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Preis für Ulmer AIDS-Forscher

Der mit 25.000 Euro dotierte Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis 2008 für innovative klinische Forschung ist in diesem Jahr an Jan Münch vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Ulm gegangen.

Ausgezeichnet wurde Münchs Entdeckung eines neuen Eiweißstoffes, der das HI-Virus hindert, in die T-Helfer-Zellen der menschlichen Immunabwehr einzudringen. Dadurch kann sich das Virus im Körper nicht mehr weiter vermehren und das Immunsystem schädigen.

Neue Klasse antiviraler Arzneien?

Preisträger Prof. Münch (li). (Foto: UK Ulm)
Den hemmenden Effekt des natürlich im Blut vorkommenden Eiweißes (ein Peptid) steigerten Münch und sein Team noch weiter, indem sie dessen Molekülstruktur biotechnologisch veränderten. Der so entstandene, neue HIV-Hemmstoff könnte möglicherweise eine neue Klasse antiviraler Medikamente im Kampf gegen AIDS begründen, schreibt die Pressestelle des Ulmer Uniklinikums. Das HIV-Medikament befindet sich zurzeit in der klinischen Phase. Der Preisträger hofft, dass die Neuentwicklung dazu beitragen kann, die Viruslast bei betroffenen Patienten zu senken.

Der 2008 im sechsten Jahr verliehene „Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis“ für innovative klinische Forschung trägt den Namen des langjährigen medizinischen Direktors von Abbott Deutschland. Der Preis richtet sich speziell an junge Wissenschaftler bis zum Alter von 38 Jahren, die eine klinisch bedeutsame, medizinische Innovation geschaffen haben.

Quelle: Uniklinikum Ulm - 26.09.08 (P, wp, 29.06.08)
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/preis-fuer-ulmer-aids-forscher