freiheit nutzt Aesculap weidlich aus. So gibt es zahlreiche Bildungspartnerschaften mit Hochschulen, Gymnasien, Grundschulen und sogar Kindergärten. Seit 2005 engagiert sich das Unternehmen in einem einzigartigen Modell zur Unterstützung von Jugendlichen mit besonderem Förderungsbedarf und vergibt jährlich an zehn junge Menschen einen Ausbildungsplatz mit dem Ziel der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis. Darüber hinaus bietet Aesculap eine entsprechende Anzahl von Praktika an, um Jugendliche in eine Ausbildung zu bringen. Das Modell sei Ausdruck sozialpolitischer Verantwortung für die Region, sagt Feldhaus. Genug Nachwuchs hätte das Unternehmen auch so. „Für die 76 Ausbildungsplätze, die wir im Jahr allein in Tuttlingen besetzten, haben wir 1200 Bewerbungen“, sagt der Personalchef. Um stets über bestens ausgebildeten Nachwuchs zu verfügen, investiert Aesculap jährlich 8 Millionen Euro in die Ausbildung.

Auch bei erfahrenen Facharbeitern und akademisch gebildeten Spezialisten für die Entwicklungsabteilung gilt Aesculap als attraktiver Arbeitgeber. Das große Interesse ist eine Folge des guten Rufes und der langen Tradition der Aesculap AG. Aber natürlich locken auch Sozialleistungen wie die Betriebsrente oder die in Kooperation mit der Stadt Tuttlingen angebotene ganztägige Kleinkinderbetreuung neue Mitarbeiter an. Daneben bietet das Unternehmen familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für junge Mütter oder Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen sowie ein umfangreiche Weiterbildungsprogramm.

Es ist naheliegend, dass ein Unternehmen aus dem Gesundheitssektor großen Wert auf die Gesunderhaltung seiner Arbeitskräfte liegt. Zum Beispiel bietet das Unternehmen einen umfangreichen, vierstündigen Gesundheitscheck an, der vom EKG bis zum Lungenfunktionstest reicht.

Über Norbert Feldhaus

Werdegang:
Norbert Feldhaus, 1959 in Vechta geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft. Nach Stationen als Personalreferent und Personalleiter kam er im März 1997 als Bereichsleiter Personal- und Sozialwesen zur Aesculap AG in Tuttlingen. Die Position reizte ihn, weil „ich mich mit den Produkten der Medizintechnik identifizieren kann“, sagt Feldhaus. Natürlich habe ihn auch der Süden und die Nähe des Bodensees gelockt, räumt Feldhaus ein.

Freizeit:
Der Personalchef ist begeisterter Läufer. Er legt jede Woche 20 bis 30 Kilometer zurück und nimmt seit vier Jahren an Halbmarathons teil. „Ich war schon immer sportlich und liebe das Laufen als Ausgleich für die Bürotätigkeit“, sagt Feldhaus. Im Urlaub zieht es ihn mit seiner Frau und dem neunjährigen Sohn in ferne Länder. „Mich reizt es, andere Kulturen zu erleben.“ Feldhaus interessiert sich für moderne Kunst: „Ich bin kein Kunstkenner, aber Kunstliebhaber.“ Künstler wie Picasso, Miró und Kandinsky haben es ihm besonders angetan.

Und sonst?
Feldhaus hatte als Norddeutscher anfänglich Probleme mit den ausgeprägten Dialekten vieler Aesculap-Mitarbeiter. Das hat sich bald gegeben. „Inzwischen rutsche ich schon manchmal selber ein bisschen in den Dialekt.“

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/norbert-feldhaus-ueber-seine-arbeit-als-personalchef-bei-der-aesculap-ag