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Rieseninvestition in Zeiten der Krise

Eigentlich ist ja ein Spatenstich nichts Feierliches. Wenn aber in Zeiten der Krise ein Millionenprojekt seinen Anfang findet, dann wird aus einem profanen Akt eine bedeutende Angelegenheit. So Mitte letzter Woche, als Becton Dickinson (BD) den Startschuss für eine neue Zentrale für Deutschland, die Schweiz und Österreich gab. Standort: Heidelberg.

Kein Wunder, dass OB Eckart Würzner zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Lothar Binding (SPD) und Karl Lamers (CDU) die Entscheidung des amerikanischen Medizintechnologie-Unternehmens lebhaft begrüßte. "Dies ist eine klare Botschaft, dass die Metropolregion ein hervorragender Standort ist", sagte Würzner in seinem Grußwort.

Heidelberger Standort von Becton Dickinson © Becton Dickinson

Das Unternehmen Becton Dickinson, das seine Schwerpunkte im Bereich der Medizintechnik, Labordiagnostik und Biotechnologie hat, ist bereits mit Verwaltung und Produktion in der Tullastraße ansässig und beschäftigt dort rund 450 Mitarbeiter. Der Konzern investiert nun insgesamt weitere 23 Millionen Euro in den Aus- und Umbau des Standorts. Alleine 18 Millionen kostet das neue Gebäude. "Wir gratulieren Ihnen und sind dankbar dafür, dass Sie in Zeiten der Krise investieren", lobte Lothar Binding das Vorhaben im Namen der Bundesregierung. Das Unternehmen sei der Beweis dafür, dass es "in der Krise auch anders funktionieren kann", so Binding.

Das neue Verwaltungsgebäude soll an die bereits bestehenden Gebäude angegliedert und somit in die vorhandenen Strukturen integriert werden. Neben Büros sollen dort ein Kundenzentrum, neue Laboratorien, Trainings- und Seminarräume sowie eine Erweiterung der Betriebskantine untergebracht werden. Des Weiteren wird ein Technologie-Zentrum aus Basel nach Heidelberg verlegt. Insgesamt entsteht so eine nutzbare Fläche von 7.600 Quadratmetern.

Während der Neubau bereits im Sommer 2010 fertig sein soll, dauern die Umbaumaßnahmen der alten Gebäude bis ins Jahr 2011, ohne jedoch den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

"Dies ist ein ganz besonderer Tag für Becton Dickinson in Heidelberg", freute sich Geschäftsführer Matthias Borst. Die Stadt sei ein toller Standort für die Belegschaft und Gäste aus aller Welt, so Borst. Den Ausschlag für die Stärkung der Heidelberger Niederlassung habe neben der guten infrastrukturellen Anbindung vor allem der hohe Standard der Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt und Umgebung gegeben. Die Finanzkrise sei zwar auch an dem Medizintechnik-Unternehmen nicht spurlos vorbeigegangen, aber Borst zeigte sich zuversichtlich: "Wir stehen vor vielen Herausforderungen, werden aber dennoch den Blick nach vorne richten!" Und: "Das neue Gebäude wird alle Möglichkeiten bieten, um uns auf weiteres Wachstum vorzubereiten".

Zukunft dokumentiert auch die ökologisch verträgliche Bauweise des Neubaus. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen bei der Errichtung im Vordergrund. Dazu soll der sogenannte "Leed"-Standard – ein zertifiziertes System des amerikanischen "Green Building Council" – eingehalten werden. Neben einer nachhaltigen Standortwahl stehen dabei vor allem ein effizienter Umgang mit Wasser und Energie im Vordergrund.

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