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Wirtschaftsministerium bewilligt dem NMI rund 1,8 Millionen Euro

Für eine neue Geräteausstattung und Labortechnik hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) in Reutlingen Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes (Konjunkturpaket II) in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro bewilligt.

Die Mittel stammen zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land. „Mit diesen Mitteln ist das NMI in der Lage, den Ausbau des strategisch bedeutsamen Zukunftsbereiches der Biologisierung in der Medizintechnik voranzutreiben“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister.

Das NMI habe in den vergangenen Jahren eine äußerst erfreuliche Entwicklung genommen und sei heute eines der renommiertesten Forschungsinstitute im Life-Science-Bereich in Deutschland. „Im Rahmen der anstehenden räumlichen Erweiterung kann das NMI seine apparative Ausstattung in der Biomedizintechnikforschung zielgerichtet verbessern“, so der Minister.

Das NMI in Reutlingen betreibt wirtschaftsnahe Auftragsforschung und Entwicklung. © NMI

Das NMI betreibt angewandte Forschung an der Schnittstelle zwischen Bio- und Materialwissenschaften und konzentriert sich dabei auf die Entwicklung marktfähiger Produkte und Verfahren in den Bereichen Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie.

Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung von Protein-Biochips, minimalinvasiven Instrumenten für die Chirurgie sowie von Biomaterialien für den Organ- und Knochenersatz.

„Mit seinem Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das NMI ein unverzichtbarer Partner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund des hohen Kostendrucks keine eigenen Forschungskapazitäten vorhalten können, aber dennoch ständig neuen Anforderungen gerecht werden müssen", begründete Ernst Pfister die Förderzusage.

Die hohe Nachfrage der Industrie nach den Forschungsdienstleistungen des NMI wird durch den außergewöhnlich hohen Anteil der Industrieeinnahmen an den Gesamteinnahmen des Instituts in Höhe von rund 40 Prozent eindrucksvoll dokumentiert. Das NMI unterstützt mit seinen Innovationen aber nicht nur Unternehmen beim Erhalt von Arbeitsplätzen, es fungiert auch als Keimzelle für neue High-Tech-Arbeitsplätze. So sind allein aus und zusammen mit dem NMI neun neue Unternehmen gegründet worden, die sich in der Nachbarschaft (Technologiepark) niedergelassen haben. Hieraus sind bereits mehr als 130 Arbeitsplätze entstanden.

Damit das NMI seine Aufgabe des schnellen und effektiven Technologietransfers auch in Zukunft erfolgreich erfüllen kann, muss es Vorlauf- und Eigenforschung betreiben, also für die Wirtschaft relevante Technologietrends rechtzeitig erkennen, neue Technologiefelder erschließen und zum Transfer aufbereiten. Nur so kann sich das Institut neues transferierbares Know-how verschaffen.

„Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei. Die Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen sicherzustellen, ist eine wesentlich Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg", so der Minister.

 

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/wirtschaftsministerium-bewilligt-dem-nmi-rund-1-8-millionen-euro