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Videoportal zur Exzellenzinitiative

Spitzenforschung in Deutschland multimedial erlebbar machen - das ist das Anliegen des neuen Internet-Videoportals zur Exzellenzinitiative, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Montag, dem 19. Januar 2009, startet. Unter www.exzellenz-initiative.de und www.excellence-initiative.com werden darin die in der Exzellenzinitiative geförderten Einrichtungen an den deutschen Hochschulen mit jeweils einem Kurzfilm, aktuellen Dokumenten und Hintergrundinformationen präsentiert.

Das in Deutsch und Englisch eingerichtete Portal richtet sich an die breite Öffentlichkeit im In- und Ausland und ist das bislang größte Projekt zur öffentlichen Darstellung der Exzellenzinitiative, mit der Politik und Wissenschaft gemeinsam herausragende Forschungsprojekte und -einrichtungen fördern.

Visuelles und inhaltliches Herzstück des Portals sind Kurzfilme zu allen 85 Einrichtungen, die in den drei Bereichen der Exzellenzinitiative ausgewählt und bis 2012 mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro gefördert werden. Jede der 39 Graduiertenschulen, jedes der 37 Exzellenzcluster und jedes der neun Zukunftskonzepte wird in einem vier- bis fünfminütigen Film porträtiert. Die Filme wurden im Auftrag der DFG von der Filmemacherin Lydia Goll produziert, die sich in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Wissenschaftsfilmen einen Namen gemacht hat und an der Hochschule Darmstadt als Professorin für Film- und Fernsehproduktion tätig gewesen ist.

Videos geben anschaulich Einblick in die Forschung

Zum Projektstart sind zunächst 18 Filme auf dem Portal zu sehen, die Porträts von 17 Einrichtungen sowie ein Hintergrundfilm zur Exzellenzinitiative. In den kommenden Monaten wird jeden Montag ein Film zu einer weiteren Einrichtung in das Portal eingestellt.

Ergänzt werden die Filme durch aktuelle Dokumente der Exzellenzeinrichtungen: Informationen über erste Ergebnisse der Forschungsarbeiten, Hinweise auf Veröffentlichungen, Ankündigungen von Veranstaltungen oder etwa die Ausschreibungen offener Stellen machen die Arbeit der Spitzenforschungseinrichtungen in all ihren Facetten sichtbar. Die Einrichtungen selbst sind mit dem Portal verlinkt und von dort direkt mit ihrem eigenen Informationsangebot erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung der DFG vom 19.1.2009

Welche Universitäten im Ländle sind "exzellent"?

Was macht ihre Besonderheit aus? Im Folgenden werden die Graduiertenschulen, Excellenzcluster und Zukunftskonzepte baden-württembergischer Universitäten mit Bezug zu den Lebenswissenschaften vorgestellt.

Freiburg

Freiburg © Rebecca Davies, Creative Commons-Lizenz

Die Forschungsschwerpunkte der "Speman Graduate School of Biology and Medicine" sind Proteinstruktur und -funktion, Entwicklungsbiologie, Neurowissenschaften, Immunologie und Virologie, Molekulare Medizin und Molekulare Pflanzenforschung. Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen "Research Training Groups", der "International Max Planck Research School", "Collaborative Research Centres" und dem "Bernstein Centre for Computational Neuroscience".

Am "Centre for Biological Signalling Studies" (bioss) sind eine Vielzahl internationaler Hochschulen beteiligt. Biologen und Ingenieurwissenschaftler erforschen hier in enger Zusammenarbeit die komplexen Vorgänge der biologischen Signalverarbeitung.

Das Zukunftskonzept der Universität Freiburg „Windows for Research“ verfolgt drei vorrangige Ziele: „Forschungsfreiräume“ für Wissenschaftler und wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen, interdisziplinäre Kommunikation fördern und eine stärkere Internationalisierung der Universität.

Standort Heidelberg

Universität Heidelberg Neuenheimer Feld. © Uniklinikum Heidelberg
Unter dem Motto "Cellular Networks" will das Heidelberger Cluster zeigen, wie Netzwerke funktionieren und deren Veränderungen mathematisch modellieren. Dazu arbeiten Forscher aus Biologie, Medizin, Chemie, Physik und Mathematik fächerübergreifend zusammen.

Die "Hartmut-Berling Internationel Graduate Scholl of Molecular and Cellular Biology" will Nachwuchswissenschaftler auf Führungspositionen in Industrie und Wissenschaft vorbereiten. Forschungsschwerpunkte sind Zellzykluskontrolle, Molekularbiologie der Zelle, Biologie krankheitserregender Organismen und molekulare Biotechnologie. Die fakultätsübergreifende Forschung bezieht Biowissenschaftler, Mediziner, Chemiker und Mathematiker ein.

Wissenschaftliches Rechnen, Modellierungen und Simulationen sind Schwerpunkt der "Heidelberg Graduate School of Mathematical and Computational Methods for Science". Die Forschungsergebnisse tragen dazu bei, komplexe Vorgänge, zum Beispiel im menschlichen Körper, besser zu verstehen.

Das Zukunftskonzept "Zukunft einer Volluniversität" stellt interdisziplinäre (Marsilius-Kolleg) und interfakultäre Zusammenarbeit - zum Beispiel mit dem Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) - in den Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachwuchsförderung.

Karlsruhe

Audimax Universität Karlsruhe © Universität Karlsruhe

Die Wissenschaftler des Exzellenzclusters "Funktionelle Nanostrukturen" erforschen die Möglichkeit, Zellen mit Nanopartikel zu analysieren und zu beeinflussen.

Fragestellungen der biomedizinischen Photonik und weiteres werden von den Doktoranden der "Karlsruhe School of Optics and Photonics" untersucht, denen zusätzlich zu ihrer naturwissenschaftlichen Ausbildung auch Managementkenntnisse vermittelt werden.

Das Zukunftskonzept des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beinhaltet die Umsetzung sowohl der Aufgaben einer Universität, also Forschung und Lehre, als auch die Mission einer Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft mit programmatischer Vorsorgeforschung. Die Bündelung der Kompetenzen bringt Vorteile für alle Aufgabenbereiche.

Konstanz

Die Universität Konstanz © Universität Konstanz, Fotograf: Ralf Metzger

In der Konstanzer "Research School Chemical Biology" arbeiten Wissenschaftler aus den Fachbereichen Chemie, Biologie, Informatik und Informationswissenschaften zusammen, um das Netzwerk komplexer Wechselwirkungen zwischen Proteinen und anderen Molekülen zu erforschen. Besonderer Schwerpunkt liegt darauf, den Promovierenden Kompetenzen im Verstehen und experimentellen Erarbeiten komplexer Prozesse auf molekularer Ebene zu vermitteln.

"Fit für eine Kultur der Kreativität" - mit diesem Zukunftskonzept setzt die Universität Konstanz auf die gezielte Förderung von jungen Spitzenforschern. Wichtiger Bestandteil ist das interdisziplinär und generationenübergreifend angelegte Zukunftskolleg.

Stuttgart

Die Forscher des Exzellenzclusters "Simulation Technologie" arbeiten an neuen, leistungsfähigeren Visualisierungs- und Simulationssystemen. Die Einsatzmöglichkeiten solcher Systeme könnten in Zukunft von der virtualisierten Entwicklung von Prototypen bis zu einem komplexen Modell des menschlichen Körpers reichen.

Tübingen und Stuttgart

Im Mittelpunkt des Exzellenzclusters "Interdisciplinary Centre for Integrativee Neurosciences" (CIN) steht die Frage, wie Neuronen interagieren und so die komplexen Funktionen des Gehirns ermöglichen. Dazu arbeiten Forscher aus verschiedenen Gebieten, darunter Neurologen, Informatiker, aber auch Philosophen zusammen, um unter anderem grundlegende Denkvorgänge zu verstehen, aber auch um Bildgebungstechnologien zu verbessern oder Neuroprothesen zu entwickeln.

Ulm

Die "International Graduate School in Molecular Medicine" Ulm bildet hoch qualifizierte Nachwuchskräfte aus, die an der Schnittstelle von Medizin und Molekularbiologie forschen. Schwerpunkte der Forschung sind die Ursachen von Erkrankungen auf molekularer Ebene.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/videoportal-zur-exzellenzinitiative