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Bundesweiter Spitzenreiter bei europäischer Forschungsförderung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg haben knapp 28,5 Millionen Euro Fördermittel des Europäischen Forschungsrats eingeworben. Das Fördergeld ermöglicht exzellente Forschungsprojekte im Land und stärkt das Forschungspotential sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Baden-Württemberg belegt bei der aktuellen Ausschreibung der Advanced Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) den ersten Platz zusammen mit Bayern und erhält Auszeichnungen in allen drei Wissenschaftsbereichen Lebenswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Insgesamt konnten die Forschenden an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land knapp 28,5 Millionen Euro einwerben. „Das hervorragende Abschneiden zeigt einmal mehr die Vielfalt der baden-württembergischen Forschungslandschaft und die enorme Innovationskraft“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Ich gratuliere unseren Forschenden und unseren neuen Grantees zu dieser prestigeträchtigen Auszeichnung und zu ihren zukunftsweisenden und überragenden Ergebnissen. Dieser Erfolg belegt die Forschungsstärke Baden-Württembergs und die exzellenten Rahmenbedingungen für unsere Hochschulen. Durch die Förderung können herausragende wissenschaftliche Projekte im Land umgesetzt werden, die das Forschungspotential weiter stärken und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen“, so Bauer weiter.

Die ausgezeichneten Hochschulen und Projekte

Die ERC-Advanced Grants für Baden-Württemberg gehen nach Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen und Ulm.

Universität Freiburg: Zwei ERC-Advanced Grants

An der Universität Freiburg haben Prof. Dr. Ingo Krossing für „Innocent Deelectronation Chemistry – From the unified redox scale valid in all solvents to innocent deelectronation chemistry in innocent solvents“ und Prof. Dr. Wilfried Weber für „Engineering homeostasis into living materials“ in den Bereichen Lebenswissenschaften und Natur- und Ingenieurwissenschaften zusammen zwei Grants eingeworben.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Zwei ERC-Advanced Grants

Das KIT konnte über Prof. Dr. Alexey Ustinov mit dem Projekt „Millimetre-Wave Superconducting Quantum Circuits“ und Prof. Dr. Mehdi Tahoori mit „Printed Computing: Enabling Extremely Low Cost Pervasive Near Sensor Computing“ für den Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften zwei Grants erhalten.

Universität Stuttgart: Zwei ERC-Advanced Grants

An der Universität Stuttgart warben Prof. Dr. André Bächtiger mit dem Projekt  „Designing Democracy on ‚Mars‘ and ‚Earth‘: Exploring Citizens‘ Democratic Preferences in a Deliberative and Co-Creative Design“ und Prof. Dr. Oliver Röhrle mit „Simulation-enhanced Highdensity Magnetomyographic Quantum Sensor Systems for Decoding Neuromuscular Control During Motion“ zusammen zwei Grants für die Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften mit ihren Projekten und ein.

Universität Tübingen: Zwei ERC-Advanced Grants

Prof. Dr. Harald Baayen mit dem Projekt „Subliminal learning in the Mandarin lexicon” und Prof. Dr. Klaus Corcilius mit „Text and Idea of Aristotle's Science of Living Things” haben zwei Grants im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften erreicht.

Universität Ulm: Ein ERC-Advanced Grant

Hier hat Prof. Dr. Frank Kirchhoff im Bereich Lebenswissenschaften ein Grant für sein Projekt „Traitor-virus-guided discovery of antiviral factors” erhalten.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Ein ERC-Advanced Grant

Prof. Dr. Andreas Trumpp hat mit seinem Projekt „Decoding consequences of complex chromosomal aberrations by multi-modal single-cell deconstruction to overcome treatmentresistance cancer” für das DKFZ einen Grant im Bereich Lebenswissenschaften eingeworben.

Max-Planck-Gesellschaft – Max-Planck-Institut für Astronomie: Ein ERC-Advanced Grant

Mit „Hunting Dormant Black Holes in the Galaxy with SDSS-V” hat Prof. Dr. Hans-Walter Rix für die Max-Planck-Gesellschaft für den Wissenschaftsbereich Natur- und Ingenieurwissenschaften einen Grant erhalten.

European Research Council

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council – ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter Forschung. Er existiert seit 2007 unter mehreren Rahmenprogrammen der Europäischen Union (EU) für Forschung und Innovation.

Von 2021 bis 2027 wird der ERC über das aktuelle EU-Rahmenprogramm „Horizont Europa“ finanziert. Gefördert werden Forschende aller Disziplinen. Je nach Karrierestand ist eine Bewerbung in den folgenden vier Förderlinien möglich:

  • Starting Grants für Forschende in einem Zeitfenster von zwei bis sieben Jahren nach Promotion, mit bis zu 1,5 Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Consolidator Grants für Forschende in einem Zeitfenster von sieben bis zwölf Jahren nach Promotion, mit bis zu zwei Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Advanced Grants für erfahrene exzellente Forschende mit bis zu 2,5 Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Synergy Grants für Gruppen von zwei bis vier Forschenden und ihren Teams mit bis zu zehn Millionen Euro über maximal sechs Jahre

Forschende, die bereits einen ERC Grant eingeworben haben und die aus dem Projekt entstandenen Ideen in Innovationen überführen möchten, können zusätzliche Mittel über die Proof of Concept-Ausschreibungen des ERC einwerben.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/bundesweiter-spitzenreiter-bei-europaeischer-forschungsfoerderung