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Wissenschaftspreis „Klinische Virologie“ für Marcus Panning

Dr. Marcus Panning, Wissenschaftler der Abteilung Virologie am Universitätsklinikum Freiburg, erhielt den diesjährigen Wissenschaftspreis „Klinische Virologie 2010“ der Deutschen Gesellschaft für Virologie und der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten. Er wird damit für seine grundlegenden Arbeiten in der Entwicklung neuer molekular-diagnostischer Methoden zum Nachweis von neu auftretenden Viren ausgezeichnet.

Dr. Marcus Panning © privat

Insbesondere seine Verdienste um die Etablierung eines diagnostischen Testverfahrens zur Erkennung des pandemischen Influenzavirus A (H1N1) 2009 wurden von der Jury betont. Mithilfe des sogenannten RT-PCR-Verfahrens kann der Nachweis einer Infektion mit dem als „Schweinegrippevirus“ bekannten Influenzavirus sicher erbracht werden. Diese Sicherheit im Nachweis der Viren ermöglicht eine Einschätzung der epidemiologischen Situation und erleichtert Therapieentscheidungen.

Darüber hinaus würdigte die Jury die maßgebliche Beteiligung von Marcus Panning an der ersten Beschreibung des Chikungunya-Virus, das Fieber und Gelenkbeschwerden verursacht, in Italien. Dort war das Virus 2007 erstmals in Europa ausgebrochen.

Der Wissenschaftspreis „Klinische Virologie 2010“ wurde Ende September im Bremer Ratskeller verliehen. Er ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler vergeben, die sich das Preisgeld teilen. Mit dem Wissenschaftspreis „Klinische Virologie“ werden hervorragende wissenschaftliche Leistungen prämiert, die wesentliche neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der klinischen Virologie zeigen und Bezug zu Themen der öffentlichen Gesundheit haben.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/wissenschaftspreis-klinische-virologie-fuer-marcus-panning