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Wirtschaftsmeldungen aus der BioRegionUlm

Die Heidenheimer Hartmann Gruppe schreibt schwarze Zahlen und erhöht den Umsatz, die Ulmer Ratiopharm ist Umsatzmeister auf dem heimischen Markt und das Ravensburger Unternehmen Vetter entwickelt mit einem US-Partner eine Spritze für Biotech-Arzneimittel.

Hartmann trotzt der Krise

Die Heidenheimer Hartmann Gruppe wartet in der Wirtschaftskrise mit positiven Quartalszahlen auf. Im ersten Jahresviertel stieg der Umsatz um 12,5 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Erstmals positiv zu Buche schlugen die Ende letzten Jahres dazu gekauften Firmen Bode Chemie und Whitestone. Der Gewinn aus dem Kerngeschäft kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,3 Prozent auf 14,9 Mio. Euro.

Die weltweiten Umsätze der Hartmann Gruppe beliefen sich im ersten Quartal 2009 auf 376,8 Mio. Euro, 12,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Umsatztreiber waren die drei medizinischen Kernsegmente (Infektions-, Wund- und Inkontinenzmanagement) mit einem Umsatzplus von 14,9 Prozent. Die drei Geschäftsfelder tragen gut 84 Prozent des Gesamtumsatzes.

Trotz eingebrochener Weltkonjunktur will die Hartmann Gruppe in ihrem medizinischen Kerngeschäft weiter wachsen. Bei den weiteren Konzernaktivitäten geht das Unternehmen von einem moderaten Umsatzplus aus.

Quelle: Hartmann AG, 06.05.09 (wp)

Ratiopharm Nummer 1 im deutschen OTC-Markt

Der Ulmer Generika-Hersteller Ratiopharm ist erstmals das umsatzstärkste Unternehmen im deutschen Markt für apothekenpflichtige Arzneimittel (OTC). Das zum Verkauf stehende Pharma-Unternehmen beruft sich auf aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstituts IMS Health für April 2009.

Während die Umsätze im gesamten OTC-Markt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,6 Prozent zurückgingen, steigerte Ratiopharm gegen den Trend den Umsatz im April um 3,3 Prozent auf über 13 Mio. Euro. Damit überflügelt ratiopharm auch die Markenartikler nach Umsatz und Absatz und ist erstmals in der Unternehmensgeschichte Marktführer für OTC-Produkte, teilt das Ulmer Unternehmen mit.

Quelle: ratiopharm, 03.06.09 (wp)

Sichere Spritze für gefriergetrocknete Biotech-Präparate

West Pharmaceutical Services (Lionville, USA) und Vetter Pharma Fertigung aus Ravensburg haben zusammen eine vorgefüllte Fertigspritze mit Wasser zur Injektion entwickelt. Wie die beiden Pharma-Dienstleister mitteilen, kommt diese spezielle Spritze vor allem für hochwertige Biopharamazeutika in Frage und macht die hochsensiblen Substanzen sicherer und stabiler.

Der Markt für gefriergetrocknete Arzneimittelwirkstoffe wächst und benötigt entsprechende Geräte zur Medikamentengabe. Nach Ansicht des im US-Bundesstaat Pennsylvania ansässigen Pharmadienstleisters West behalten gefriergetrocknete Arzneimittel ihre Wirksamkeit über lange Zeit und verlängern ihre Haltbarkeit, wodurch sie länger gelagert werden können.

Gefriergetrocknete Wirkstoffe brauchen vor der Injektion einen zusätzlichen Vorbereitungsschritt, wenn die trockene Wirksubstanz mit einer Flüssigkeit gemischt wird. Mit der vorgefüllten Fertigspritze sollen unerwünschte Wechselwirkungen zwischen gefriergetrockneten Wirkstoffbestandteilen und den Verdünnungsmitteln ausgeschlossen werden.

Die neue Spritze wird in Langenargen am Bodensee, einem der Produktionsstandorte Vetters, gefertigt, befüllt und sterilisiert und von dort zu den Pharma- und Biotech-Kunden auf der ganzen Welt verschickt werden.

Quelle: Vetter Pharma Fertigung, 08.05.09/ Graham Reynolds: The Market Need für Reconstitution Systems, in: pharmaceutical processing 11/2006. (wp)

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/wirtschaftsmeldungen-aus-der-bioregionulm