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Wissenstransfer im BioRN Spitzencluster

Zwischen Vertretern des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) und Vertretern der Industrie hat am 12. Januar im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ein Treffen stattgefunden. Ziel der Veranstaltung war zum einen die Vorstellung des NCTs mit seinem Leistungsspektrum, zum anderen das Abstecken von Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit zwischen NCT und Industrie.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Universitätsklinikum Heidelberg, die Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg und die Deutsche Krebshilfe sind die Träger des NCT, das 2003 als onkologisches Exzellenzzentrum in Heidelberg an den Start gegangen ist. Das Zentrum vereint klinische Versorgung von Krebspatienten und Krebsforschung unter einem Dach – ein Konzept, das die ganzheitliche Betrachtung und Versorgung der Krebspatienten unterstützt. Dazu Christof von Kalle, Sprecher des Direktoriums des NCT: «Dieses Konzept sollte unbedingt auch die Industrie einschließen. Viele der guten Ideen, die heute als neue Therapeutika zur Verfügung stehen, sind aus der Industrie entwickelt, und die gegenseitige Befruchtung von akademischer Forschung und Forschung in der Industrie ist für unser Arbeitsfeld außerordentlich wichtig.»

Gewebebank als Grundlage für wissenschaftliche Projekte

BioRN Clustermanager Christian Tidona (links) und Christof von Kalle, Sprecher des Direktoriums des NCT. © BioRN Cluster Management GmbH

Als «eine der aktivsten Gewebebanken in Europa» bezeichnete Peter Schirmacher, Geschäftsführender Direktor des Pathologischen Instituts des Universitätsklinikum Heidelberg, die dem NCT angegliederte, seit 2009 akkreditierte Gewebebank. «Wir wissen nicht nur, um welches Gewebe es sich handelt, sondern wir haben Informationen bis hin zu Life‐Style‐Daten und Familienanalysen», so Schirmacher über die rund 12.000 Gefriergewebe der Gewebebank. Für Unternehmen böten sich damit ideale Voraussetzungen für wissenschaftlich interessante Projekte mit umfassenden und gut charakterisierten Kollektiven.

Zur Bedeutung des NCT für den Biotechnologie‐Cluster Rhein‐Neckar (BioRN) äußerte sich Clustermanager Christian Tidona: «Das nationale Zentrum für Tumorerkrankungen ist für unseren Spitzencluster von sehr großer Bedeutung. Bei den Trägerorganisationen arbeiten hier auf dem Campus Heidelberg über 5.000 Wissenschaftler und Ärzte am Thema Krebs - vom Reagenzglas bis hin zum Patienten. Das ist in Europa einzigartig. Und es ist unsere Bestrebung, diese herausragenden Forschungsergebnisse mit den Unternehmen in unserer Region zusammenzubringen, damit die Forschungsergebnisse schnellstmöglich in marktfähige Produkte überführt werden.»

Um diesem Ziel näher zu kommen, erarbeiteten beide Parteien in einem Workshop gemeinsame Anforderungsprofile - Grundlage für zukünftige Kooperationen zwischen NCT und den Biotech‐Unternehmen, die damit schneller und effizienter angebahnt werden sollen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/wissenstransfer-im-biorn-spitzencluster