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Erstes Turmgespräch bringt Wissenschaft und Politik zusammen

Der Verein Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart (HWRS) hat erstmals zum Turmgespräch „Weitblick: Wissenschaft und Politik im Dialog“ eingeladen. Vertreter*innen aus Hochschulen, Politik, Wirtschaft und Forschungseinrichtungen kamen am 23. Juli auf dem Stuttgarter Fernsehturm zusammen, um über die Rolle von Wissenschaft und Innovation für die erfolgreiche Transformation der Region zu sprechen. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer jährlichen Dialogreihe, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik stärken und die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts erhöhen soll.

Prof. Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart und Vorstandsvorsitzender des HWRS: „Die großen Zukunftsfragen unserer Region lassen sich nur im Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft lösen. Mit dem Turmgespräch bringen wir diese Akteur*innen in den Dialog und stärken den Austausch, um gemeinsam Entwicklungen anzustoßen, die die Innovationskraft unserer Region nachhaltig stärken.“

Teilnehmende des ersten Turmgesprächs waren Rektor*innen der Hochschulen und Universitäten der Region Stuttgart sowie Vertreter*innen der Landeshauptstadt Stuttgart, des Verbands Region Stuttgart, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und der Industrie- und Handelskammer, außerdem Innovations- und Gründerzentren, Forschungseinrichtungen sowie Mitglieder des Gemeinderats und der Regionalversammlung.

Wissenschaft als Partnerin für die Zukunft der Region

In seiner Begrüßung betonte Middendorf die Bedeutung einer sichtbaren und vernetzten Wissenschaftsregion Stuttgart. Angesichts rückläufiger Studierendenzahlen und des absehbaren Fachkräftemangels sei es entscheidend, gemeinsam stärker für Wissenschaft, Forschung und Bildung in der Region einzustehen. „Wir brauchen ein gemeinsames Bekenntnis zu mehr Sichtbarkeit und wir brauchen Orte, an denen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommen können“, so Middendorf.

Im Mittelpunkt des Turmgesprächs stand die Frage, wie Wissenschaft noch stärker als Lösungsanbieter für aktuelle Herausforderungen wahrgenommen werden kann. Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten nicht nur Beiträge zu Forschung und Lehre, sondern entwickeln konkrete Lösungen für Wirtschaft, Gesellschaft und öffentliche Hand, von Innovationen über Technologietransfer bis zur Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.

Gemeinsam schneller werden: Impuls aus der Wirtschaft

Einen Impuls zur Bedeutung von Wissenschaft und Talenten für die Zukunft der Region gab Heidi Stock von der Robert Bosch GmbH. Sie betonte, dass der Erfolg einer Region kein Zufall sei. Er entstehe dort, wo Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten. „Gerade in Zeiten des Wandels ist es entscheidend, Technologien voranzubringen, Talente zu gewinnen und zu fördern sowie als offene und vielfältige Region attraktiv zu bleiben. Nur wenn wir gemeinsam neue Wege gehen, sichern wir langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.“

Ein Haus der Wissenschaft für die Region Stuttgart

Im weiteren Verlauf stellte Middendorf die Vision für ein zukünftiges „Haus der Wissenschaft“ vor. Ein solcher Ort solle Wissenschaft im Stadtraum sichtbar und erlebbar machen. Es bringe Hochschulen, Unternehmen, Start-ups und Gesellschaft zusammen, stärke den Wissens- und Technologietransfer und biete Raum zum Forschen, Entwickeln und Gründen. Zugleich solle das „Haus der Wissenschaft“ junge Menschen für Wissenschaft begeistern und Impulse für die Zukunft der Wissenschafts- und Innovationsregion Stuttgart setzen. Zum Abschluss präsentierten die beteiligten Hochschulen aktuelle Projekte und zeigten, wie Wissenschaft bereits heute zur Gestaltung der Zukunft in der Region beiträgt.

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