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Startschuss für vier neue Zentren der Gesundheitsforschung

Die Entscheidung ist gefallen: 27 Standorte mit über 100 Hochschulen, Universitätsklinika und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bilden die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung in den Bereichen Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrankheiten und Krebs. Nach Empfehlungen international besetzter Gutachtergremien hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag über die Förderung dieser vier neuen Zentren entschieden.

Bundesministerin Dr. Annette Schavan. © Deutscher Bundestag

"In den einzelnen Zentren werden die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen interdisziplinär zusammenarbeiten. Das Ziel ist klar: Wir wollen neue medizinische Forschungsergebnisse schneller in die Krankenhäuser und Arztpraxen bringen, zum Wohl aller Patientinnen und Patienten", betonte Schavan. "Die Zentren sind das Herzstück des kürzlich verabschiedeten Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung."

Schavan würdigte die geplanten wissenschaftlichen Aktivitäten der Zentren als "wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Volkskrankheiten, der im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig und sichtbar sein wird". Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen unter anderem eine verbesserte Vorsorge und Diagnose sowie individualisierte Therapien und eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Experten bestätigen das hohe Potenzial der gemeinsamen Forschungsaktivitäten

Die wissenschaftlichen Gesamtkonzepte der ausgewählten Partnerstandorte wurden in den vergangenen Monaten durch international besetzte Expertengremien begutachtet, die wichtige Empfehlungen für die wissenschaftliche Arbeit und die Finanzierung der einzelnen Zentren gegeben haben. Zuvor wurden bereits die leistungsstärksten Standorte für die Zentren von den Gutachtern ausgewählt. "Die sehr engagierte Arbeit der Gutachtergremien hat ein wissenschaftlich faires und transparentes Auswahl- und Begutachtungsverfahren ermöglicht. Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank für ihre große Unterstützung", erklärte Schavan. Bewertet wurden unter anderem die langfristige Vision und das geplante Leitbild des jeweiligen Zentrums, die wissenschaftliche Exzellenz des Konzepts, der Innovationsgehalt der gemeinsamen Forschungsaktivitäten, die Integration von Grundlagen- und klinischer Forschung sowie die Management-Strukturen.

Die Expertinnen und Experten haben allen Zentren bestätigt, dass es gelungen sei, Konzepte zu erarbeiten, die das hohe Potenzial für gemeinsame Forschungsaktivitäten auf strategisch wichtigen Gebieten belegen. Die Gutachterinnen und Gutachter empfehlen, mit dem Aufbau aller vier neuen Zentren zu beginnen. Die begutachteten Gesamtkonzepte werden in den folgenden Monaten konkretisiert, um eine optimale Umsetzung des Leitgedankens der Zenten sicherzustellen. Sie werden in ihrem Aufbau- und Arbeitsprozess durch wissenschaftliche Gremien beraten und begleitet. Für die Errichtung und Etablierung der vier neuen Zentren stellt der Bund in den Jahren 2011 bis 2015 rund 300 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Deutschen Zentren für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und für Diabetesforschung (DZD) wurden bereits im Jahr 2009 gegründet.

Hier aufgelistet sind nur die teilnehmenden Partner aus Baden-Württemberg. Eine ausführliche Liste aller Partner finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Heidelberg:
Gemeinsamer Antrag der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Thorax-Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) Heidelberg.

Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)

Heidelberg/Mannheim:
Gemeinsamer Antrag des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) Heidelberg.

Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK)

Freiburg:
Gemeinsamer Antrag der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg.

Heidelberg:
Ggemeinsamer Antrag des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg.

Tübingen:
Gemeinsamer Antrag des Universitätsklinikums Tübingen und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)

Heidelberg:
Gemeinsamer Antrag des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.

Tübingen:
Gemeinsamer Antrag des Universitätsklinikums Tübingen und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sowie des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/startschuss-fuer-vier-neue-zentren-der-gesundheitsforschung