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Tübinger Forscher gewinnt Innovationspreis 2012

Zum fünften Mal prämiert der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland die drei innovativsten patentierten Forschungsideen und Forschungsprojekte in der Biotechnologie mit exzellenten Marktchancen. Die Jury zeichnete in diesem Jahr herausragende Projekte aus den Forschungsbereichen Biomedizin und Biowissenschaften aus. Der Tübinger Forscher Prof. Dr. Ulrich Schraermeyer von der Tübinger Augenklinik gewann mit seinen Forschungsergebnissen zur Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen degenerative Krankheiten, wie zum Beispiel die altersbedingte Degeneration der Makula.

Die Makula ist ein kleiner Bereich im hinteren Teil des Auges, durch den man feine Einzelheiten klar erkennen kann. Degeneriert sie, nimmt der Patient das als Schleier oder Dunkelheit in der Mitte des Blickfelds wahr, so daß zum Beispiel Gesichter nicht mehr erkannt werden können.

Bei schwerem Verlauf führt die Makuladegeneration zur Erblindung. Neben Schraermeyer aus Tübingen wurden auch Forschungsprojekte aus Münster und Magdeburg ausgezeichnet, unter anderem eine in Münster patentierte Stammzellentechnologie, die es erlaubt, neuronale Zellen in großen Mengen zu erzeugen um so Krankheitsmodelle im Labor nachzubilden. Mit Hilfe dieser Modelle können deutlich schneller Arzneien für neurologische Erkrankung wie Parkinson entwickelt werden.

Gruppenbild von der Preisverleihung 2012 Von links: Dr. Klaus Eichenberg (BIORegio STERN), Antje Strom (KPMG), Dr. Martin Pfister (HTGF), Thomas Hermsdorfer (glyXera), Dr. Wilhelm Zörgiebel (biosaxony), Dr. Erdmann Rapp (glyXera), Frau Dr. Christina Schreiber (BIOSpektrum), Dr. Jared Lynn Sternerckert (MPI Münster), Hans-Jürgen Große (biosaxony), Dr. Katrin Ballesteros-Katemann (BioRegio STERN), Jürgen Fürstenberg-Brock (Deutsche Messe) © Hessen Agentur

Einen weiteren Innovationspreis erhält das Magdeburger Unternehmen glyXera für die Entwicklung eines Hochleistungs-Analyseverfahrens komplexer Zuckerstrukturen, das vor allem in der industriellen Medikamentenentwicklung, Medizin aber auch in der Lebensmittelindustrie angewendet werden kann. „In diesem Jahr wurden mehr Projekte aus ganz Deutschland eingereicht, denn je. Das zeigt auf beeindruckende Weise, dass der Biotechnologie die Zukunft gehört“ so Hans-Jürgen Große, Geschäftsführer des Biotech-Clusters Biosaxony und diesjähriger Organisator des Innovationspreises. „Die Arbeiten der drei Preisträger überzeugen durch die Chance, praxiswirksam eingesetzt werden zu können, und bedeuten wichtige neue Erkenntnisse für die moderne Medizin und Medikamentenentwicklung“, so Große weiter.

“Wir zeichnen bewusst solche Forschungsprojekte aus, die durch exzellente Grundlagenforschung oder mit innovativen Neuentdeckungen die Forschung in Deutschland maßgeblich weiterbringen“ betont Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegion STERN in Baden-Württemberg und Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen. „Unsere Preisträger haben die reale Chance, ihre Produktentwicklungen, die in besonderem Maße dem Kampf gegen und der Prävention von Krankheiten dienen, bis zur Marktreife zu entwickeln. Bei diesem Weg möchte der Arbeitskreis der BioRegionen unterstützen“.

Das Preisgeld von jeweils 2.000 Euro wird in diesem Jahr gestiftet von dem High-Tech Gründerfonds, BIOspektrum - das Magazin der Biowissenschaften und der KPMG AG. Die Deutsche Messe in Hannover stiftet jeweils die dazugehörige Preis-Skulptur. Zur Finanzierung des Aufwandes der Einwerbung, des Marketings und der Bewertung haben weitere Sponsoren großzügig unterstützt: WEITNAUER Rechtsanwälte / Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, Petersen Hardraht Rechtsanwälte, Kailuweit & Uhlemann Patentanwälte, Lippert, Stachow & Partner, die Eureos GmbH sowie der biosaxony e.V., von dem dies zugleich realisiert wurde.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/tuebinger-forscher-gewinnt-innovationspreis-2012