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Auszeichnung für Pionier der personalisierten Krebsmedizin

Prof. Dr. Nisar Peter Malek, Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin I an der Medizinischen Universitätsklinik und Medizinischer Direktor des M3 Forschungsinstituts in Tübingen, ist von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit dem Landesverdienstorden Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Damit würdigt das Land einen Wissenschaftler und Arzt, der die personalisierte Krebsmedizin in Deutschland maßgeblich geprägt und insbesondere in Tübingen und Baden-Württemberg entscheidend vorangebracht hat.

Prof. Malek forscht seit vielen Jahren zu den molekularen Grundlagen von Krebserkrankungen, insbesondere bei Tumoren von Leber und Verdauungstrakt. Seine Arbeiten haben dazu beigetragen, neue diagnostische Verfahren und zielgerichtete Therapien zu entwickeln, die sich stärker an den individuellen Eigenschaften von Tumoren orientieren und so eine präzisere Behandlung von Patientinnen und Patienten ermöglichen.

Diese Entwicklung hat der Gastroenterologe auch strukturell vorangetrieben: Seit 2015 ist er Direktor des von ihm gegründeten Zentrums für Personalisierte Medizin (ZPM) am Universitätsklinikum Tübingen. Hier werden genetische und molekulare Tumorprofile systematisch ausgewertet, um für einzelne Patientinnen und Patienten die jeweils bestmögliche Therapie zu identifizieren. Prof. Malek engagierte sich zudem von Beginn an in der „ZPM-Initiative“, die die Bemühungen um eine personalisierte Medizin an den Universitätskliniken in Ulm, Freiburg und Heidelberg koordiniert und so Patientinnen und Patienten überall im Land den gleichberechtigten Zugang zu bestmöglicher Diagnostik und hochmodernen Therapien ermöglicht.

Darüber hinaus prägt er die Weiterentwicklung der personalisierten Medizin auch auf nationaler Ebene maßgeblich mit: Als Konsortialführer des Deutschen Netzwerks für Personalisierte Medizin (DNPM) setzt er sich dafür ein, präzisionsmedizinische Strukturen in Deutschland zu vernetzen, molekulare Diagnostik und interdisziplinäre Entscheidungsprozesse weiter zu stärken und innovative personalisierte Therapiekonzepte bundesweit für Patientinnen und Patienten besser zugänglich zu machen.

Seine Forschung stärkt den Standort Baden-Württemberg

Als einer von 27 Gewürdigten in dieser Runde erhielt Prof. Malek die Auszeichnung in der vergangenen Woche im Neuen Schloss in Stuttgart. Bei der Verleihung betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dass die Gewürdigten in ihrer Arbeit und ihrem Engagement, das dem Gemeinwesen zugutekommt, Vorbilder für andere seien. Zu Prof. Malek schreibt das Staatsministerium in seiner Mitteilung: „Prof. Malek trägt durch seine Arbeit in vielfältiger Weise zum Ruf Baden-Württembergs als Innovationszentrum der Personalisierten Medizin bei.“

In seiner Arbeit verbindet Prof. Malek stets den Anspruch wissenschaftlicher Exzellenz mit konkreten Verbesserungen direkt für die Patienten und Patientinnen. Er selbst hebt hervor, dass das jedoch nicht im Alleingang möglich ist. „Die Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg ist für mich eine große Ehre und berührt mich sehr“, sagte er nach der Veranstaltung. „Ich verstehe diese Auszeichnung nicht nur als persönliche Würdigung, sondern auch als Anerkennung für die vielen Menschen, mit denen ich in den vergangenen Jahren zusammenarbeiten durfte. Mein herzlicher Dank gilt deswegen allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern am Universitätsklinikum und an der Medizinischen Fakultät Tübingen sowie darüber hinaus.“

Der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg wird für „herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg verliehen“, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. Insgesamt können nur 1000 lebende Personen ihn gleichzeitig tragen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/auszeichnung-fuer-pionier-der-personalisierten-krebsmedizin