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REGiNA der BioRegio STERN gewinnt bei BMBF-Wettbewerb

Ein hervorragendes Ergebnis beim BMBF-Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ kann die Baden-Württemberger BioRegio STERN Management GmbH verzeichnen. Mit ihrem Projekt "REGiNA" (Regenerative Medizin in der Gesundheitsregion Neckar-Alb und Stuttgart) wurde sie beim Berliner Kongress Medizin und Gesundheit 2009 von Bundesforschungsministerin Annette Schavan als einer von zwei Siegern ausgezeichnet. Des Weiteren wurde die Gesundheitsregion Nordbrandenburg prämiert. Die Sieger erhalten jeweils 30 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Partnern aus den beiden Regionen.

Preisübergabe: Geschäftsführer der BioRegio STERN Dr. Klaus Eichenberg und Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan © BioRegio STERN

Bundesministerin Annette Schavan zeichnete heute in Berlin die BioRegio STERN Management GmbH als Gewinner im Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF, wird das geplante Anwenderzentrum für Regenerative Medizin in der Gesundheitsregion Neckar-Alb und Stuttgart, kurz: REGiNA, die nächsten vier Jahre fördern. Das BMBF übernimmt dabei etwa die Hälfte des Gesamtbudgets von knapp 17 Millionen Euro.

Der Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ fördert die Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung einer Region. Die Jury zeichnete jetzt die zwei besten Konzepte aus. „Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass wir zu den beiden innovativsten Gesundheitsregionen Deutschlands gehören“, erklärt BioRegio STERN-Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg als Antragsteller in Berlin. „Das BMBF würdigt damit einerseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die herausragende Prozess- und Produktinnovationen für das gesamte Gesundheitssystem anstoßen wird. Gleichzeitig wird uns bescheinigt, dass wir in dieser Region bereits die fachlichen Voraussetzungen zur Realisierung eines solchen Konzeptes geschaffen haben. Das Pilotprojekt REGiNA wird dafür sorgen, dass die Regenerative Medizin zum Standard in der Patientenversorgung wird.“

Das siegreiche Konzept der BioRegio STERN Management GmbH sieht vor, dass rund 30 Partner in der Region Neckar-Alb und Stuttgart gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Tübingen, UKT, ein Anwenderzentrum für Regenerative Medizin aufbauen. Im Mittelpunkt des Konzepts mit insgesamt 21 Teilprojekten steht, neben der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden, die Patientenversorgung. Bestandteil des Entwurfs ist daher auch ein Informationssystem, das Patienten und niedergelassene Ärzte über Anwendungsmöglichkeiten und Therapieformen informiert und berät. „Die Regenerative Medizin wird angesichts der steigenden Lebenserwartung eine zunehmend große Rolle spielen. Schließlich geht es darum, erkrankte oder verletzte Zellen oder auch abgenutzte Gewebe und Organe zu ersetzen oder zu heilen. In den kommenden zehn bis 15 Jahren wird die Regenerative Medizin im Wachstumsmarkt Gesundheit eine zentrale Rolle spielen“, ist sich der Leitende Ärztliche Direktor des UKT, Prof. Dr. Michael Bamberg, sicher.

In Forschungseinrichtungen wie denen des UKT sowie in verschiedenen Unternehmen in der BioRegion STERN wurden in den vergangenen Jahren bereits bedeutende Fortschritte im Bereich der regenerativen Medizin gemacht, beispielsweise bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden, Erkrankungen des Bewegungsapparats und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

BioRegio STERN (27.05.09)

Neckar-Alb und Nordbrandenburg: Zwei exzellente Regionen

In dem Wettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft" des BMBF hatten viele Teilnehmer mit fünf Gewinnern gerechnet – am Ende aber haben zwei Regionen das Rennen gemacht: Nordbrandenburg und Neckar-Alb. Die Sieger erhalten insgesamt 30 Millionen Euro vom BMBF und Partnern der Regionen für die Realisierung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den kommenden vier Jahren.

„Die Gesundheitsregionen Nordbrandenburg und Neckar-Alb zeigen in ihren Konzepten, wie Regionen ihr spezifisches Potenzial für Innovationen in der Patientenversorgung in herausragender Weise nutzen und Verantwortliche aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung effektiv vernetzen können“, sagte Schavan. Eine 14-köpfige Jury unter Vorsitz von Reinhard Busse, Professor an der TU Berlin, schätzte die beiden Regionen als „exzellent“ ein.

Hauptstadtkongress (27.05.09)

Wettbewerb überraschend verlängert

Bis zu fünf Gesundheitsregionen will Ministerin Annette Schavan fördern - drei Plätze sind noch frei. © Bächtle/BIOPRO

84 Gesundheitsregionen sind zum Wettbewerb angetreten, 64 sind nach der ersten Runde ausgeschieden, zwei haben gewonnen, 18 sind noch übrig. Für diese 18 Bewerber ist das Rennen um die Fördergelder wider Erwarten noch nicht beendet. Forschungsministerin Annette Schavan gab bei der Auftaktveranstaltung des Hauptstadtkongresses überraschend bekannt, dass der Wettbewerb fortgesetzt werde. Für diese 18 Regionen besteht also weiter die Möglichkeit, die Lücken in den Anträgen zu schließen und die Konzepte erneut einzureichen. Im Fördertopf liegen noch rund 25 Millionen Euro, die das BMBF offenbar verteilen will. Bis zu drei weitere Regionen können noch den Sprung in die Förderung schaffen.

Innovation nicht immer erkennbar

Prof. Reinhard Busse, Vorsitzender der Jury, sah Licht und Schatten. © Bächtle/BIOPRO

Busse betonte auf der Pressekonferenz, dass lediglich die beiden Siegerregionen alle Kriterien für eine Förderung erfüllt hätten. „Bei allen 20 Anträgen fiel der hohe Vernetzungsgrad der regionalen Partner positiv auf. Dennoch gab es bei den 18 nicht-prämierten Anträgen einige Schwächen“, erklärte Busse. Entweder sei die Regionalisierung nicht ausreichend gewesen, oder es fehlten wichtige Elemente in der Wertschöpfungskette, oder sei die Forschungskomponente zu gering ausgefallen. „Es genügt nicht, bereits erfolgreiche Konzepte auch in der eigenen Region umzusetzen. In einem Antrag muss auch ein deutlicher Fortschritt, eine Innovation zu erkennen sein“, erläuterte der Jury-Vorsitzende. Dr. Peter Lange vom BMBF ergänzte: „In diesem Wettbewerb geht es nicht um Gesundheitsregionen, sondern um Gesundheitsregionen der Zukunft. Es geht also darum, zukünftige Konzepte zu formulieren.“

Jede der 18 Regionen muss nun entscheiden, ob sie erneut antritt. Für die Nacharbeit der Konzepte soll es noch einmal Geld geben – allerdings wird es wohl weniger sein, als die rund 100.000 Euro, die es in der jetzt abgeschlossenen Wettbewerbsrunde gab. Der Wettbewerb hat zum aktuellen Zeitpunkt nicht nur zwei Sieger hervorgebracht, sondern auch gezeigt, dass es in der Gesundheitswirtschaft viele Themen gibt, aus denen sich viel versprechende Wettbewerbskonzepte ableiten lassen, Heterogenität war also gegeben. „Einen Trend zu einem bestimmten Thema konnte ich in den 20 Anträgen der zweiten Runde nicht erkennen“, sagte Busse. 

chb (28.05.09)


BioRegio STERN, Hauptstadtkongress, chb/BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

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