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Invest BW Innovationsförderung

Art:
Förderprogramm
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
Invest BW I WM BW
Reichweite:
Baden-Württemberg

Der nachfolgende Text spiegelt nicht den gesamten Inhalt der Bekanntmachung wider, sondern enthält einzelne Auszüge der Richtlinie.

Baden-Württemberg gehört weltweit zu den führenden Industrie- und Forschungsregionen. Die Innovationsstärke der hier ansässigen Unternehmen und der Erfindergeist der hier lebenden Menschen sind Grundlage der wirtschaftlichen Stärke. Rascher technologischer Fortschritt und die multiplen Krisen der letzten Jahre haben sie gleichfalls vor Chancen und Herausforderungen gestellt, die sich nur mit Innovationen nutzen bzw. bewältigen lassen. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, Innovationen hervorzubringen und betriebliche Abläufe zu modernisieren, hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus am 8. Mai 2025 die vierte Phase von Invest BW als dem größten branchenoffenen einzelbetrieblichen Förderprogramm in der Geschichte Baden-Württembergs offiziell gestartet.

Der vorliegende zweite Förderaufruf der vierten Phase erfolgt missionsorientiert und hat zum Ziel, Projekte und Maßnahmen von Unternehmen in Baden-Württemberg zu fördern, die Innovationen in den Bereichen 1. „Medizinische Innovationen, Gesundheitsdatennutzung, New Food und Standortresilienz“ und/oder 2. „Materialien, Ressourcen, GreenTech und Bioökonomie“ entwickeln.

Der vorliegende Förderaufruf hat das Ziel, Innovationspotenziale in den Themenbereichen „Medizinische Innovationen, Gesundheitsdatennutzung, New Food und Standortresilienz“ sowie „Materialien, Ressourcen, GreenTech und Bioökonomie“ gezielt zu erschließen und mit Nachdruck weiterzuentwickeln. Dabei können sich Antragsteller entweder auf einen dieser Bereiche fokussieren oder beide in ihren Innovationsvorhaben kombinieren. Ziel ist es, durch wegweisende technologische Entwicklungen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, neue wirtschaftliche Chancen zu erschließen und zugleich gesellschaftliche sowie sicherheitsrelevante Herausforderungen anzugehen. Die genannten thematischen Schwerpunkte orientieren sich an den Zukunftsbildern des Impulspapiers „Zukunft der Wertschöpfung Baden-Württemberg“ und bieten Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Innovationen entscheidende Impulse für zentrale technologische Entwicklungen zu setzen. Die Förderung unterstützt Antragsteller dabei, die genannten und weitere technologischen Entwicklungen voranzutreiben und neue Marktfelder zu erschließen, während gleichzeitig ein Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands geleistet wird.

Themenbereich 1: Medizinische Innovationen, Gesundheitsdatennutzung, New Food und Standortresilienz

Die Gesundheitsindustrie mit den Branchen Pharma, Medizintechnik und Biotechnologie gewinnt als Teil der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg zunehmend an Bedeutung sowohl als Wachstums- und Jobmotor als auch für die Gesunderhaltung der Bevölkerung. Baden-Württemberg ist in Europa eine herausragende Gesundheitsregion mit enormen Innovationspotential. Große Chancen bieten hier beispielsweise Entwicklungen in den Bereichen der Personalisierten Medizin, der Diagnostik und der Prävention oder der Nutzung von Gesundheitsdaten. Durch eine gezielte Förderung von Innovationen durch Unternehmen in diesen Bereichen sollen daher mit diesem Förderaufruf auch Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz gewinnbringend ausgebaut werden. Gleichzeitig stellen die Veränderung der Lebens- und Essgewohnheiten der Bevölkerung und die globale Situation und die Auswirkungen des Klimawandels die Ernährungsindustrie vor große Herausforderungen. New/Novel Food bietet neue innovative Verarbeitungstechniken und -prozesse und eröffnet neue Produktwelten. Die Förderung zielt darauf ab, Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei zu unterstützen, neue Ideen in diesen genannten Bereichen in die Anwendung zu bringen und bestehende Technologien weiterzuentwickeln.

Themenbereich 2: Materialien, Ressourcen, GreenTech und Bioökonomie

Materialien und Ressourcen bilden die Grundlage jeder Produktion und spielen damit eine entscheidende Rolle für die Zukunft des Industriestandorts Baden-Württemberg. Eine zu jedem Zeitpunkt gesicherte Versorgung mit Materialien und Ressourcen zu wettbewerbsfähigen Preisen stellt ein industriepolitisches Ziel ersten Ranges dar.

Eine resiliente, effiziente und perspektivisch zirkuläre Wertschöpfung erfordert zudem eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Digitale Lösungen sind hier ein wichtiger Baustein. Ein weiteres zentrales Handlungsfeld sind innovative Materialien. Ziel ist es hier, Materialien oder Stoffe mit neuen Eigenschaften zu entwickeln, die zu einer deutlichen Erhöhung der Leistungsfähigkeit führen, neue Funktionen übernehmen und einen Beitrag zur Lösung globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Rohstoff- und Energieknappheit, Sicherheit und Verteidigung etc. leisten können. Innovative Ansätze aus der Materialwissenschaft v. a. auch in den Bereichen GreenTech und Bioökonomie bilden einen Eckpfeiler für eine wettbewerbsfähige und ökologisch nachhaltige Entwicklung des Standorts Baden-Württemberg.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben, die wesentliche technologische Fortschritte in den Bereichen „Medizinische Innovationen, Gesundheitsdatennutzung, New Food und Standortresilienz“ sowie „Materialien, Ressourcen, GreenTech und Bioökonomie“ ermöglichen. Dabei umfasst die Förderung sowohl technologische als auch nichttechnische Innovationen, einschließlich neuer Geschäftsmodelle, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen, die zur wirtschaftlichen Stärkung und technologischen Souveränität beitragen. Antragsteller können entweder einen dieser Schwerpunkte adressieren oder beide in einem integrierten Ansatz kombinieren. In beiden Themenbereichen liegt besonderes Augenmerk auf interdisziplinären Ansätzen, die innovative Technologien kombinieren und dabei wirtschaftliche, gesellschaftliche sowie Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Auch kreative und experimentelle Lösungen, die bestehende Geschäftsmodelle transformieren, werden begrüßt.

Zuwendungsempfänger

Im Rahmen dieses Förderaufrufs sind einzelbetriebliche Vorhaben und Verbundvorhaben aller Branchen förderfähig. Bei Einzelvorhaben sind Unternehmen und Start-ups der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, die ihren Sitz, eine Niederlassung oder eine Betriebsstätte in Baden-Württemberg haben oder einen Sitz, eine Niederlassung oder Betriebsstätte in Baden-Württemberg errichten wollen, antragsberechtigt.

Einreichfrist

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.
Projektskizzen auf Gewährung von Zuwendungen sind bis zum 10. Oktober 2025, 13:00 Uhr einzureichen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/datenbank/foerderungen/invest-bw-innovationsfoerderung