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Stärkung regionaler Cluster in Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg startet einen neuen Wettbewerb, um regionale Cluster zu fördern. Der Cluster-Wettbewerb soll laut Wirtschaftsminister Ernst Pfister Katalysator für eine noch intensivere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sein.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister (Foto: Wirtschaftsministerium)
Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft weiter zu erhöhen, hat das Wirtschaftsministerium heute einen themenoffenen Wettbewerb zur Stärkung regionaler Clusterinitiativen gestartet. „Vorrangiges Ziel des Wettbewerbs ist es, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sowie Wirtschaftsorganisationen und Wirtschaftsfördereinrichtungen auf regionaler Ebene weiter zu intensivieren, um so die Innovationskraft des Landes zu stärken“, so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Mit dem Wettbewerb wolle das Wirtschaftsministerium neue Clusterorganisationen auf regionaler Ebene initiieren und bereits bestehende Initiativen professionalisieren – insbesondere durch den Auf- und Ausbau von Cluster-Managementstrukturen.

Die zum Cluster-Wettbewerb eingereichten Projektvorschläge werden von einer unabhängigen Jury bewertet. Die prämierten Anträge können an einem Förderverfahren im Rahmen der EU-Strukturfondsförderung „Regionale Wettbewerbsfähigkeit“ teilnehmen. „Ziel ist es, die besten Projekte auszuwählen und zu fördern, um die begrenzten EU-Mittel mit einer möglichst hohen Wirkung einzusetzen“, so Ernst Pfister. Insgesamt stehen für den Wettbewerb EU-Mittel in Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen sind zwei Wettbewerbsrunden, wobei in der ersten Runde rund sechs Antragsinitiativen prämiert werden können. Antragsschluss für die erste Runde ist der 22. September 2008.

Die prämierten Projekte können bei einem Projektvolumen von insgesamt 600.000 Euro mit einer Förderung von insgesamt 300.000 Euro über einen Zeitraum von in der Regel drei Jahren aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rechnen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der EU-Mittel ist eine Eigenbeteiligung der an den Antragsinitiativen beteiligten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren unterstützenden Organisationen von voraussichtlich rund 35 Prozent der gesamten förderfähigen Kosten. Der noch verbleibende Differenzbetrag soll über Landesmittel finanziert werden, so dass sich insgesamt ein Fördersatz von rund 65 Prozent ergibt.

„Die Zusammenarbeit in Clusterinitiativen bestimmt zunehmend das Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum und die regionale Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist die Clusterförderung ein wichtiger Baustein der Wirtschafts- und Innovationspolitik des Landes Baden-Württemberg“, erklärte Ernst Pfister.

Angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtung der Märkte und eines anhaltend hohen Innovationstempos geht es darum, im Rahmen von strategischen Allianzen wissenschaftliche Erkenntnisse und neueste Forschungsergebnisse frühzeitig in neue Produkte und Prozesse umzusetzen.
„Der Wettbewerb soll Katalysator dafür sein, die in den Regionen des Landes vorhandenen großen Potenziale in Wirtschaft und Wissenschaft noch enger miteinander zu vernetzen und zu optimieren. Durch eine organisierte Zusammenarbeit regionaler Akteure – vor allem aus Wirtschaft und Wissenschaft– in Clustern kann die Innovationskraft des Landes nachhaltig gestärkt werden“, so der Minister.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg - 08.07.08
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/staerkung-regionaler-cluster-in-baden-wuerttemberg