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Schüler experimentieren in Biotech-Laboren

Das Biotechnologie-Forum Biberach setzt sich dafür ein, junge Menschen für die Welt der Molekularbiologie und Biotechnologie zu interessieren und in diesen Bereichen qualifizierten Nachwuchs auszubilden. Dem Forum gehören die Biberacher allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien an, die Fakultät Pharmazeutische Biotechnologie der Hochschule Biberach sowie die Firmen Boehringer Ingelheim, Rentschler Biotechnolgie und das Labor Dr. Merk und Partner.

Experimentieren stand im Vordergrund des dreitägigen Laborpraktikums, das Schülerinnen und Schüler verschiedener Biberacher Gymnasien im Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie der Hochschule Biberach absolvieren durften. Das Laborpraktikum gehört zu den Angeboten des Biotechnologie-Forums Biberach. © Hochschule Biberach

Zwölf Schülerinnen und Schüler hatten auf Einladung des Forums die nicht alltägliche Möglichkeit, auf akademischem Niveau in einem Biotechnologielabor zu experimentieren. Drei Tage lang forschten Biberacher Gymnasiasten, begleitet von Vorlesungen und betreut von Mitarbeitern und Professoren aus dem Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie. In Laboren des Instituts für Pharmazeutische Biotechnologie zählten sie tierische Zellen unter dem Mikroskop, transfizierten diese mit Plasmiden und analysierten die genetisch veränderten Zellen mit unterschiedlichen hochmodernen Methoden.

Die Schülerinnen und Schüler aus dem Pestalozzi-Gymnasium, dem Wieland-Gymnasium und der Matthias Erzberg-Schule Biberach seien „gut drauf“, bescheinigte der wissenschaftliche Mitarbeiter, Diplom-Biologe Tobias Döberlein. Transfektion adhärenter tierischer Zellen, Elektroporation von Suspensionszellen, Trypsinierung der adhärenten Zellen, Zellzählungen und Analysen absolvierten sie „überlegt und ruhig“.

Theorie in der Schule, Praxis in Biberacher Hochschule

Theoretisch haben sie die Methoden in der Schule schon kennen gelernt, erzählt Sylvia Watola; sie besucht das Biotechnologische Gymnasium der Matthias Erzberg-Schule. Auch die anderen Schüler haben einen Schwerpunkt im Bereich Biologie; Tamara Bauch (18) beispielsweise besucht den Biologie-Leistungskurs am Pestalozzi-Gymnasium Biberach. Den Besuch und das Experimentieren in den Laboren der Hochschule finden die Schülerinnen und Schüler dennoch spannend und überraschend. Bisher hatten sie keinen Kontakt zu Studenten oder Professoren – die Einblicke in die Möglichkeiten des Studiums sind da willkommen.

Kontakt, Gedankenaustausch, Kooperation und Hilfe

Auch für das Biotechnologie-Forum sind die Labortage für Schüler eine wichtige Erweiterung des Angebotsspektrums. Vor drei Jahren von Wolfram Carius (Boehringer Ingelheim), Jürgen Hannemann (Hochschule Biberach) und Hanno Wulz (ehemals Wieland-Gymnasium) ins Leben gerufen, widmet sich das Forum vor allem der Begegnung der im Bereich Biotechnologie Lehrenden aus Wirtschaft, Hochschule und Schule.

Die angebotenen Vorträge und Besuche in den beteiligten Institutionen sollen die Kontaktaufnahme, den gegenseitigen Gedankenaustausch und die Vereinbarung von Kooperationen und gegenseitiger Unterstützung erleichtern.
Was sie in Vorlesungen und Labor-Experimenten erfahren und entdeckt haben, dokumentierten die Schülerinnen und Schüler auf Plakaten, wissenschaftlich als Poster bezeichnet. Zum Abschluss des dreitägigen Schnupperstudiums präsentieren sie die Ergebnisse – und nehmen sie als Erinnerung mit an die jeweilige Schule.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/schueler-experimentieren-in-biotech-laboren