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Innovationsforum BioGamesLab

Datum

09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Stuttgart
Kosten
kostenfrei
Adresse
nICLAS Innovation Center für Laborautomatisierung
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
Anfahrt
Anfahrtsskizze
Art
Workshop
Veranstalter
Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Hochschule der Medien
Kontakt
Dipl.-Phys. Mario Bott
Projektleiter nICLAS
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 970-1029
E-Mail: mario.bott(at)ipa.fraunhofer.de

Prof. Dipl.-Ing. Uwe Schulz
Professor an der Hochschule der Medien für Physik, Informatik, interaktive Medien
Leiter Institut für Games an der Hochschule der Medien Stuttgart
Nobelstraße 10
70569 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 8923-2243
E-Mail: schulz(at)hdm-stuttgart.de
Downloads
BioGamesLab Informationsblatt
(PDF, ca. 1,64 MB)
BioGamesLab Workshop 3 Programm
(PDF, ca. 476,65 KB)
Links
BioGamesLab 2018

Glossar

  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wird durch einen Mangel an Insulin hervorgerufen. Man unterscheidet zwei Typen. Bei Typ 1 (Jugenddiabetes) handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der körpereigene Immunzellen die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren, zerstören. Typ 2 (Altersdiabetes) ist dagegen durch eine Insulinrestistenz (verminderte Insulinempfindlichkeit der Zielzellen) und eine verzögerte Insulinausschüttung gekennzeichnet.
  • Aufgabe der Life Sciences ist die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen auf Basis der modernen Biotechnologie.
  • Proteine (oder auch Eiweiße) sind hochmolekulare Verbindung aus Aminosäuren. Sie übernehmen vielfältige Funktionen in der Zelle und stellen mehr als 50 % der organischen Masse.
  • Demenz ist eine neuronale Erkrankung, bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Gehirns kommt. Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik. Nur bei einigen Formen verändert sich auch die Persönlichkeitsstruktur.
  • Die Parkinson-Krankheit (auch: Morbus Parkinson) ist eine langsam fortschreitende degenerative Erkrankung des Gehirns. Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Dopamin ausschüttenden Nervenzellen im Gehirn. Dadurch kommt es zu einem Mangel an Dopamin und zu einer verminderten Aktivität der sog. Basalganglien, die wichtig für die Kontrolle der Motorik sind. Die fortschreitende Störung der Motorik äußert sich in den typischen Parkinson-Symptomen Muskelstarre, Muskelzittern Bewegungsarmut, sowie Haltungsinstabilität.

Das Innovationsforum BioGamesLab bringt Unternehmen der Life Sciences mit Unternehmen der Games-Branche zusammen. Der transdisziplinären Austausch von Experten der User Experience, Human Centred Design und biologischen Prozess schafft Raum für Ungeahntes und Neues.

Das Innovationsforum BioGamesLab soll gemeinsame Lösungen für innovative und intelligente Arbeitsumgebungen schaffen. Dafür bietet der Ansatz der Gamification viele neue Möglichkeiten "spielerisch" die Arbeitswelt der Life Sciences zu verbessern.

Innovationsfeld – Neue Ansätze durch Gamification
Das BioGamesLab zeigt auf, wie ein smartes Labor aus dem Blickwinkel der Gamification und Spieleentwicklung ausgestaltet sein sollte, um den Bediener bedarfs­bezogen und intelligent zu unterstützen.

Das Innovationsforum bringt hierzu erstmals KMUs aus den bisher disjunkten Bereichen der Biotechnologie, der pharmazeutischen Industrie, der Laborautomatisierung sowie der Spieleentwicklung zusammen.

Das BioGamesLab soll dabei unterstützen, Kommunikations- und Verständnisbarrieren abzubauen, um Raum für branchen­übergreifende Inno­vationen und Entwicklungs­partnerschaften zu schaffen.

Das Potential von Gamification zur Unterstützung von komplexen oder aber monotonen Abläufen wurde im Life Science Kontext bereits erfolgreich aufgezeigt: sei es zur Therapiebegleitung im Bereich Diabetes-Care, Demenz oder Parkinson oder als interaktives Werkzeug für komplexe Forschungsprobleme der Proteinfaltung.

Perspektive – Vorteile für die Branchen
Ziel des BioGameLabs ist es, dass sich Unternehmen aus beiden Bereichen finden, um gemeinsame innovative Pilotprojekte zu realisieren. Dabei stets unter dem Motto: "Gemeinsames Forschen – mit neuen spielerischen Ansätzen".

Potentiale für die Life Sciences: Der Ansatz der Gamification und virtuellen Assistenz bietet insbesondere in hochregulierten Arbeitsfeldern vielfältige, wirtschaftlich höchst relevante Einsatzmöglichkeiten.

Das Innovationsforum BioGamesLab bietet mit dem Blickwinkel der Gamification für die Life Sciences einen komplett neuartigen und innovativen Ansatz. Gamification ist die Übertragung von spieltypischen Elementen und Vorgängen in spielfremde Zusammenhänge mit dem Ziel der Prozessoptimierung – insbesondere der Motivationssteigerung und Verhaltensänderung der Benutzer.

Spielerisch kann man beispielsweise nachweislich bessere Lernergebnisse erzielen. Games fördern zudem das soziale Engagement, schärfen die Kreativität und erzeugen eine höhere Bedeutung und Identifikation. Es können außerdem durch spielerisch-technische Elemente erweiterte Prozessdaten gewonnen werden, die zu tiefgreifenden Analysen verhelfen können. Dies alles senkt die Kosten und optimiert die Prozesse. Virtuelle Realität bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Arbeitsabläufe in einer realitätsnahen Umgebung zu trainieren und Fehler zu erkennen und zu vermeiden.

Potentiale für die Games-Industrie: Durch das BioGamesLab kann die sehr komplexe Life Science Branche besser verstanden und als potentieller, liquider Markt erschlossen werden. Die Kreativität und neue Ansätze werden im Innovationsumfeld der Life Science immer benötigt.

Für viele Firmen der Games Branche sind Life Science Unternehmen zunächst ein "Buch mit sieben Siegeln". Die pharmazeutische Forschung und Entwicklung sowie der Bereich Diagnostik und Testung gelten jedoch allgemein als äußerst liquide Märkte mit sehr hohen operativen Margen.

Darüber hinaus ist der Anteil manueller Tätigkeiten an der Wertschöpfung überaus hoch, gepaart mit einem hohen mittleren Ausbildungsgrad. Beide Faktoren machen diese Segmente der Life Science Industrie zu attraktiven Tätigkeitsfeldern für branchenferne Akteure wie beispielsweise UX-Experten, Medieninformatiker oder aber auch Games.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/de/veranstaltung/innovationsforum-biogameslab/