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Verbesserte Borreliose-Erkennung und Medikamentensicherheit bei 10. Wissenschaft trifft Wirtschaft

Auf Einladung des bodenseeweiten Netzwerks BioLAGO kamen beim Gesundheitsforum „10. Wissenschaft trifft Wirtschaft“ über 150 Fachleute in Konstanz zusammen. Vorgestellt wurden unter anderem neue Methoden zur Erkennung zeckenübertragener Infektionen sowie zur Medikamentensicherheit. In einer Podiumsdiskussion sprachen Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz mit Politikern über die Rolle und Zukunft der Gesundheitswirtschaft am Bodensee. Mitveranstalter waren die Universität Konstanz und die Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg.

Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker aus Deutschland und der Schweiz diskutierten die Rolle der Gesundheitswirtschaft am Bodensee. Gastreferent war Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg (rechts im Bild) © BioLAGO

Im Mittelpunkt des ersten Veranstaltungstags stand eine grenzübergreifende Podiumsdiskussion. Unter dem Titel „Gesundheitswirtschaft Bodensee – die unterschätzte Kernbranche?“ diskutierten Experten aus Forschung, Industrie und Politik zur Bedeutung und Herausforderungen der regionalen Branche. Dabei erklärte Gastredner Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg, dass das Bundesland mit rund 100.000 Beschäftigten in der Gesundheitsindustrie deutschlandweit in diesem Sektor führend sei. Auch am Bodensee sei dies ein starker Wirtschaftssektor, wie Edgar Sidamgrotzki, Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kanton Thurgau unterstrich. Daniel Fäh, Geschäftsführer der Swissatest Testmaterialien aus St. Gallen hob die Bedeutung eines regionalen Netzwerks wie BioLAGO für die grenzüberschreitende Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft hervor, die zur Entwicklung neuer Produkte und damit zum Wachstum der regionalen Branche beitrage. Andreas Marx, Professor an der Universität Konstanz betonte, dass gerade Unternehmensgründungen ein attraktives Umfeld brauchen.

Zeckenübertragene Infektion: Firmenkooperation ermöglicht zuverlässige Diagnose

Neben den Vorträgen gab es reichlich Gelegenheit zum Austausch zwischen den Experten und zum Kennenlernen aktueller Produktentwicklungen direkt vor Ort. © BioLAGO

Am zweiten Veranstaltungstag präsentierten an der Universität Konstanz Forscher und Unternehmen vom Bodensee in rund 20 Vorträgen Neuigkeiten aus den Feldern Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Diagnostik. So stellten die BioLAGO-Unternehmen Labor Dr. Blessing in Singen und AID Diagnostika aus Straßberg einen automatisierten Test zur Erkennung von Borreliose-Erregern vor, den sie gemeinsam entwickelt haben.

Gesundheitskontrolle per Smartphone

Ein Projekt zur mobilen Stressprävention stellte Prof. Dr. Ulrich Reimer von der Fachhochschule St. Gallen vor. Dabei analysiert das Smartphone anhand der Herzfrequenz eines Patienten dessen individuelles Stresslevel und warnt bei zu hoher Belastung. Professor Clemens Möller von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen berichtete über seine Arbeit an neuen Methoden, mit denen Herzrhythmusstörungen als Nebenwirkungen bei neuen Medikamenten schon frühzeitig während der Wirkstoffentwicklung ausgeschlossen werden können.

Weiter Informationen:
BioLAGO e.V. - life science network
Byk-Gulden-Str. 2 (Anfahrt / Zugang über Pforte Süd, Lilienthalstraße)
D-78467 Konstanz
Tel. +49 7531 284 27 22
Fax +49 7531 284 31 06
E-Mail: info(at)biolago.org

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/verbesserte-borreliose-erkennung-und-medikamentensicherheit-bei-10-wissenschaft-trifft-wirtschaft