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Studium schnupperale an der Universität Hohenheim

Am 17. Januar 2008 veranstaltete die Universität das Studium schnupperale, an welchem Schüler der gymnasialen Oberstufe zu Vorlesungen an der Universität eingeladen waren. Die Themen "Globalisierung der Wirtschaft" und "Biotechnologie in unserem Alltag" lockten zahlreiche Schüler in den Hörsaal.

Welches Studium ist das richtige für mich? Wie kann ich mich bewerben? Diese Fragen stellen sich viele Schüler der gymnasialen Oberstufe kurz bevor sie mit dem Abschluss des Abiturs aus der Schule entlassen werden. Das Studienangebot und die dazugehörigen Spezialisierungen der Fächer sind vielfältig in Baden-Württemberg und so verliert man leicht den Überblick.

Globalisierung des Studiums

Luftbild der Universität Hohenheim (Foto: Universität Hohenheim)
Das Studium schnupperale gibt den Schülern neben den Tagen der offenen Tür und den Studieninformationstagen die Möglichkeit, sich in einer Vorlesung zu orientieren und den Dozenten Fragen zum Studium und deren Anforderungen zu stellen.

Beim diesjährigen Studium schnupperale der Universität Hohenheim gab Prof. Dr. Alexander Gerybadze mit dem Themen „Globalisierung in der Wirtschaft“, „Globalisierung der Universität“ und „Internationale Laufbahnen: Was heißt es zu studieren“ einen Einblick in das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Er wies die Schüler auf eine zunehmende Dynamik in den Studienfächern hin, auf welche die Schule nicht vorbereiten würde. Studienfächer wie Mechatronik, Economics und Biotechnologie seien fächerübergreifend und würden daher auf ein weites Interessengebiet setzen. Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums sei zudem unerlässlich.

Biotechnologie - eine nachhaltige Wissenschaft

Dass Biotechnologie ein interdisziplinäres Studienfach ist, zeigte Prof. Dr. Lutz Fischer in seiner Vorlesung "Wieviel Biotechnologie steckt in unserem Alltag?". An der Universität Hohenheim beschäftigt man sich im Studienfach Lebensmittel- und Biotechnologie besonders mit der Weißen Biotechnologie. Fischer gab dabei zahlreiche Beispiele, wie die Biotechnologie als anwendungsbezogene und nachhaltige Wissenschaft in unseren Alltag Einzug gehalten hat. Neben Anwendungen in der Pharmazie in Form von Antibiotika oder Entzündungshemmern, sind biotechnologisch hergestellte Proteasen auch in jedem Waschmittel zu finden. Sie lösen die eiweißhaltigen Verschmutzungen von der Textiloberfläche. Eine Neuerung in der Biotechnologie sind die funktionellen Lebensmittel. Dabei handelt es sich um Lebensmittel, die ernährungsphysiologisch einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.
Schüler beim Studium schnupperale (Foto: BIOPRO) © Pott/BIOPRO
Ein Beispiel dafür ist der Jogurt Evolus, ein Jogurtprodukt der finnischen Firma Valio, für das in Studien eine günstige Beeinflussung des Blutdrucks nachgewiesen werden konnte. Evolus wirkt über so genannte bioaktive Peptide. Dazu zählt das Tripeptid Isoleucin-Prolin-Prolin. Das Tripeptid hat eine hemmende Wirkung auf das Angiotensin-I-konvertierende Enzym, das durch Gefäßverengung den Blutdruck indirekt erhöht. Auch die Arbeitsgruppe von Lutz Fischer arbeitet in dem Bereich der funktionellen Peptide und hofft in Zukunft auf ein marktfähiges Produkt. „Das Wissen aus den Biowissenschaften zu nutzen und Bedarfsgegenstände herzustellen, hat mich während meines Studium motiviert“, so Lutz Fischer. Damit beschreibt er das stark anwendungsbezogene Studium der Biotechnologie an der Universität Hohenheim. „In der Biotechnologie versauert man nicht im Labor.“

Schnupperuni - gute Infos für Schüler

Mit seiner Vorlesung konnte Lutz Fischer zahlreiche Schüler begeistern. Im Anschluss an die Vorlesungen konnten die Schüler Fragen zum Thema Biotechnologie und dem Studium stellen sowie die Wissenschaftler des Instituts zu den vorgestellten Produkten befragen. „Die Schnuppervorlesung hat mich gut über das Fach Biotechnologie informiert und mein Interesse geweckt. Leider ist die Zahl der angenommen Studierenden sehr gering“, so eine Schülerin.

Zwischen den beiden Schnuppervorlesungen beantwortete die Leiterin der Zentralen Studienberatung der Universität Hohenheim, Irmgard Fischer die Fragen der Schüler zum Thema Studium an der Universität Hohenheim und führte diese in das Auswahlverfahren der Universität ein. Auf den Bereich Lebensmittel- und Biotechnologie kamen im Wintersemester 07/08 425 Bewerber, davon konnten 80 das Studium an der Universität Hohenheim antreten. Bewerbungsschluss für das Wintersemester 08/09 ist der 15. Juli 2008.

ap - 23.01.08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/studium-schnupperale-an-der-universitaet-hohenheim