zum Inhalt springen
Powered by

Onkologieprojekt Apocept™ als eines der „Top 10 Projects to Watch“ ausgewählt

Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH gab am 06. November 2012 bekannt, dass seine Leitsubstanz Apocept (APG101) zur Behandlung von Glioblastoma Multiforme von Elsevier Business Intelligence und Windhover Conferences als eines der „Top 10 Projects to Watch“ in seine empfohlene Beobachtungsliste aufgenommen wurde. Diese Ankündigung erfolgte im Rahmen der Vorbereitung der „Therapeutic Area Partnerships“ Konferenz, die vom 28. bis 30. November in Boston stattfindet. Dr. Thomas Höger, Geschäftsführer der Apogenix, wird am 29. November einen Überblick über die Ergebnisse der von Apogenix durchgeführten, kontrollierten Phase-II-Studie mit Apocept als Zweitlinientherapie für die Behandlung von Patienten mit Glioblastoma Multiforme (GBM) geben.

„Wir freuen uns, dass unser am weitesten fortgeschrittener Wirkstoffkandidat Apocept als eines der Top-10-Projekte ausgewählt wurde, die von Windover zur Beobachtung empfohlen werden“, sagte Dr. Höger. „Apocept ist seit über zehn Jahren der erste Wirkstoff, der in einer randomisierten, kontrollierten klinischen Studie klare Vorteile hinsichtlich Lebensqualität, des progressionsfreien Überlebens sowie der Gesamtüberlebensdauer bei den behandelten GBM-Patienten gezeigt hat, einer Erkrankung mit hohem medizinischen Bedarf. Die besten Ergebnisse konnten in Patienten erzielt werden, die einen neu entdeckten Biomarker exprimierten. Der einzigartige Wirkmechanismus von Apocept birgt – weit über die Behandlung von GBM hinaus - therapeutisches Potenzial zur Behandlung einer Vielzahl von Tumorerkrankungen.

„Für den Top-10-Award wurden ausgewählte Unternehmen anhand von strengen
Beurteilungskriterien bewertet, und sie repräsentieren damit nach Meinung unseres
Experten-Komitees die attraktivsten Onkologieprojekte, die die Branche derzeit zu bieten hat“, erklärte David Cassak, Vice President, Content, Windhover Conferences, einer Tochtergesellschaft von Elsevier Business Intelligence. „Die Gewinner haben die strengen Kriterien – hoher medizinischer Bedarf, Marktpotenzial, Vielfalt an Indikationen, überzeugende wissenschaftliche Grundlagen, mehrstufige Möglichkeiten für Partnerschaften (Biotech und Pharma), Potenzial für neue Projekte über die ursprünglichen Indikationen hinaus sowie Stabilität des Unternehmens – erfüllt.“

Über Apogenix

Apogenix, eine Ausgründung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), entwickelt neuartige Proteinwirkstoffe für die Behandlung von Krebs- und Entzündungserkrankungen auf der Basis einer zielgerichteten Modulation der Apoptose (des programmierten Zelltods) oder der Blockade des Wachstums von Tumorzellen. Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat, Apocept (APG101), wird zur Behandlung von Glioblastoma Multiforme (GBM) entwickelt, der häufigsten und aggressivsten Form des Hirntumors. Im Jahr 2013 soll eine weitere Studie mit Apocept zur Behandlung des Myelodysplastischen Syndroms (MDS) beginnen. Seit der Gründung im Herbst 2005 hat das Unternehmen über 50 Mio. € eingeworben und erhielt darüber hinaus öffentliche Fördergelder in Höhe von über 8 Mio. €. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Heidelberg.

Über Apocept (APG101)

Mit dem am weitesten fortgeschrittenen Produktkandidaten Apocept (APG101), einem vollhumanen Fusionsprotein, das aus dem extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil von IgG besteht, wurde 2009 eine Phase-I-Studie erfolgreich abgeschlossen. Im Dezember 2009 begann Apogenix eine kontrollierte Phase-II-Studie mit Apocept zur Behandlung des Glioblastoma Multiforme, für die im September 2011 die Patientenrekrutierung abgeschlossen werden konnte. Der primäre klinische Endpunkt sowie eine Reihe sekundärer Endpunkte der Studie wurden im Jahr 2012 erreicht. Apogenix wurde für Apocept im Jahr 2009 der „Orphan Drug Status“ in den USA und Europa zur Behandlung des Glioblastoms gewährt.

Über Glioblastoma Multiforme (GBM)

Glioblastoma Multiforme ist der häufigste und aggressivste Hirntumor aus der Gruppe der Gliome. Die Tumorzellen zeichnen sich durch ihre hohe Resistenz gegenüber Strahlen- und Chemotherapie aus. Sie breiten sich so schnell aus und infiltrieren das benachbarte Gewebe so rasch, dass eine vollständige Entfernung des Tumors oft nicht möglich ist. Aufgrund der diffusen Infiltration in das Hirngewebe treten Rückfälle oft innerhalb weniger Monate nach der ersten Behandlung wieder auf. Ca. 28.000 neue maligne Gliom-Fälle werden jedes Jahr in den USA und der EU neu diagnostiziert (Quelle: US National Cancer Registry). Die derzeitige Standard-Therapie besteht aus Operation, gefolgt von Strahlen- und Chemotherapie. Die relative Überlebensrate für erwachsene GBM-Patienten beläuft sich auf weniger als 30 % innerhalb eines Jahres nach der Diagnose. Nur 3 % der Patienten leben länger als fünf Jahre nach Erstdiagnose (Quelle: Central Brain Tumour Registry of the United States). Dies verdeutlicht den hohen medizinischen Bedarf in dieser Indikation. Derzeit gibt es keine zugelassenen Behandlungsoptionen mit nachgewiesenen Wirksamkeitsdaten für die Zweitlinientherapie von GBM-Patienten auf Basis aktiv kontrollierter Studien.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/onkologieprojekt-apocept-als-eines-der-top-10-projects-to-watch-ausgewaehlt