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Von Staus, Leuchtkäfern und Flugsauriern

Das 4. Schülersymposium der Initiative Jugend und Wissenschaft am 6. Mai 2008 bot wie bereits in den Jahren zuvor Schülern und Schülerinnen aus Nordbaden eine hervorragende Plattform zur Präsentation ihrer Projekte aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich und zum Ideenaustausch.

Finn Jensen, mit 9 Jahren der jüngste Teilnehmer des Symposiums (Foto: Göttert/BIOPRO)
Eingebettet waren die Präsentationen in ein Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und eigenen Vorträgen der Schüler und Schülerinnen über ihre jeweiligen Projekte. Nach dem letztjährigen Schwerpunktthema Klimaforschung waren dieses Jahr die Neurowissenschaften die Grundlage für die Fachvorträge der Wissenschaftler. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal hörten sich Schüler und Schülerinnen ab der Klassenstufe 7 und ihre Lehrer Vorträge auf Universitätsniveau zum Thema „Wie lernt unser Gehirn?“, „Einblicke in die moderne Forschung an Demenzerkrankungen“ und „Wie aus Denken Bewegung wird“ an.
In den Schülervorträgen ging es um solch unterschiedliche Themen wie Einblicke in die aktuelle Stauforschung, Fraktale im Blut oder Biogas-Methan aus Mist.

Zwei Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend forscht mit dabei

Celia Viermann berichtete in ihrem Vortrag über die Wirkung von Epilepsie-Medikamenten auf die Apoptose von Nervenzellen. Eine Projektarbeit, die ihr als Landessiegerin beim Jugend-forscht-Wettbewerb auf Bundesebene einen 2. Platz im Fachbereich Biologie bescherte. Ein weiterer Jugend-forscht-Preisträger, der 15-jährige Christopher Berger vom Peter Petersen Gymnasium in Mannheim präsentierte seine Arbeiten zur Auswertung von Antibiogrammen mit Hilfe der Bildverarbeitung. Die Idee hierzu kam ihm, nachdem sein Bruder bereits zuvor bei Jugend forscht über die Hemmwirkung von natürlichen Substanzen auf verschiedene Bakterien und Pilze experimentiert hatte. In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Mannheim entwickelte er ein Verfahren, mit dem es schnell möglich ist, die Hemmhofgröße von Antibiogrammen zu bestimmen. Neben einem 5. Platz beim Bundeswettbewerb Jugend forscht in der Kategorie Mathematik/Informatik trug ihm dies auch einen Preis beim Regionalwettbewerb des Mofinex Technologiezentrums Mannheim ein.

Von Flugsauriern und Leuchtkäfern

Leuchtkäfermodell des St. Dominikus Gymnasiums in Karlsruhe (Foto: Göttert/BIOPRO)
Fünf Schülerinnen, die am Hector Seminar teilnehmen, einer Einrichtung zur Förderung besonders begabter Schüler in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik stellten ein von ihnen entwickeltes Flugmodell eines Flugsauriers vor. Die Rekonstruktion von Rhamphorhynchus erarbeiteten sich die fünf Schülerinnen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe in zwei Wochenstunden über einen Zeitraum von rund vier Monaten. Maximiliane Streckfuß, Mareike Janko und Riccarda Steiert der 9. Klasse des St. Dominikus Gymnasiums in Karlsruhe führten begeistert ihre Modelle aus Legobausteinen vor, die sie im NWT-Unterricht konstruiert hatten. Aufgabe war es, Steuerung und Regelung in biologischen und technischen Systemen aufzuzeigen. So wurde beispielsweise ein Leuchtkäfermodell gebaut, das nach Aktivieren eines Lichtsensors zu laufen anfängt. „Es hat viel mehr Spaß gemacht als der reine Fachunterricht, da man auch praktisch was gemacht hat,“ so Mareike Janko zum neuen Fach NWT.

ug – 11.06.08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/von-staus-leuchtkaefern-und-flugsauriern