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Studiengänge Industrial Healthcare in Tuttlingen

Praxisorientierte und wirtschaftsnahe Studiengänge bereichern die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg. Der Ministerrat hat am 17. Dezember 2007 beschlossen, in Tuttlingen eine Außenstelle der Hochschule Furtwangen und in Backnang einen Vorlesungsstandort der Berufsakademie Stuttgart einzurichten.

„Die kommunalen und privaten Initiatoren in Backnang und Tuttlingen haben sich mit hohem fachlichen und wirtschaftlichen Engagement für die Einrichtung neuer Hochschul- und Vorlesungsstandorte eingesetzt. Sie haben deutlich gemacht, dass davon eine Bereicherung der Hochschullandschaft in Baden-Württemberg erwartet werden kann“, erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 18. Dezember 2007 in Stuttgart. „Dieses Engagement wird unterstrichen durch die Bereitschaft, alle standortbedingten Kosten aus eigener Kraft zu übernehmen. Das Land ist deshalb bereit, neue Standorte auf partnerschaftlicher Basis mit zu tragen.“ Der Wissenschaftsminister betonte, die regionale Wirtschaft habe sich sowohl bei der Finanzierung als auch der Feststellung des Bedarfs an neuen Studienangeboten stark engagiert.

Finanzielle Bedingungen für neue Hochschulstandorte geklärt

Die Hochschule Furtwangen (HFU) wolle zum Wintersemester 2008/2009 am Standort Tuttlingen für je 35 Studienanfänger die Studiengänge Industrial Healthcare (Entwicklung medizinischer Geräte und chirurgischer Werkzeuge), Sensors and Actors (Feingerätetechnik/Mechatronik) und Fertigungstechnik anbieten, sagte Frankenberg. „An den neuen Standorten sollen praxisorientierte und wirtschaftsnahe Studiengänge entstehen, die beste berufliche Perspektiven vermitteln und für die ein ausgewiesener Bedarf gerade in der Region besteht“, sagten Oettinger und Frankenberg.

Die traditionell gute Zusammenarbeit der HFU mit der Industrie soll zu einer institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie erweitert werden, bei der zum Beispiel Labore in der Industrie und an der Hochschule didaktisch vernetzt werden. Die Industrie wird verstärkt in die Lehre eingebunden sein, insbesondere sollen Studierende noch früher als bisher mit industriellen und fachspezifischen Fragestellungen vertraut werden. Unter Einbindung von Konzepten wie „Blended Learning“ und eines so genannten Industriementorings werden durch diesen Ansatz gerade für den in der Industrie dringend benötigten Bereich der Ingenieurwissenschaften attraktive Studienbedingungen geschaffen. Der neue Hochschulstandort Tuttlingen der HFU wird erst durch eine auch finanzielle Beteiligung der Tuttlinger Industrie möglich, die in den nächsten zehn Jahren mit jährlich 2,5 Mio. Euro einen erheblichen Teil der erforderlichen Kosten für den Hochschulstandort Tuttlingen übernehmen wird. Auch dies ist ein besonderes Merkmal des Reformansatzes Tuttlingen.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg, Hochschule Furtwangen - 18.12.07
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/studiengaenge-industrial-healthcare-in-tuttlingen