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Verbundprojekte des Biotechnologie-Clusters Rhein-Neckar (BioRN) erfolgreich gestartet

Der erste gemeinsame öffentliche Auftritt der zahlreichen Akteure im BioRN-Spitzencluster unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Zur ersten BioRN Jahrestagung gab der Spitzencluster „Zellbasierte und molekulare Medizin“ den erfolgreichen Start seiner fünf vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekte bekannt. Während eines Strategie-Workshops stellten die beteiligten Unternehmen alle 36 Einzelprojekte vor und vermittelten ein Bild der vielfältigen Kooperationen aus Forschung und Industrie.

Mit einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema Personalisierte Medizin startete am 7. Juni die erste BioRN Jahrestagung des Spitzenclusters „Zellbasierte und molekulare Medizin“. Den Auftakt bildete die Richtzenhain-Preisverleihung durch den offiziellen Partner der Veranstaltung, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ): Prof. Dr. Otmar D. Wiestler übergab stellvertretend für den DKFZ-Vorstand den Preis an die deutschen Krebsforscher Prof. Dr. Christopher Heeschen und Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer. International renommierte Wissenschaftler stellten anschließend in Vorträgen ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor. Im zweiten Teil der Jahrestagung präsentierten die am BioRN-Spitzencluster beteiligten Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Vom BioRN Incubator über das BioRN Biomarker Center zum BioRN Stammzell-Netzwerk: Ziel aller unter diesen Verbundprojekten subsummierten Teilprojekte ist es, Innovationen aus der Biotechnologie zur industriellen Reife zu bringen, das heißt: innovative Arzneimittelkandidaten, diagnostische Testsysteme und Technologieplattformen so weit zu entwickeln und zu erproben, dass damit erstmals Geld verdient werden kann.

Referenten des Symposiums "Personalisierte Medizin". V.l.n.r.: Christian Tidona, Ronald D.G. McKay, Darell Bigner, Stephen Minger, Andreas Trumpp, Boris C. Bastian (nicht im Bild: Peter Lichter) © BioRN Cluster Management GmbH

Schwierig für die Branche: Dem enormen Bedarf an neuen Wirkstoffkandidaten steht ein großer Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten gegenüber. „Zur Lösung dieses Dilemmas trägt die Spitzencluster-Förderung der BioRegion Rhein-Neckar bei“, betont Dr. Thomas Höger, Geschäftsführer der Apogenix stellvertretend für den BioRN Incubator. Er hofft in der Zukunft auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den in der Region ansässigen Pharmaunternehmen, um die kostenintensive Entwicklung bis zur Vermarktung gemeinsam zu bewältigen. Auch aus Sicht der Industrie bergen Kooperationen innerhalb des Clusters ein hohes Potenzial für alle Beteiligten. „Die Voraussetzungen sind gerade mit den in der BioRegion Rhein-Neckar ansässigen Instituten wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, aber auch mit den verschiedenen Biotech-Unternehmen in der Region ungewöhnlich erfolgversprechend“, so Dr. Erhard Fernholz von der Firma Roche stellvertretend für das BioRN Biomarker Center. Neben Roche engagieren sich auch Merck Serono und Abbott als große Industriepartner im BioRN-Spitzencluster.

Als ein „Herzstück des Spitzenclusters“ bezeichnet Prof. Dr. Andreas Trumpp die Stammzellforschung im Verbundprojekt BioRN Stammzell-Netzwerk. Mit dem Gewinn des Spitzenclusters und der Gründung der HI-STEM gGmbH (Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine) spürt der international renommierte Forscher einen Schub für die Stammzellforschung und eine große Chance zur wirtschaftlichen Nutzung der Ergebnisse.

Weil zur wirtschaftlichen Verwertung innovativer Produkte insbesondere auch ein hochqualifiziertes Top-Management gehört, ist das Ziel des Verbundprojekts BioRN Academy, diese Fähigkeiten besonders begabten Life-Science-Wissenschaftlern aus ganz Europa zu vermitteln. „Wir wollen die Weiterbildungslandschaft der Rhein-Neckar-Region ausbauen und damit die Anziehungskraft der Region für Spezialisten der Life Sciences erhöhen“ erläutert Prof. Dr. Gerald Graf von der Graduate-School-Rhein-Neckar stellvertretend für die BioRN Academy.

Fünftes Verbundprojekt ist das BioRN Cluster Management. Seine Aufgabe ist die Koordination, Vermarktung und Vernetzung des BioRN-Spitzenclusters. Wie wichtig gerade die Vernetzung für die wirtschaftliche Entwicklung eines Clusters ist, weiß Clustermanager Dr. Christian Tidona: „Durch das engagierte Zusammenwirken aller wesentlichen Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfährt unsere BioRegion Rhein-Neckar aktuell einen enormen Schub nach vorne. Und genau das brauchen wir auch, um unser ambitioniertes Ziel zu erreichen: die Spitzenposition in der medizinischen Biotechnologie in Europa.“

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/verbundprojekte-des-biotechnologie-clusters-rhein-neckar-biorn-erfolgreich-gestartet