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Herausragende Förderung ermöglicht Ausbau des DKFZ-Hector Krebsinstituts an der Universitätsmedizin Mannheim

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 fördert die Hector Stiftung II das DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim. Das Institut ist eine Kooperation des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Mannheim. Um dem DKFZ-Hector Krebsinstitut nach einer erfolgreichen Gründungsphase ein nachhaltiges Zukunftskonzept zu ermöglichen, hat die Stiftung ihre Förderung nun aufgestockt und finanziert das Institut über die kommenden zehn Jahre mit insgesamt 78,5 Millionen Euro. Die Aufstockung ermöglicht unter anderem, wichtige neue Trends in der Krebsforschung aufzugreifen.

Das DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim hat eine erfolgreiche Aufbauphase hinter sich. Das Institut wurde 2019 gegründet, um Ergebnisse aus der Forschung am DKFZ und an der Medizinischen Fakultät Mannheim aufzugreifen und in innovative klinische Studien zu überführen. Das DKFZ-Hector Krebsinstitut fördert die Zusammenarbeit zwischen Krebsforschern und Krebsmedizinern und trägt so dazu bei, den Transfer von Ergebnissen aus der Spitzenforschung in die medizinische Anwendung zu beschleunigen.

Nach dem vielversprechenden Start hat sich der SAP-Mitbegründer und Stifter Dr. h.c. Hans-Werner Hector dazu entschieden, die ursprünglich zugesagte Förderung für das DKFZ-Hector Krebsinstitut bedeutend aufzustocken. Über die kommenden zehn Jahre wird die Hector Stiftung II das Institut mit insgesamt 78,5 Millionen Euro finanzieren. Dadurch wurde eine deutliche Erweiterung des Forschungsspektrums über die initialen Themen hinaus ermöglicht.

„Um Krebs wirksam zu bekämpfen, braucht es auch weiterhin größte Anstrengungen in der Spitzenforschung. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die sogenannte „Translation" – also die Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Ansätze für Prävention, Diagnostik und Behandlung, von denen Krebspatienten profitieren können. Die Translation ist ein besonderer Schwerpunkt des DKFZ-Hector Krebsinstituts. Der weitere Ausbau des Instituts, der durch die hohe zusätzliche Finanzierung der Hector II-Stiftung ermöglicht wird, ist daher von großer Bedeutung für die Krebsforschung, aber auch für den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg", sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Die Initiative der Stiftung unterstützt und komplementiert auch die Bestrebungen der Landesregierung, das hervorragende lebens- und gesundheitswissenschaftliche Profil der Rhein-Neckar-Region weiter zu stärken – etwa durch Etablierung des Innovationscampus Health and Life Science Alliance. Für ihr enormes Engagement danke ich Hans-Werner Hector und seiner Frau Josephine daher sehr."

„Die Finanzierung des Mannheimer Instituts durch Hans-Werner Hector ist ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Mit den zusätzlichen Mitteln können wir am DKFZ-Hector Krebsinstitut nun eine kritische Masse an Forschungsgruppen ansiedeln und so eine modellhafte Einrichtung mit internationaler Strahlkraft aufbauen. Hier wollen wir Studien auf höchstem Niveau initiieren, von deren Ergebnissen Krebspatientinnen und -patienten weltweit profitieren können. Dabei stehen nicht nur präzise Diagnostik und gezieltere Behandlung, sondern auch die Senkung von Nebenwirkungen und die Verbesserung der langfristigen Lebensqualität durch Survivorship-Forschung im Vordergrund. Darüber hinaus wollen wir mit innovativen Forschungsansätzen zur Krebsprävention dazu beitragen, dass in Zukunft weniger Menschen an Krebs erkranken", sagt Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. „Wir danken Hans-Werner Hector und seiner Frau Josephine, dass sie diese Ziele so überaus großzügig unterstützen."

„Die Forschung versteht zunehmend, wie komplex Krebserkrankungen sind. Darauf muss die Krebsmedizin reagieren und Krebsbehandlungen immer exakter an die individuellen Erkrankungen anpassen. Diese translationale Forschung, aber auch eine Verbesserung der Prävention und Steigerung der Lebensqualität, möchten wir mit unserer Stiftung unterstützen", erklärt der Stifter Dr. h.c. Hans-Werner Hector sein Engagement für das DKFZ-Hector Krebsinstitut.

Träger des DKFZ-Hector Krebsinstituts ist das DKFZ, das als eines der weltweit renommiertesten Krebsforschungszentren das notwendige wissenschaftliche Umfeld bietet, um translational-klinische Forschung auf internationalem Spitzenniveau durchzuführen. Als universitätsmedizinischer Standort bietet die Universitätsmedizin Mannheim multidisziplinäre onkologische Krankenversorgung, Forschung und Lehre in höchster Qualität.

„Das DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim ermöglicht unseren Patienten den direkten Zugang zu aktuellsten Entwicklungen in der Krebsforschung", erläutert Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Universitätsklinikums Mannheim. „Durch die enge Verbindung von Wissenschaft und Krankenversorgung können sie in klinischen Studien von den innovativsten Diagnoseverfahren und Therapien profitieren. Gleichzeitig unterstützen sie die Forscher dabei, die Vorsorge, Behandlung und Nachsorge von Krebs mit neuen Erkenntnissen weiter zu verbessern."

„Dass Hans-Werner Hector die Förderung des DKFZ-Hector Krebsinstituts für die kommenden 10 Jahre so beträchtlich aufstockt, ist großartig und schafft hervorragende Bedingungen für das mit dem Institut verbundene Ziel einer patientenorientierten translationalen Krebsforschung auf international höchstem Niveau im Verbund der Partner in Heidelberg und Mannheim. Dazu beigetragen hat sicherlich ganz wesentlich der erfolgreiche Start des DKFZ-Hector Krebsinstituts und dessen erfreuliche Entwicklung in der kurzen Zeit seit seiner Gründung. Davon zeugen unter anderem etliche laufende und in Vorbereitung befindliche Investigator-initiierte Studien, die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln und damit verbundener wissenschaftlicher Projekte sowie eine Vielzahl daraus resultierender Publikationen", sagt Prof. Dr. Sergij Goerdt, Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. „Ganz besonders freue ich mich darüber, dass mit den zusätzlichen Mitteln auch weitere Klinische Kooperationseinheiten zu wichtigen onkologischen Forschungsbereichen wie der UroOnkologie eingerichtet werden können, in denen herausragende Nachwuchswissenschaftler unserer Fakultät ihr ganzes Potenzial entfalten können."

In der translationalen Studienambulanz des DKFZ-Hector Krebsinstituts werden bereits seit 2019 vielversprechende Ergebnisse der Krebsforschung gezielt aufgegriffen und in klinische Behandlungsstudien umgesetzt. Gleichzeitig stellt die Ambulanz wiederum klinische Daten und Biomaterialien für die präklinische und Grundlagenforschung zur Verfügung. Die beiden kürzlich installierten Junior-Klinischen Kooperationseinheiten für Translationale Gastrointestinale Onkologie sowie für Translationale Chirurgische Onkologie decken wichtige Forschungsbereiche ab, die in der Region bislang unterrepräsentiert waren. Darüber hinaus können nun drei weitere Arbeitsgruppen am DKFZ-Hector Krebsinstitut eingerichtet werden. Das DKFZ-Hector Krebsinstitut bringt sich als zentraler Partner auch in das im Aufbau befindliche multidisziplinäre Mannheim Comprehensive Cancer Center ein.

DKFZ-Vorstand Michael Baumann freut sich, dass die Aufstockung der Hector-Förderung ermöglicht, im DKFZ-Hector Krebsinstitut wichtige aktuelle Trends der Krebsforschung aufzugreifen. So ist derzeit über die Langzeit-Nebenwirkungen einer Krebstherapie und die Lebensqualität der Betroffenen noch zu wenig bekannt. Diese Fragen werden immer wichtiger, je länger Menschen mit oder nach einer Krebserkrankung leben – allein in Deutschland betrifft dies derzeit geschätzt über vier Millionen. Am DKFZ-Hector Krebsinstitut soll gemeinsam mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim eine Professur zu dieser sogenannten „Survivorship-Forschung" eingerichtet werden. Ein zweiter hoch aktueller Forschungsbereich, der nun in Kooperation mit dem Nationalen Zentrum für Krebsprävention ausgebaut werden kann, ist die molekulare Krebsprävention. Hier sollen zum Beispiel chronische Entzündungen, Stoffwechsel- und immunologische Faktoren als Ursachen von Krebserkrankungen erforscht werden.

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