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Forschung trifft Businessplan

Die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) investiert in den kommenden drei Jahren weitere 14 Millionen Euro in den Technologietransfer. Durch neue ergänzende Förderprogramme unterstützt die Stiftung Wissenschaftler:innen dabei, Technologien auf Basis eigener Forschung zur Marktreife zu bringen. Ziel ist, den Transfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft voranzutreiben – für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland.

Kern des neuen Förderansatzes sind das Programm CZS Innovation Teams für Gründungsteams aus der Wissenschaft sowie das Zusatzmodul CZS Transfer für aktuelle Förderprojekte. Daneben fördert die Carl-Zeiss-Stiftung mehrere Transfer-Ökosysteme an ausgewählten Hochschulstandorten mit dem Ziel, Wissenschaft und Wirtschaft vor Ort zu vernetzen.

„Wissenschaftliche Erkenntnisse sind vor allem dann sinnvoll, wenn sie verbreitet und genutzt werden: von anderen Wissenschaftler:innen, von der Zivilgesellschaft, der Politik und der Wirtschaft. Deshalb fokussieren wir uns in unserer Förderstrategie auch auf den Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in die wirtschaftliche Anwendung. Wir wollen mutigen Forschenden Freiräume bieten und sie auf dem Weg zur Gründung unterstützen“, sagt Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung.

Transfer als Teil der Stiftungstradition

Die Carl-Zeiss-Stiftung wurde 1889 von dem Hochschullehrer und Unternehmer Dr. Ernst Abbe gegründet. Seitdem ist der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die praktische Anwendung fest in der DNA der Stiftung und ihrem Förderprofil verankert. Die Stiftung fördert heute sowohl Grundlagen- als auch anwendungsorientierte Forschung im MINT-Bereich. Hierzu stehen insgesamt 16 Förderprogramme für Universitäten und Hochschulen zur Verfügung.

Im Bereich Transfer baut die Stiftung ihr Förderengagement folgendermaßen weiter aus:

Neues Förderprogramm CZS Innovation Teams – Gründungen aus der Wissenschaft

Mit dem Programm CZS Innovation Teams unterstützt die Stiftung gründungsinteressierte Wissenschaftler:innen dabei, ihre Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte oder Dienstleistungen zu überführen. Gefördert werden Teams, die das Transfer- und Marktpotenzial ihrer Forschung weiterentwickeln, bis eine marktnahe Finanzierung durch Dritte möglich ist. Projektteams können zwischen 400.000 und 600.000 Euro für maximal zwei Jahre beantragen. Anträge können ganzjährig eingereicht werden.

Neues Zusatzmodul CZS Transfer – Transferpotenziale frühzeitig prüfen

Mit dem Zusatzmodul CZS Transfer stärkt die Stiftung den Technologietransfer in laufenden CZS-Förderprojekten. Auf diese Weise können zusätzliche Mittel beantragt werden, um das Transferpotenzial von Forschungsergebnissen frühzeitig zu prüfen. Im Fokus stehen die Analyse, Entwicklung und Validierung eines tragfähigen Geschäftsmodells sowie Maßnahmen zur Vorbereitung der Verwertung und des Transfers. Pro Förderprojekt können bis zu 50.000 Euro zusätzlich beantragt werden. Anträge können laufend gestellt werden. Damit knüpft die Carl-Zeiss-Stiftung an den immer noch aktuellen Kerngedanken ihres Stifters Ernst Abbe an: Wissenschaft muss der Erkenntnis, dem Wohlstand und der gesellschaftlichen Entwicklung dienen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/forschung-trifft-businessplan