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Universitätsklinikum Tübingen eröffnet neue Strahlentherapie am Diakonie-Klinikum Stuttgart

Das Universitätsklinikum Tübingen hat in Zusammenarbeit mit dem Diakonie-Klinikum Stuttgart eine Strahlentherapie errichtet. Das Medizinische Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Humangenetik am Diakonie-Klinikum (MVZ) bietet patientenfreundlich und wohnortnah das komplette Spektrum der modernen Krebsbehandlung auf universitärem Niveau an.

Mit der schonenden Hochpräzisionsbestrahlung wurde bereits Mitte Oktober begonnen. Am 23. November 2012 wurde das zukunftsweisende Kooperationsprojekt im Stuttgarter Westen bei einer Feier offiziell eröffnet. Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 1. Dezember 2012, können sich Interessierte von 10 bis 13 Uhr ein Bild von der neuen Strahlentherapie und dem Leistungsspektrum machen. In der Krebsbehandlung ist die Bestrahlung eine der wichtigsten Therapieformen. "Die Strahlentherapie ist neben der Chirurgie und der Chemotherapie die dritte Säule der erfolgreichen Krebsbehandlung", erklärt die Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums des Universitätsklinikums Tübingen, Dr. med. Dr. rer. nat. Partizia Marini.

Die Bestrahlung wird alleine oder in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt. Sie kann auch vor einer Operation angewendet werden, um den Tumor danach schonender operieren zu können oder nach einer Operation, um Tumorreste abzutöten. "Bei 40 Prozent aller Krebsheilungen ist die Strahlentherapie heute mit beteiligt oder sogar die alleinige Behandlungsform. Bei der Bestrahlung eines Prostatakarzinoms beispielsweise sind die Heilungschancen heute so gut wie bei einer Operation", so Marini weiter. Profitieren werden von der Strahlentherapie die Krebspatienten des Prostatakarzinomzentrums oder der Abteilung für Hämatologie und Onkologie am Diakonie-Klinikum Stuttgart. Das Angebot steht darüber hinaus allen Patienten in der Region Stuttgart offen.

Wichtigstes Ziel der Strahlentherapie ist es, den Tumor gezielt zu beseitigen und das gesunde Gewebe möglichst wenig zu schädigen. Deshalb kommt im MVZ am Diakonie-Klinikum ein Linearbeschleuniger der neuesten Generation zum Einsatz. Das Gerät ist hochpräzise und kann genau auf den Tumor abgestimmte Strahlenfelder erzeugen. Unerwünschte Nebenwirkungen werden damit deutlich reduziert.

Die Experten in der Strahlentherapie am Diakonie-Klinikum Stuttgart bestrahlen bösartige Tumoren in Brust, Gehirn, Knochen, Lymphknoten, Lunge und Darm sowie Metastasen oder Prostatakarzinome. Die Therapie kann aber auch bei gutartigen Erkrankungen zur Schmerzlinderung bei Arthrose, Tennisellenbogen oder Fersensporn eingesetzt werden.

Das Team des Medizinischen Versorgungszentrums am Diakonie-Klinikum bietet neben der Bestrahlung auch eine humangenetische Beratung an. Besonders Menschen, die durch Tumorerkrankungen in der Familie "vorbelastet" sind und eine individuelle Risikoabschätzung wünschen, nutzen dieses Angebot. Die Beratung des MVZs reicht von familiären Tumorerkrankungen, kindlichen Entwicklungsstörungen, unerfülltem Kinderwunsch, neurologischen Erkrankungen bis zu seltenen Erkrankungen wie Chromosomen- oder Stoffwechselstörungen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/universitaetsklinikum-tuebingen-eroeffnet-neue-strahlentherapie-am-diakonie-klinikum-stuttgart