CRIION Joachim Frank-Preis 2026 für Freiburger Krebsforschende
Am Donnerstag, den 25. Juni 2026, wurden bei der Verleihung des CRIION Joachim Frank-Preises 2026 mehrere Freiburger Krebsforschende geehrt, darunter Prof. Dr. Robert Zeiser, der den Preis für Biomedizinische Forschung erhielt. Prof. Dr. Jürgen Finke, PD Dr. Florian Scherer und PD Dr. Elisabeth Schorb vom Universitätsklinikum Freiburg sowie Prof. Dr. Gerald Illerhaus vom Klinikum Stuttgart wurden mit dem Preis für Klinische Medizin ausgezeichnet.
Herausragende wissenschaftliche Leistungen, die eine Brücke zwischen theoretischer Forschung und klinischer Anwendung schlagen – das würdigt der CRIION Joachim Frank-Preis, der vom Collaborative Research Institute Intelligent Oncology (CRIION) und der BioThera – Mertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Universität Freiburg vergeben werden. Die Preise wurden am 25. Juni 2026 im Haus zur Lieben Hand der Universität Freiburg persönlich von Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Joachim Frank verliehen.
In diesem Jahr wurde der CRIION Joachim Frank-Preis erstmals in zwei Kategorien vergeben: für Biomedizinische Forschung und für Klinische Medizin. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wurde zu zwei gleichen Teilen zwischen den Kategorien aufgeteilt. Gewürdigt wurden mehrere Freiburger Krebsforschende, darunter Prof. Dr. Robert Zeiser, der den Preis für Biomedizinische Forschung erhielt. Zeiser ist Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und des Exzellenzclusters CIBSS – Centre for Integrative Biological Signalling Studies der Universität Freiburg sowie Forschungsgruppenleiter am Universitätsklinikum Freiburg.
Preis für Biomedizinische Forschung: Prof. Dr. Robert Zeiser
Zeiser, der 2025 mit der höchsten deutschen Forschungsauszeichnung, dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis geehrt wurde, untersucht seit vielen Jahren, wie Stammzelltransplantationen in der Krebstherapie sicherer und wirksamer werden können. „Herr Zeiser leistet mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen einen wegweisenden Beitrag zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit im Bereich der Stammzelltransplantation“, so Frank. Durch die Entschlüsselung komplexer immunologischer Mechanismen hat sein Team neue Therapieansätze entwickelt, die gefährliche Abstoßungsreaktionen des Immunsystems verringern und die Überlebenschancen von Patient*innen verbessern.
Preis für Klinische Medizin: Vier Forschende mit Fokus auf ZNS-Lymphome
Mit dem CRIION Joachim Frank-Preis für Klinische Medizin wurden vier Forschende ausgezeichnet, deren Arbeiten den Forschungsbereich zu ZNS-Lymphomen maßgeblich bereichert haben: Prof. Dr. Jürgen Finke, PD Dr. Florian Scherer und PD Dr. Elisabeth Schorb vom Universitätsklinikum Freiburg sowie Prof. Dr. Gerald Illerhaus vom Klinikum Stuttgart (jeweils 3.125 Euro Preisgeld). Die vier Mediziner haben sich auf die Erforschung und Behandlung primärer ZNS-Lymphome spezialisiert, seltener und oft aggressiver Tumore des zentralen Nervensystems. Unter Freiburger Leitung wurden mehrere wegweisende internationale Studien durchgeführt, darunter die weltweit größten randomisierten Studien zu dem Thema: Die MATRix/IELSG43-Studie mit 346 Patient*innen aus 56 internationalen Zentren sowie die MARTA-Studie haben neue Behandlungsstandards etabliert und die Therapiemöglichkeiten für diese komplexe Erkrankung entscheidend verbessert
Enge Zusammenarbeit von Universität, Universitätsklinikum und Mertelsmann Stiftung
Durch den Abend führte Jun.-Prof. Dr. Maria Kalweit, Chief Scientific Officer des CRIION und Inhaberin der von der Mertelsmann Stiftung geförderten CRIION-Professur für Bioinformatik mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz für die Onkologie-Forschung an der Universität Freiburg. Ein Grußwort sprach Prof. Dr. Michael Schwarze, Prorektor für Studium und Lehre der Universität Freiburg, der die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Universität, Universitätsklinikum und Stiftung für den Forschungsstandort Freiburg hervorhob. „Dieser Anlass erinnert uns an die Verantwortung, die mit wissenschaftlicher Exzellenz einhergeht – und an das Privileg, in einer Institution zu arbeiten, die diese Verantwortung ernst nimmt. Ich danke der „BioThera – Roland Mertelsmann Stiftung“ und CRIION für die Stiftung dieses Preises und für das anhaltende Engagement zugunsten von Forschung und der Lehre an unserer Universität. Ich gratuliere Herrn Professor Zeiser sowie der Arbeitsgruppe ZNS-Lymphom von Herzen“, so Schwarze.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Mitgliedern des Universitätsorchesters. Neben den Preisen wurden zudem Kunstwerke von zwei jungen Künstlerinnen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart überreicht.