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High-Level Conference on “Improving Cancer Care in Europe”

Datum

10:30 - 14:00 Uhr
Ort
online und Heidelberg
Anmeldefrist
Adresse
German Cancer Research Center
Communication Center
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Art
Kongress/Symposium
Zielgruppe
Akteure aus der Gesundheitsindustrie, Onkologie und Politik
Veranstalter
Deutsches Krebsforschungszentrum
Kontakt
Deutsches Krebsforschungszentrum
Tel.: +49 (0)6221 420
E-Mail: kontakt(at)dkfz.de
Sprache
Englisch

3,5 Millionen EU-Bürger erkranken jedes Jahr an Krebs, 1,3 Millionen versterben jährlich an einer Krebserkrankung. Etwa 40 Prozent aller Menschen in Europa müssen damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor zu erkranken. Der demographische Wandel trägt zu weiter steigenden Neuerkrankungsraten bei, die die europäischen Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen stellen werden.

Krebs ist auch in der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 ein hervorgehobenes Thema, das demonstriert insbesondere der Europäische Plan zu Krebsbekämpfung, der im 4. Quartal 2020 verabschiedet werden soll.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum unterstützt diese Initiative der Europäischen Kommission voll und ganz. Vor diesem Hintergrund veranstalten wir gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium am 3. September eine internationale Konferenz zu der Frage: Wie können wir Verbesserungen in der Versorgung von Krebspatienten in ganz Europa erreichen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird die Veranstaltung eröffnen, hochrangige Vertreter aus der Politik und renommierte Experten aus Deutschland und Europa werden an der Konferenz teilnehmen.

Themen und Hintergründe

Zum Auftakt der Veranstaltung stellt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Planungen des Bundesgesundheitsministeriums zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor. Nach der Präsentation des Europäischen Plans zur Krebsbekämpfung durch Margaritis Schinas, den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, und der Nationalen Dekade gegen Krebs durch Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium folgen Kurzvorträge und eine Gesprächsrunde um drei Themenkomplexe.

Geteilte Daten für Europa

Krebs ist eine extrem heterogene Erkrankung und unterscheidet sich in seinen molekularen Grundlagen oftmals von Patient zu Patient. Das macht es zunehmend schwierig, für klinische Studien zur Prüfung zielgerichteter Behandlungsansätze ausreichend Teilnehmer zu rekrutieren, deren Erkrankungen in den molekularen Details übereinstimmen. Dies gilt insbesondere für die teilweise sehr seltenen Krebserkrankungen des Kindesalters. Kooperation über europäische Grenzen hinweg kann hier Abhilfe schaffen. Das zeigt besonders eindrucksvoll das Beispiel der europäischen Registerstudie INFORM, die dazu beitragen soll, neue Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die nach einer Krebserkrankung einen Rückfall erlitten haben, zu erschließen.

Europäische Solidarität und Gleichberechtigung in der Krebsversorgung

Bei der Früherkennung und Behandlung von Krebs herrschen noch Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten. So ist der Zugang zu innovativen Diagnose- und Therapiemethoden nicht in allen Ländern der EU im gleichen Maße gegeben. Große Krebszentren mit überregionalem Einzugsbereich, sogenannte Comprehensive Cancer Center, könnten dabei helfen, eine hochqualitative Versorgung von Krebspatienten auch in bislang unterversorgte Regionen zu bringen. Internationale Netzwerke und Partnerschaftsmodelle sind bei der Etablierung europaweiter Versorgungsstandards ebenfalls besonders hilfreich.

Versorgung von Krebspatienten während der COVID 19-Pandemie

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie standen Onkologen in ganz Europa vor derselben Herausforderung: Wie lässt sich angesichts der COVID-19 -bedingten Belastungen eine Versorgung von Krebspatienten auf hohem Niveau sicherstellen? Wie haben Krebspatienten die Krise erlebt? Wie lässt sich verhindern, dass Behandlungen, die beispielsweise das Immunsystem unterdrücken, für Krebspatienten die mit einer COVID-19 Infektion einhergehenden Risiken zusätzlich steigern? Was ist zu tun, um für zukünftige Pandemien gerüstet zu sein? Die Herausforderungen während der Pandemie werden aus dem Blickwinkel von Patienten, behandelnden Ärzten und wissenschaftlichen Experten für Registerdaten beleuchtet.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/veranstaltung/high-level-conference-improving-cancer-care-europe