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Wirtschaft in Kürze aus der BioRegionUlm

Mit Erfolgsmeldungen warteten drei Unternehmen der BioRegionUlm in jüngster Vergangenheit auf. Boehringer Ingelheim verkündete die uneingeschränkte Zulassung für ein AIDS-Präparat, ratiopharm meldete den Abschluss von Rabattverträgen mit zehn AOKs und die Hartmann Gruppe berichtete von der vollständigen Übernahme der Kneipp-Werke.

Jetzt uneingeschränkte Zulassung

Uneingeschränkte Zulassung von der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA hat Boehringer Ingelheim für seinen HIV-Proteasehemmer Aptivus® (Tipranavir) erhalten. Das Präparat wird bei AIDS-Patienten (HIV 1) eingesetzt, die eine Resistenz gegenüber andere Proteasehemmern in der bestehenden Indikation entwickelt haben.

Grundlage für die ausgeweitete Zulassung waren Daten von zwei Studien mit 1.400 Teilnehmern. Das AIDS-Präparat war von der EMEA bereits 2005 unter „außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen worden. Im selben Jahr hatte es die beschleunigte US-Zulassung erhalten, am 4. Oktober 2007 die traditionelle Zulassung der FDA. Für weitere namentlich nicht genannte Länder erwartet das Unternehmen die Marktzulassung in „naher Zukunft“.

Kneipp jetzt 100-prozentige Hartmann-Tocher

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Mit Wirkung zum 1. April 2008 hat die in Heidenheim ansässige Hartmann Gruppe 20 Prozent der Anteile an Kneipp von Susanne Boecker übernommen. Damit wird Kneipp zur 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Anbieters von Medizin- und Pflegeprodukten.

Hartmann hielt bereits seit 2001 80 Prozent an den Kneipp-Werken, die damals einen strategischen Investor suchten. Das international tätige Würzburger Traditionsunternehmen, das sich den naturheilkundlichen Prinzipien des Namensgebers Sebastian Kneipp verbunden fühlt, stellt Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie Körperpflege- und Badeprodukte her. Die Marke Kneipp wurde in den vergangenen Jahren verjüngt und mit einer neuen Sortimentsstruktur attraktiv gemacht.

ratiopharm schließt mit zehn AOKs Rabattverträge

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Der Ulmer Generikahersteller ratiopharm hat mit zehn Landes-AOKs Rabattverträge über ein Sortiment von rund 1.450 Arzneimitteln
aus nahezu allen Indikationsgebieten abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, sind die Vertragspartner die Allgemeinen Ortskrankenkassen aus Baden-Württemberg, Bayern,
Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz,
Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen/Thüringen und Westfalen-
Lippe.
Die Verträge haben Auswirkungen auf fast 20 Millionen Versicherte. Nach Unternehmensangaben sind 950 der rabattierten Arzneimittel zuzahlungsfrei. Die Verträge treten ab sofort in Kraft. Die im Januar geschlossenen Verträge zwischen ratiopharm und bundesweit allen AOKs haben ebenfalls weiterhin Gültigkeit. 

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/wirtschaft-in-kuerze-aus-der-bioregionulm