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Diagnostik 2020: Patientennahe Prozesse im Klinikalltag

Datum

10:30 - 16:00 Uhr
Ort
Villingen-Schwenningen
Kosten
ab 60 EUR, Ärzte: kostenfrei
Adresse
Schwarzwald-Baar Klinikum GmbH
Klinikstr. 11
78052 Villingen-Schwenningen
Anfahrt
Art
Kongress/Symposium
Zielgruppe
Unternehmen, Ärzte / Kliniker, Forschungseinrichtungen, Vertreter von Krankenkassen und Gesundheitsökonomen, Akteure aus benachbarten Branchen
Veranstalter
BioLAGO e.V., BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, microTEC Südwest e.V., Schwarzwald-Baar Klinikum
Kontakt
Fragen zur Anmeldung:
microTEC Südwest e.V.
E-Mail: office(at)microtec-suedwest.de

Inhaltliche Fragen:
BioLAGO e.V.
Michael Statnik
Tel.: +49 (0) 7531 921525-2
E-Mail: michael.statnik(at)biolago.org

Erfolgreiche, innovative Diagnostikprodukte müssen sich am Bedarf des Marktes orientieren und den Bedürfnissen der Ärzte und Patienten entsprechen.

Die ganztägige Veranstaltung Diagnostik 2020: Patientennahe Prozesse im Klinikalltag unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Paul La Rosée vom Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen möchte Ihnen aufzuzeigen, wo die Herausforderungen für diagnostische Anwendungen der Zukunft liegen.

Die gemeinsame Veranstaltung von BioLAGO e.V., BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, microTEC Südwest e.V. sowie des Schwarzwald-Baar Klinikums in Villingen-Schwenningen beleuchtet, wie Diagnostik-Produkte beschaffen und optimiert sein müssen, um den Weg in die Kliniken zu finden und welche Medical Needs es aktuell und in Zukunft gibt.

Nutzen Sie die Chance, sich in Workshops mit Ärzten, Unternehmen und Forschern auszutauschen und gemeinsam neue Lösungsansätze zu diskutieren. Folgende Schwerpunktthemen werden adressiert: Therapiebegleitende Diagnostik, Liquid Biopsy, Diagnostik multiresistenter Erreger und Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen.

Die für Ärzte kostenfreie Veranstaltung ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg als ärztliche Fortbildungsmaßnahme anerkannt und wird mit 5 CME-Punkten bewertet.

Registrierung

Anmeldung zur Veranstaltung

Programm

10.30 Uhr | Registrierung und Begrüßungskaffee

11.00 Uhr | Begrüßung

Dr. Katja Riebeseel, Kooperationsmanagerin, microTEC Südwest e.V.

Prof. Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

DiagNET – Internationales Kompetenznetz für Diagnostik
Dr. Jörg Schickedanz, Vorsitzender des Vorstandes BioLAGO e.V. / Geschäftsführer QIAGEN Lake Constance GmbH

11.25 Uhr | Keynote

Prof. Dr. med. Paul Graf La Rosée, Schwarzwald-Baar Klinikum
Therapie-Stratifizierung in der Onkologie: Prädiktive Molekulardiagnostik – wie sieht der klinische Alltag aus?

11.50 Uhr | Impuls

Dr. Anne Rummer, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG)
Moderne Diagnostik – Wege in die Erstattungsfähigkeit

12.20 Uhr | Kaffeepause

12.40 Uhr | Impuls

Dr. Simone Brunner-Zillikens, Labor Dr. Brunner Konstanz – Labormedizinisches Versorgungszentrum Konstanz GmbH
Herausforderungen für das moderne Labor von morgen – Chancen und Hürden

Kurzvorstellung der Parallel-Workshops im Plenum
durch die Workshop-Leiter

13.15 Uhr | Mittagspause

14.00 Uhr | parallele Workshops (zur Auswahl)

Ablauf: Einführung und Diskussion, danach lockere 1:1-Gespräche

Gruppe 1: Molekularpathologische Diagnostik für die Onkologie
Einführung und Moderation: Prof. Dr. Silke Laßmann, Universitätsklinikum Freiburg

Themen und Beschreibung:

Das Wissen um molekulare Veränderungen von Erkrankungen bietet zunehmend Ansätze für die Diagnostik, Risikoabschätzung/Prognose und Therapiestratifizierung. Insbesondere bei Tumorerkrankungen gewinnt die molekulare Diagnostik aktuell an Momentum und ist, bzw. wird als „personalisierte Medizin“ mit unterschiedlichen Szenarien in den klinischen Alltag integriert. Eine enge Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen ist hierfür wegweisend. Dieser Workshop bietet eine kurze Übersicht der aktuellen Situation und ermöglicht die interdisziplinäre Diskussion über die Chancen und Herausforderungen aus Sicht der Onkologie, Pathologie und den Naturwissenschaften. Eckdaten und Fragestellungen für die gemeinsame Diskussion sind unter Anderem:

  • Biomarker – Ist eine Stufendiagnostik einzelner Biomarker noch zeitgemäß?
  • Innovative Methoden und Ansätze – Rolle von Next Generation Sequencing und Molekularen Tumorboards?
  • Onkologie/Pathologie/Naturwissenschaften – Möglichkeiten des Austauschs und gemeinsame Perspektiven?

Gruppe 2: Bedeutung der Diagnostik multiresistenter Erreger und praxisnahe Verfahren
Einführung und Moderation: Prof. Dr. med. Frank T. Hufert, Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH

Themen und Beschreibung:

Im Zentrum des Workshops steht die Vorbeugung der Ausbreitung von multiresistenten Keimen. Das Thema wird unter mehreren Gesichtspunkten diskutiert: Prozesse, Verfahren, Prioritäten, Risiken – abhängig vom jeweiligen Umfeld. Ziel des Erfahrungsaustauschs zwischen Diagnostik-Anwendern (Labor, Klinik, Ambulanz) und Anbietern aus Wirtschaft und Wissenschaft ist es Lösungsansätze für folgende medizinische Fragestellungen (Bedarfe) zu erörtern:

  • Unterscheidung zwischen präventiven vs. akuten Maßnahmen
  • Der Weg zu einer prozessorientierteren Diagnostik: Tests und Verfahren | Einsatzbereich und -ort | zeitliche Anforderungen | weitere Aspekte – je nach Umfeld.

Gruppe 3: Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen – zukünftig nur noch am Point-of-Care statt im Zentrallabor?
Einführung: Dr. med. Hinrich Bremer, Pneumologie MVZ Donaueschingen | Schwarzwald-Baar Klinikum
Moderation: Prof. Dr. Susanne M. Bailer, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Themen und Beschreibung:

1. Lungenentzündung: bakterielle oder virale Ursache durch Medikationstoxitäten?

Bakterien sind die häufigsten Auslöser einer Lungenentzündung, aber häufig liegen auch
nicht-bakterielle oder virale Entzündungen in der Lunge vor im Rahmen von
Medikationstoxizitäten, wie z.B. im Zusammenhang mit neuen Präparaten in der
Onkologie oder z.B. mit Amioderon. Hier fehlen Nachweisverfahren. Patientennahe
Lösungen wären von Vorteil.

2. Die Problematik des Probentransports: Brauchen wir mehr patientennahe Diagnostik (Point-Of-Care-Lösungen)?

Die begrenzte Haltbarkeit von Patientenproben stellt für Kliniken und Labore eine echte Herausforderung dar. Beim Weg vom Klinikum ins Labor muss ein zuverlässiger Transport gesichert sein. Wie kann dieser besser gewährleistet und das Toxizitätsrisiko minimiert werden? Brauchen wir andere Nährmedien oder andere Messformen? Wie kann gesichert werden, dass die an das Labor gehende Probe auch den gesuchten Keim enthält? Oder brauchen Kliniken in Zukunft gar kein externes Labor sondern nur noch inhouse-Lösungen, um eine optimale Versorgung zu erreichen?

3. Identifizierung von Erregern sexuell übertragbarer Erkrankungen durch hochparallele molekulare Diagnostik mittels DNA-Microarray

Sexuell übertragbare Infektionserkrankungen (Sexually Transmitted Diseases STDs), wie Gonorrhoe, Syphylis, Chlamydien und Trichomonaden, sind von zunehmender globaler Bedeutung für die individuelle und reproduktions-assoziierte Gesundheit. Die Entwicklung einer spezifischen STD-Diagnostik ist integrierter Bestandteil einer von der World Health Organization (WHO) entwickelten Strategie zur Bekämpfung dieser Erkrankungen. Dabei wird der Entwicklung von Point-of-Care-Tests (POCTs), die eine Diagnostik unabhängig von Zentrallaboren in unmittelbarer Nähe der Betroffenen ermöglicht, eine strategische Bedeutung für Therapie und Überwachung beigemessen.

Die Gruppe Infektionsbiologie und Array-Technologien der Abteilung Molekulare Biotechnologie entwickelt im Auftrag der Immundiagnostik AG Bensheim DNA-basierte Microarrays zur hochparallelen Diagnostik von STDs. Die durch Pilze, Bakterien, Viren bzw. Protozoen hervorgerufenen Erkrankungen sollen mithilfe des zu entwickelnden Tests hochsensitiv und molekular differenziert und dadurch schnell und adäquat therapiert werden. Für die Diagnostik der STDs identifizieren wir zunächst geeignete Target-Regionen der Erreger, entwickeln dann erregerspezifische Primer und amplifizieren zeitgleich die Erreger-Targets mittels Multiplex-PCR (Polymerase Chain Reaction). Nach Aufbringen der Primer auf Träger (Glasträger oder 8-Strip Tube oder Mikrotiter-Platte) stehen letztendlich hochparallele und hochsensitive DNA-Microarrays für den Nachweis der Erreger-Targets zur Verfügung. Dabei ist es das Ziel, eine semi- oder vollautomatische Bearbeitung der Proben zu erreichen – möglichst integriert in einen POCT, um so eine vereinfachte und kostengünstige Diagnostik zu ermöglichen.

16.00 Uhr | Get-together

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/veranstaltung/diagnostik-2020-patientennahe-prozesse-im-klinikalltag