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ratiopharm steigert Umsatz und entlässt

Wechselbad der Gefühle: Die vor dem Verkauf stehende Ulmer ratiopharm Gruppe wartet mit guten und schlechten Nachrichten auf. Zuerst die gute: die ratiopharm Gruppe hat 2008 ihren weltweiten Umsatz im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gesteigert. Mit knapp 1,1 Mrd. Euro (+ 7,0 Prozent) betrug der Anteil des internationalen Geschäfts 57 Prozent am Gesamtumsatz. In Deutschland setzte die Gruppe 840 Mio. Euro (+ 3,0 Prozent) um.

Meistverwendete Arzneimittelmarke Deutschlands

Nach verlorenen Marktanteilen in den vorherigen Jahren in Deutschland habe ratiopharm 2008 den Trend gewendet. Im Verlauf des vergangenen Jahres habe der Ulmer Generikahersteller beim Umsatz von 18,7 Prozent im Januar auf 20,6 Prozent im Dezember zugelegt. Mit über 146 Mio. verkauften Packungen im Jahr 2008 sei ratiopharm weiterhin mit Abstand die meistverwendete und meistverordnete Arzneimittelmarke Deutschlands.

600 Stellen fallen weg, 200 in Deutschland

Kurze Zeit nach den guten Umsatzzahlen gab das Unternehmen den Abbau von 600 Arbeitsplätzen, davon 200 in Deutschland, im Rahmen eines im Oktober verkündeten Sparprogrammes bekannt. Betriebsbedingte Kündigungen lassen sich nach Worten der Geschäftsführung nicht vermeiden.

Mit den eingesparten 100 Mio. Euro will die ratiopharm Gruppe nach den Worten ihres Geschäftsführers Oliver Windholz die langfristige Wettbewerbsfähigkeit auf dem hart umkämpften Generikamarkt sicherstellen. Der Entschluss zur Kostensenkung ist nach Windholz’ Worten bereits im Sommer 2008 getroffen worden, „als die Notwendigkeit zu einem Verkauf nicht absehbar war.“

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