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Deutsch-Polnische Kooperation zum Technologietransfer in der Digitalen Wirtschaft (DPT)

Art
Förderprogramm
Einreichungsfrist
Förderung durch
BMBF
Reichweite
Deutschland

Die Bekanntmachung erfolgt im Rahmen des Programms "Stärkung Deutschlands im europäischen Forschungs- und Bildungsraum" sowie im Rahmen der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit (WTZ) zwischen der Bundes­republik Deutschland und der Republik Polen.

Es werden Verbundprojekte gefördert, die entsprechend des Zuwendungszwecks in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Polen einen oder mehrere der nachfolgenden Schwerpunktthemen aus dem Bereich "Digitalisierung der Wirtschaft" bearbeiten.

Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft:

Telemedizin und Telediagnostik:

Der demografische Wandel, der sich abzeichnende Fachkräftemangel und die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen stellen die Gesundheitssysteme der Industrieländer vor veränderte Anforderungen. Gleichzeitig beeinflusst die fortschreitende Digitalisierung das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen und ermöglicht eine effizientere Gesundheitsversorgung für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Die Telemedizin kann dabei auch zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch Bereitstellung lebenswichtiger Informationen – gegebenenfalls auch zwischen den Ländern – unter Einsatz elektronischer Gesundheitsdienste, beitragen.

Digitale Diagnoseunterstützung:

Durch die rasante Entwicklung der bildgebenden Verfahren ist die Anzahl der medizinischen Bilddaten konstant angestiegen. Dies hat einen enormen Mehraufwand für den Radiologen und Kliniker zur Folge. Methoden der künstlichen Intelligenz (z. B. im Bereich der Deep Learning Algorithmen) können die medizinische Bildanalyse automa­tisieren und zu schnelleren, präziseren Diagnosen und einer effektiveren Verlaufskontrolle beitragen.

Smart Surgery:

Die Verbesserung der Chirurgie durch digitale Methoden hat in den vergangen Jahren in vielen Bereichen stark zugenommen. Navigationssysteme und Roboter haben in den Operationssaal Einzug gehalten. Intelligente chirurgische Instrumente, eine Vielzahl von Daten, sowohl prä- als auch intraoperative, neue Visualisierungsmethoden und intraoperative Gewebedifferenzierung können zu einer sicheren, schonenderen und erfolgreicheren Operation beitragen.

Die Vorhaben sollen eine hohe Praxisrelevanz aufweisen und Strategien zur Implementierung der Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen.

Die Bekanntmachung zielt darauf ab,

  • die Wettbewerbsfähigkeit und das Innovationspotenzial beider Länder insgesamt zu verbessern,
  • die Anstrengungen und vorhandenen Ressourcen auf thematische Bereiche der "Digitalen Wirtschaft" zu fokussieren, die für beide Länder sowie deren Gesellschaft und Wirtschaft von hoher Bedeutung sind,
  • die deutsch-polnische Forschungskooperation zu stärken und die etablierten Fördermaßnahmen verstärkt um Aspekte der angewandten Forschung zu erweitern,
  • die Forschungskapazitäten sowie deren Spezialisierungen zu stärken,
  • die Exzellenz in den Bereichen FuEuI zu fördern,
  • die Entwicklung von spezialisiertem wissenschaftlichem Personal, FuE-Exzellenz sowie von wettbewerbsfähigen Produkten/Dienstleistungen zu unterstützen, um eine erhöhte globale Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen,
  • die Entwicklung neuen Wissens – einschließlich neuer Technologien – oder gemeinsamer FuE-Ressourcen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Befriedigung signifikanter gesellschaftlicher und ökologischer ­Bedürfnisse zu fördern,
  • den Wissens- und Technologietransfer, d. h. die Diffusion und Verbreitung von Wissen und Technologie im Sinne ihrer wirtschaftlichen Nutzbarmachung für Dritte zu unterstützen,
  • die Forschungszusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie zu stärken sowie den privaten Sektor zu ermutigen, in FuEuI-Aktivitäten zu investieren und
  • gemeinsame Projekte zu unterstützen, die auf Ergebnisse abzielen, die genutzt werden können, um unter Einbeziehung des Produktionssektors in Deutschland und Polen Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zu verbessern.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern, sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben − insbesondere KMU.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 19. April 2018 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen.

Glossar

  • Radiologie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen, Gammastrahlung, Elektronen) zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/de/datenbank/foerderung/deutsch-polnische-kooperation-zum-technologietransfer-in-der-digitalen-wirtschaft-dpt/