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Nycomed-Preis 2008 an drei Naturwissenschaftler

Dr. Pitter Huesgen, Dr. Michael Strerath und Dr. Carl Kübler sind die diesjährigen mit dem Nycomed-Preis ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler der Universität Konstanz. Der Wissenschaftspreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Damit setzte das Unternehmen seine Ankündigung in die Tat um, den traditionsreichen Preis der von ihm übernommenen Altana Pharma AG weiterhin zu vergeben. Bereits zum 35. Mal konnten somit herausragende Dissertationen in den Fächern Biologie, Chemie und Physik geehrt werden. Der Wissenschaftspreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Sowohl Dr. Anders Ullmann, der Executive Vice President Forschung und Entwicklung von Nycomed, als auch Rektor Prof. Gerhart von Graevenitz beglückwünschten die Preisträger zu ihrer Leistung. In Richtung Nycomed fügte von Graevenitz hinzu: „Wir freuen uns, mit Nycomed einen Partner zu haben, der diese Forschungsleistungen zu schätzen weiß.“

Die Preisträger und ihre Arbeiten:

Pitter Huesgen (Fachbereich Biologie) untersuchte Deg- und GCP-Proteasen in photosynthestischen Organismen – sowohl in höheren Pflanzen als auch in Bakterien. Proteasen spielen eine wesentliche Rolle bei photosynthetischen Prozessen. Der Biologe, der bei Prof. Iwona Adamska promoviert hat, identifizierte dabei 16 Deg-Proteasen. Seine Arbeit hat wichtige, neue Erkenntnisse hinsichtlich der Funktion der untersuchten Proteasenfamilien erbracht und ist eine hervorragende Grundlage für vielfältige neue Fragestellungen.

Michael Strerath (Fachbereich Chemie) gelang es, den Mechanismus der Selektivität von DNA-Polymerasen genauer zu verstehen und darüber hinaus diese für diagnostische Zwecke nutzbar zu machen. Außerdem ahmte er den evolutionären Prozess nach und synthetisierte die Proteine im Reagenzglas. Ihm gelang es, die Selektivität der so entstandenen Proteine durch gezielte Mutationen zu erhöhen. Damit legte Michael Strerath, dessen Doktorarbeit von Prof. Andreas Marx betreut wurde, einen Grundstein für die Entwicklung stark verbesserter Verfahren für die Erbgut-Diagnostik.

Dr. Carl Küblers (Fachbereich Physik) Ergebnisse in seiner Dissertation sind für die weltweite Forschung signifikant. Im Vergleich zu normalen Metallen und Halbleitern ist die Komplexität des Elektronensystems in Materialien mit stark korrelierten Elektronen deutlich erhöht. Um die mikroskopischen Ursachen dieser Phänomene besser zu verstehen, experimentierte Kübler, der Prof. Alfred Leitenstorfer als Betreuer hatte, mit ultrakurzen Zeitskalen und entwickelte so die Technologie der Femtosekunden-Lichtimpulse weiter. Er arbeitete mit einzelnen Lichtschwingungen im infraroten Spektralbereich, deren Zeitdauer nur den hunderttausendsten Teil einer Milliardstel-Sekunde umfasst.

Quelle: uni'kon 32/08 (P)-07.11.2008
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/nycomed-preis-2008-an-drei-naturwissenschaftler