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Zehn Jahre Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg feiert am 1. Juli 2014 sein zehnjähriges Bestehen. Im Jahr 2004 hatten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum Heidelberg gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe das NCT gegründet. Die für Deutschland völlig neuartige Einrichtung verbindet seitdem als stabile Brücke Krebsforschung und klinische Krebsmedizin: es ist das Ziel des NCT, aktuelle klinische Therapien zu optimieren und Forschungsergebnisse schneller zur Anwendung ans Krankenbett zu überführen.

© Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Mit diesem vereinenden Ansatz setzte das NCT als erstes deutsches Krebs-Zentrum Maßstäbe nach dem Vorbild eines amerikanischen Comprehensive Cancer Center (CCC), ist ausgezeichnet als onkologisches Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe und genießt national und international hohes Ansehen. Das nächste Ziel des NCT ist, jedem Patienten eine individuelle maßgeschneiderte Therapie bieten zu können.

Das vor zehn Jahren gegründete NCT hat sich in kürzester Zeit bemerkenswert entwickelt. Mussten die Verantwortlichen um den ersten Leiter des NCT, Professor Volker Diehl, im ersten Jahr noch mit Nachdruck für eine disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Forscher und Mediziner werben, ist die gemeinsame Behandlung nach einheitlichen Standards heute eine der Grundlagen für die hohe Akzeptanz im medizinischen Umfeld. Internationale Gutachter attestieren dem NCT heute höchste wissenschaftliche und klinische Exzellenz. Es gilt als Taktgeber onkologischer Innovationen.

Patienten aus 45 Nationen

Ein Meilenstein für die Entwicklung war im Jahr 2010 die Fertigstellung des neuen Gebäudes „Im Neuenheimer Feld 460“. Nach der Aufbauarbeit und dem Erstellen der Infrastruktur in den ersten Jahren wurde das NCT mit dem Umzug ins neue Gebäude nun sichtbar und erfahrbar. Die Krebspatienten haben seither in Heidelberg eine zentrale Anlaufstelle, die Zahl der Patienten steigt kontinuierlich: Allein im Jahr 2012 besuchten rund 8.200 Patienten mit einer neu diagnostizierten Krebserkrankung das NCT und mehr als 12.200 Patienten wurden im ambulanten Therapiebereich der Einrichtung behandelt. Das Einzugsgebiet erstreckt sich weit über die Rhein-Neckar-Region hinaus bis ins Ausland. Bis Ende 2013 haben sich Patienten aus 45 Nationen im NCT vorgestellt - und die Nachfrage steigt weiter.

Das NCT verfolgt konsequent die Strategie, Patienten die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen, über die Grenzen der traditionellen Fachrichtungen und akademischen Abteilungen hinweg. Klinisch und wissenschaftlich herausragende Krebsprogramme sind die Basis der interdisziplinären Patientenversorgung. Sie sind krankheitsorientiert aufgebaut und verbinden die Forschungsgruppen von NCT, DKFZ und Heidelberger Universitätsklinikum mit nationalen und internationalen Netzwerken.

Aus Sicht der Gründer ist es dem NCT gelungen, zu einer Modelleinrichtung mit hohem Ansehen und Vorbildfunktion zu werden. Schon im Laufe des nächsten Jahres soll Patienten im NCT eine Erbgutanalyse und ein Immunprofil ihrer Tumoren angeboten und darauf aufbauend eine individuelle Therapie empfohlen werden. Ziel sei es, die individualisierte Krebsmedizin möglichst bald in die Regelversorgung zu überführen.

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